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Das war “Wenn die Musi spielt“ – die große Fotogalerie

Das war “Wenn die Musi spielt“ – die große Fotogalerie © Heiko Bremicker

Mit einem Frühschoppen mit den Edlseern ging am Sonntag eine großartige Veranstaltungsreihe in den traumhaft schönen Kärntner Nockbergen zu Ende, die ihresgleichen sucht! Die Krönung war sicherlich die Live-Sendung, die am Samstagabend von MDR und ORF2 ausgestrahlt wurde. Auch ein stundenlanger sintflutartiger Wolkenbruch konnte die Stimmung der rund 15.000 Zuschauer vor Ort (ausverkauft!) nicht trüben, sie erfreuten sich an einem Programm der Extraklasse. Rund 1,5 Millionen Zuschauer allein beim MDR und fast 600.000 Zuschauer bei ORF2 verfolgten das Musik-Spektakel. (Aufgrund der Wetterlage wurden im TV auch Aufzeichnungen der Generalprobe eingespielt.)

Moderiert wurde das Event, das in diesem Jahr zum 20. Mal stattfand, von der glänzend aufgelegten Stefanie Hertel und Kultmoderator Arnulf Prasch, und in rasanter Abfolge gab sich das Who is who der volkstümlichen Musik- und Schlagerszene auf der Bühne ein Stelldichein: Andy Borg, Sigrid [&] Marina, Die Seer, Die Mayerhofner, Die Jungen Zillertaler, Francine Jordi, Hansi Hinterseer, Andreas Gabalier, Claudia Jung, Das Nockalm Quintett, Marc Pircher, Die Edlseer, Die Kastelruther Spatzen, Meissnitzer Band, Meilenstein und die Krochledernen. Darüber hinaus waren äußerst interessante Neuentdeckungen wie MataKustix, Harfonie, und Petra Mayer zu sehen. Viele neue Hits (von manchen Künstlern sind ja gerade erst durchweg empfehlenswerte neue Alben erschienen) wurden dem durchweg begeisterten Publikum präsentiert.

Bei Andy Borgs umjubelten Auftritten (er war ja am Freitag nicht anwesend, daher probte er am Samstag vor fast schon kompletten Publikum) passte sein neuer Titel „Weiße Wolken hoch am Himmel“ noch zur Wetterlage, Sigrid [&] Marina verbreiteten trotz Regen „Pure Lust am Leben”. „Leider zu gefährlich“ von Marc Pircher passte dann zum Glück nur fast, bei stärkerem Gewitter hätte ein Abbruch gedroht, die Jungen Zillertaler waren wie die Fans im Regen einfach nur „100 x verrückter“. Hansi Hinterseer – „Hallo kleines Engel“ – nahm es gelassen und hob die Hände in den nassen Himmel, Francine Jordis „Paradies“ ließ den Wolkenbruch vergessen. Und ganz versöhnlich war dann sicher der Abschluss von Andreas Gabalier – „Es wird alles wieder gut“.

Und auch vor und nach der Haupt-Show am Samstag überzeugten mit Melanie Payer und Melissa Naschenweng zwei sympathische und temperamentvolle Künstlerinnen aus Kärnten, die in diesem Jahr bereits erfolgreich in den deutschen und österreichischen Charts vertreten waren, das Publikum. (Ganz große Anerkennung übrigens an Melissa, die es mit ihrer sonnigen Ausstrahlung und ihren leidenschaftlich präsentierten Titeln geschafft hat, im Nachprogramm der „Musi-Regenschlacht“ dem seit Stunden von Nässe, Wind und Kälte gebeutelten Musikfreunden, die noch vor der Bühne waren, ein warmes Lächeln ins Gesicht zu zaubern – und sich beim Harmonikaspiel auch von einem Stromausfall bei der mittlerweile durch die Nässe reichlich lädierten Technik nicht beindrucken ließ.)

Die große TV-Show war sicher ein Höhepunkt, letztlich zog aber bereits das perfekt gestaltete Rahmenprogramm über die gesamte Woche davor Musik- und Naturliebhaber in die Region. Zahlreiche Wanderungen mit musikalischer Begleitung durch verschiedene Künstler und die Veranstaltungen vor dem Hauptwochenende mit Generalprobe und Sendung und natürlich die Kärntner Gastfreundschaft erfreuten die Gäste. So ist es dann auch kein Wunder, dass die Zahl der Stammgäste bei der „Musi“ ständig steigt.

Respekt muss ganz eindeutig (neben den Künstlern) auch dem fantastischen Publikum bezeugt werden, das den stundenlangen Dauerregen über sich ergehen ließ, ohne an Begeisterung und Beifall zu sparen. Leider hat dieser Regen auch die Erstellung vieler Fotos am Samstagabend verhindert, unser Equipment ist zwar spritzwassergeschützt, aber leider nicht unterwassertauglich. Und doch gab es so viele Eindrücke, die wir rund um das Event vor und hinter der Bühne für Euch festhalten durften. Stars machten Selfies mit Stars, Gedanken und Ideen wurden ausgetauscht. Und wenn dieser Regen etwas Gutes hatte: Unter einem nur wenige Quadratmeter großen Zeltdach mussten die Künstler und einige der anwesenden Größen im Musikgeschäft wirklich und wortwörtlich ganz eng zusammenrücken. So ein „Miteinander“ kann nie schaden.

Ein Jubiläumsständchen einiger Künstler für Moderator Arnulf Prasch durfte bei der Vorbereitung nicht fehlen, ebenso eine Laudatio für den Organisator Otto Lobenwein, dem wir nun schon 20 Jahre „Wenn die Musi spielt“ zu verdanken haben. Kaum zu glauben, dass die TV-Verantwortlichen vor einiger Zeit beinahe dieses Erfolgskonzept gekippt hätten.

Über manche der Künstler des diesjährigen Programms werden in nächster Zeit noch gesondert berichtet. Bis dahin wünschen wir Euch etwas Freude mit unserer Fotogalerie.

Schlager.de bedankt sich ausdrücklich bei den Organisatoren und Verantwortlichen dieser außergewöhnlichen Veranstaltung, die 15.000 Menschen zu einer friedlich und fröhlich feiernden Musik-Familie zusammengebracht haben.

Und vielleicht konnten wir das Interesse unserer lieben Leser wecken, auch einmal live dabei zu sein, wenn es am 23. Januar (Winter Open Air) und am 30. Juli 2016 (Sommer Open Air) wieder heißt „Wenn die Musi spielt“.

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