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Kristina Bach: „Mit dem Erfolg von „Atemlos“ habe ich nicht gerechnet“

Kristina Bach: „Mit dem Erfolg von „Atemlos“ habe ich nicht gerechnet“ © Bernhard Kühmstedt

Kristina Bach gehört schon seit 24 Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Sängerinnen. Nach ihrem großen Durchbruch im Jahr 1990 mit dem Lied „Erst ein Cappuccino“, veröffentlichte die Vollblutmusikerin bisher 19 Alben und gewann, neben einer Vielzahl an Gold- und Platinauszeichnungen, sechs Mal in Folge die Deutsche Schlagerparade. Auch als Musikproduzentin, Texterin und Komponistin steht Kristina Bach an der Spitze. So schrieb sie seinerzeit u.a. auch für Jeanette Biedermann einen Nummer Eins-Hit nach dem anderen. Gerade erst hat sie mit dem Mega-Hit von Helene Fischer „Atemlos durch die Nacht“ – den mittlerweile jedes Kind in Deutschland singen kann – einen epochalen Schlager-Hit geschrieben, der in einer englischen Version, jetzt auch den Weg auf ihr eigenes Album gefunden hat. Wir haben die erfolgreiche Produzentin und Sängerin zum exklusiven Interview getroffen. Was Sie uns über das neue Album, die Plagiatsvorwürfe und ihre Urlaubspläne verraten hat, lest Ihr hier!

Nach 3-jähriger Schaffenspause erscheint am 15. August 2014 Dein neues Album „Leben ist Liebe“. Der Titel klingt sehr lebensbejahend. Erzähl uns doch bitte ein wenig, was Deine Fans erwartet.

KRISTINA BACH: Ja, das ist richtig und es ist heute mein erstes Interview dazu. Von Anfang bis Ende wird es in der Tat lebensbejahende Songs geben, da ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann, dass ich das „Leben“ wieder entdeckt habe – vielleicht sogar erstmals. Es hieß ja sogar zwischendurch, dass ich dem Burn-Out nahe gewesen wäre, was aber zu keinem Zeitpunkt gestimmt hat. Aber dennoch habe ich gemerkt, dass ich mir eine Auszeit nehmen muss, was ja nicht heisst, dass ich faul war. Ich habe natürlich dennoch für andere Künstler gearbeitet.

Wenn man in einer Männerdomäne arbeitet, so wie ich, dann kommt es vor, dass man sich unter Druck setzen lässt und das habe ich versucht zu ändern und umzudenken. So habe ich mit lieben Freundinnen zusammen wirklich viel Party gemacht, habe das Golfen und das Skifahren erlernt und bin gerade dabei noch eine Fremdsprache – Spanisch – zu erlernen. So habe ich den Kopf wieder frei bekommen für ein wirklich sehr authentisches Album, wovon viele meiner Freunde bereits sagen, es ist eines meiner Besten.

Jedes Album bei mir steht ja für eine Lebensphase und diese bezeichnet mein Leben und die Weiblichkeit. Und dabei sind die Mundwinkel bitte stets nach oben gezogen (lacht). Ich habe 15 Songs geschrieben und natürlich darf auch „Atemlos“ nicht fehlen, allerdings in einer ganz eigenständigen Form.

Es ist recht schwierig den Text 1 zu 1 ins Englische zu übersetzen, denn der Engländer denkt nun mal ganz anders, als der Deutsche. Ich denke, es ist ein toller Song geworden. Auch „Casanova“ ist völlig neu, jazziger, arrangiert worden. Schon Caterina Valente hat diese zwei Musikrichtungen miteinander vereint.

 

Du bist eine erfolgreiche Komponistin und Produzentin. Auf welchen Titel bist Du besonders stolz und warum?

Also aktuell gefällt mir der Song „Dein Vielleicht hat nicht gereicht“ sehr gut. Er beschreibt so eine Situation im Leben zwischen Mann und Frau, den sicherlich schon viele erlebt haben. „Kaffee ohne Koffein“ oder „Feier die Sünde“ sind Songs, die die Botschaft vermitteln sollen, dass unsere heutige Gesellschaft oftmals viel zu „kastriert“ ist. Es gibt wenige, die sich heute noch etwas Verrücktes trauen und da sind wir wieder beim Stichwort Lebensgefühl. Der „Traumtänzerball“ kommt mir da sehr entgegen. Ich war kürzlich auf so einem Ball mit viel Pomp und Rüschenkleidern, getreu dem Motto „Wir sind gaga“. Ganz ehrlich, ich bin halt ein bisschen gaga und crazy, aber ich muss niemandem mehr etwas beweisen und das ist doch okay, oder?

Hättest Du mit dem Erfolg von „Atemlos“ gerechnet?

Also, dass es ein guter Song ist, das wusste ich schon. Aber welche Dimensionen sich dann aufgetan haben, das konnte natürlich niemand wissen. Ich weiß noch, wie ich Helene die Klavier Demo zugeschickt habe und auch sie fand den Song sofort klasse. Aber wie man ja weiß, wurde es ja noch nicht einmal die erste Singleauskopplung von „Farbenspiel“. Ich selbst habe das erste Mal richtig mitbekommen was mit diesem Song passiert, als ich mit Freunden beim Aprés Ski war und mitbekam wie viele Menschen diesen Song mitsangen. Das war schon ein tolles Gefühl.

Vor einigen Wochen kursierten die Gerüchte, dass Teile des Hits „Atemlos“ abgekupfert seien. Fragen wir doch direkt mal an der Quelle: Was hat es mit den Gerüchten auf sich?

Dazu kann ich nur lachenden Herzens sagen – Kein Kommentar.

Mit wem würdest Du gerne einmal zusammen arbeiten?

Es gibt da keinen besonderen Künstler. Aber ich würde sehr gerne als Songwriterin auf dem amerikanischen Markt tätig sein. Das wäre schon noch ein Wunsch.

Stehst Du lieber auf der Bühne oder gefällt Dir die Studioarbeit besser?

Hm, das kann ich jetzt gar nicht so direkt beantworten. Ich würde sagen, das ist situationsabhängig und kommt auf meine Verfassung an.

Wir als Onlineportal müssen das natürlich fragen: Wie sieht es mit Deiner Aktivität in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aus? Bist Du dort aktiv?

Vor einiger Zeit habe ich Facebook für mich erst einmal geschlossen, da bin ich vielleicht ein wenig Retro. Ich muss das noch einmal in Ruhe für mich entdecken. Aber es entsteht gerade eine neue Homepage von mir und da bringe ich mich natürlich schon ein.

Es ist nicht so, dass ich ohne Handy herumlaufe – ich habe sogar zwei. Außerdem besitze ich zwei Tablets, die ich auch regelmäßig nutze. Aber ich denke auch gerne an die Zeit zurück, wo man kein schlechtes Gewissen haben musste, mal nicht erreichbar zu sein. Ich finde das heute zum Teil schlimm, ehrlich gesagt. Selbst mir ist es neulich beim Golfen passiert, dass ich mein Handy ausgeschaltet hatte und prompt ein schlechtes Gewissen bekommen habe – das ist doch nicht normal… (lacht)

Wie sehen Deine Pläne aus neben Promotion für das neue Album? Steht vielleicht noch ein Urlaub ins Haus?

Urlaub ist für dieses Jahr nicht geplant, aber ich habe mich von Freunden überreden lassen, einen 6-tägigen Wandermarathon mitzumachen. Und diesind alle so verdammt sportlich. (lacht) Ich bin zwar auch nicht unsportlich, aber da habe ich mir was vorgenommen. Also heisst es, dass ich mir erstmal ein vernünftiges Wanderoutfit zulegen muss und dann geht es zum Comer See. Ich bin gespannt.

Schlager.de bedankt sich sehr herzlich für dieses unterhaltsame Interview und wünscht alles erdenklich Gute. Das Album „Leben ist Liebe“ erscheint am 15. August 2014 und kann hier bereits vorbestellt werden!

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