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Es ist offiziell: AUS der Stadlshow!

Es ist offiziell: AUS der Stadlshow! © Heiko Bremicker

Die regulären Sendungen der Stadlshow werden nicht fortgesetzt, es soll lediglich noch die Silvesterausgabe geben. Das wurde heute von den Verantwortlichen der Sender und soeben auch auf der Facebooks-Seite von Francine Jordi bekanntgegeben.

 

Hier die knappe Pressemitteilung des ORF:

„Nach eingehender Analyse der beiden Sendungen im September und zu Silvester sind die Partnersender ORF, BR/Das Erste und SRF zu dem Entschluss gekommen, die regulären Ausgaben der „Stadlshow“ nicht fortzusetzen. Die Silvesterausgabe mit Publikumslieblingen und Stars der Branche hat jedoch gezeigt, dass das Format auf diesem Sendeplatz Potenzial hat.

Die Partnersender sind nun übereingekommen, ihrem Publikum auch in diesem und im nächsten Jahr (2016 und 2017) zu Silvester eine gemeinsame Show aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen zu präsentieren. Details dazu werden im zweiten Halbjahr 2016 bekanntgegeben.“

 

Sofern man die Stadlshow (aus Höflichkeit) überhaupt noch als Musikantenstadl-Nachfolgerin bezeichnen kann, wurde damit eine weit über 30 Jahre bestehende, im früheren Format erfolgreiche, regelmäßige Eurovisionssendung ohne Not durch einen völlig unüberlegten und für das Stammpublikum nicht nachvollziehbaren Moderatorenwechsel, einen allen Marketinggrundsätzen widersprechenden Imagewechsel und ein – zumindest in der Startsendung der Stadlshow – am Publikum vorbeizielendes Musikkonzept vorsätzlich zu Grunde gerichtet. Das war auch durch die zumindest dem alten Konzept entsprechende Künstlerauswahl zu Silvester nicht zu retten! Dazu braucht man auch keine teuren „Analysen“ – der Untergang war seit der Trennung von Andy Borg und der Konzeptänderung vorhersehbar. Anscheinend haben die sogenannten Experten keinen Zugang zu sozialen Medien und haben nicht einmal die fast einstimmig vernichtenden Urteile auf ihren eigenen Seiten registriert!

 

Und immer noch haben die Verantwortlichen nicht verstanden, dass das Publikum auch zukünftig am Silvesterabend keine „Stadlshow“ sehen will. Sie wollen den Musikantenstadl, die alte Bühne und den gewohnten Moderator (bei Andy Borg verwenden wir bewusst nicht das Wort „alt“, weil wir es den TV-Verantwortlichen und ihren Beratern in ihrem Jugendwahn nicht gleichtun wollen). Und sie wollen den Musikantenstadl dauerhaft – die Anzahl der Sendungen pro Jahr ist ja eh schon erheblich reduziert worden. Aber das wird wohl ein unerfüllter Wunsch bleiben.

 

Dies ist ein sehr trauriger Tag – für das Publikum und die Künstler und alle Beteiligten aus Volksmusik und volkstümlichem Schlager, besonders auch den Nachwuchs, denen diese so wichtige Plattform (zumindest in ihrer früheren Form) genommen wurde. Schlager.de trauert man den Angehörigen einer ganzen Musikszene.

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