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Abschied von einer Institution – Trauerfeier für James Last

Abschied von einer Institution – Trauerfeier für James Last © Christine Kröning

Morgen Mittag (12 Uhr) treffen sich in der St. Michaeliskirche in Hamburg Trauernde um den Tod von James Last, die sich in einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Pastor Alexander Röder und mit musikalischer Begleitung des James-Last-Orchesters verabschieden. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, Frank Briegmann (Universal Music), Dieter Semmelmann (Konzertveranstalter), Dr. Bodo Eckmann (Lasts Manager) und viele seiner Fans und Freunde werden die Gelegenheit wahrnehmen und ihm die letzte Ehre erweisen.

Der große deutsche Musiker und Orchesterleiter verstarb am 9. Juni 2016 im Alter von 86 Jahren in seiner Residenz in Florida im Beisein seiner 2. Frau Christine und seiner Kinder Ron und Caterina.

Der in der Hansestadt Bremen aufgewachsene James war schon in seiner Kindheit als Sohn des Seefahrers Louis Last und seiner musikalischen Mutter Martha Last früh ein begeisterter Bandoneon- und Schlagzeugspieler. Der 2. Weltkrieg brachte ihn in die Heeresmusikschule Bückeburg, wo er mit dem Erlernen von Kontrabass, Tuba und Klavier sich Grundlagen für sein späteres Leben als Berufsmusiker schuf. Die US-amerikanische Besatzung erkannte schnell seine Begabung; so spielte er in Bremer Clubs Klavier und Kontrabass und entwickelte seine große, ein Leben lang anhaltende Leidenschaft für den Jazz und die Tanzmusik. Seinen ersten Auftrag einer Begleitmusik war die für den Film „The Hunters“, zahlreiche folgten. Er schrieb Kompositionen für das Radio Bremen, gründete ein Streichorchester, spielte als Bassist für das NWDR-Tanzorchester in Hamburg, dort verbrachte er viele Jahre seines Lebens.Das waren die Anfänge seines so erfolgreichen Lebens alsMusiker, Komponist, Produzent und Leiterseineslegendären James-Last-Orchesters, mit dem er durch die ganze Welttourte. Erst im Fühjahr war er noch anlässlich seiner Abschiedstournee in Bremen innerhalb seiner Europatournee.

Sein Werdegang war von der Bekanntschaft und der Zusammenarbeit mit den großen Musikern seiner Zeit wie Paul Kuhn, Max Gregor, Günter Fuhlisch, Fred Bunge, Helmut Zacharias, Harry Hermann, Harry Hermann,Freddy Quinn, Wencke Myhre, Caterina Valenteund zahlreichen anderen begleitet. Vielen sind seine Kompositionen vertraut – im In- und Ausland gleichermaßen – selbst wenn manche nicht wissen, dass sie von James Last sind, wie z.B. die Titelmelodie der „ZDF-Hitparade“ oder das musikalische Intro der Fernsehserie „Das Traumschiff“. Unzählige Auszeichnungen wurden ihm verliehen, 207 Goldene, 17 Platin und 11 Silberne Schallplatten, ca. 80 Millionen Tontrgäer bleiben uns erhalten, auch wenn sie die Präsenz, die seine Live-Auftritte ausmachten, nicht wiedergeben können.

All diejenigen, die keinen Platz im Trauergottesdienst der Michaelis-Kirche finden, können die Trauerfeier im NDR/Aktuell ab 12:00 Uhr vor ihrem Bildschirm oder im Internet-Livestream verfolgen.

Wir trauern um James Last, einer Musikinstitution.

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