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…und der Swiss Music Award geht an Beatrice Egli

…und der Swiss Music Award geht an Beatrice Egli © Ben Wolf / Universal Music

Beatrice Egli überzeugte in einer Kategorie und lässt die Rock- und Volksmusikkonkurrenten im Regen stehen. Einzig das Hip-Hop-Duo Lo [&] Leduc schaffte den musikalischen Hattrick in den drei Sparten: Best Live Act, Best Talent und Best Group.

Vieles zeigte sich bei dem Swiss Music Award in dem Züricher Hallenstadion im altbewährten Gewand, doch auch Neuerungen scheuten die Veranstalter dieser Schweizer Preisverleihung seit 2008 nicht.

Die Show glänzte durch inhaltliche Höhen und Tiefen, wobei nicht immer klar war, wo die Inszenierungen der Laudatoren und Stars gewollt waren oder sich doch eher beiläufig ihren öffentlichen Weg suchten.

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Beatrice Egli

BEATRICE EGLI – Kick Im Augenblick (Offizielles Video)
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Beatrice Egli, erst 26 Jahre jung, zeigte sich zu Recht gerührt und von Tränen überwältigt, als sie, als erste Schlagersängerin und erstmalig als Künstlerin überhaupt für den Swiss Music Award nominiert, die begehrte Trophäe in Empfang nehmen durfte.

„Best Female Solo Act“

So ist die Freude verständlich groß, als sie den Preis als „Best Female Solo Act“ aus den Händen des Ex-Bachelors Vujo Gavric erhielt. Diesen Erfolg feiern zu können, hat Egli nicht nur ihrer kontinuierlichen Arbeit an ihrer Karriere oder ihrer großen Beliebtheit bei den Fans, sondern auch, nach eigener Aussage, ein bisschen ihrem Glücksbringer, einer kleinen Mutter-Gottes-Figur, zu verdanken.

Erheblich entscheidend dafür war die Änderung des Reglements, nämlich die Sparte Schlager, die bislang nicht im Swiss Music Award vertreten war, in die Vergebung der Preise aufzunehmen. Zu Beginn des beliebten Schweizer Musik Events im Jahre 2008 lag der Schwerpunkt noch ausschließlich auf dem Pop/Rock-Genre, so der SMA-Organsisator Oliver Rosa.

Während Vujo Gavric, vielen bekannt als der „Bachelor“, sich weniger als Laudator doch eher als Poet versuchte und dann den entscheidenden Moment der Umschlagöffnung verbaselte, in dem er diesen schlichtweg hinter der Bühne vergaß, glänzte auch der „Weltwoche“-Chefredakteur mit einer eigenwilligen, von Buhrufen begleiteten, Laudatio auf die Rockgruppe Krokus für 40 Jahre Musikgeschichte. Mit dem Ausspruch: „Hard-Rock war damals unter uns Kantonschülern politisch inkorrekt. Alle haben es gehört, aber niemand hat es zugegeben. Ähnlich ist es heute mit der Weltwoche“und einem misslungenen „Trikottausch“, nämlich von einem Hemd zu einem darunter verborgenen Band-Shirt der Rockgruppe Krokus zu wechseln, katapultierte er sich in der Beliebtheitsskala der Zuschauer nach unten, und nur die Gruppe selbst konnte ihn durch einen gekonnten Bühnenauftritt aus der Misere erlösen. Manchmal ist weniger eben doch mehr…

So fanden neben den Live-Acts von den Fantastischen Vier, Stefanie Heinzmann, Kodaline, James Bay, Leal und – nicht zu vergessen – das großartige Schweizer Mundart-Rapduo aus Bern auch leise Töne ihren Platz bei dem Swiss Music Award.

Udo Jürgens wurde posthum mit dem „Tribute Award“ geehrt und sein uns allen präsenter Klassiker „Aber bitte mit Sahne“ von der Band Bonaparte neuartig und auf verrückte Art und Weise intoniert.

Der nächste Swiss Music Award wird den Veranstaltern zufolge am 12. Februar 2016 erneut im Züricher Hallenstadion stattfinden.

Mögen die Fans der sympathischen Sängerin Beatrice Egli gewogen sein und vielleicht auch ein bisschen ihre Marienfigur…

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