Der Stadl ist tot, es lebe der Stadl!

Der Stadl ist tot, es lebe der Stadl!

In der neuen Ausgabe des Musikantenstadl, gewissermaßen dem Stadl 2.0, also der offiziellen „Stadlshow“, die 2015 aus der Taufe gehoben wurde, steckte der Wurm drin, wie es scheint. Und das von Beginn an.

 

Das bemerkte jetzt auch die Moderatorin Francine Jordi, die 2015 mit ihrem Kollegen Alexander Mazza die Moderation des neuen Formats „Stadlshow“ übernommen hat. Die von Hause aus gut gelaunte Sängerin und junge Moderatorin tat in der Talkshow „Riverboat“ des MDR kund, „Der ‚Stadl‘ war schon tot, bevor ich ihn übernommen habe“ und gibt damit erstmals ihre Sicht für das Scheitern der neuen Version des jahrelang erfolgreichen Musikantenstadl. Denn am 12. Januar 2016 gaben die Sender ORF, BR/Das Erste und SRF offiziell das Ende der einst beliebten Volksmusik-Show bekannt, welches der mangelnden Quote der neuen Stadlshow geschuldet sein soll.

 

34 Jahre lang formierte die Volksmusikshow unter der Bezeichnung „Musikantenstadl“ und war äußerst erfolgreich, ja, ein Quotengarant, bis die Show im letzten Jahr eine Verjüngungskur mit neuer Moderation, neuem Design und Programm erfuhr. Andy Borg war im letzten Jahr trotz seines Widerstandes nach 10 Jahren als Moderator und Nachfolger von Karl Moik der Umgestaltung der Show zum Opfer gefallen und musste mit 55 Jahren abdanken und das neue Feld, die Stadlshow, dem Moderatorenpaar Francine Jordi und Alexander Mazza überlassen. Nicht jedoch ihnen, sondern den Entscheidungsträgern der Umstrukturierung gibt er die Schuld für den Misserfolg des neuen Formats (BILD). Denn sie hätten an den Interessen des Publikums vorbei entschieden.

 

Soll man den Worten von Francine Jordi glauben schenken, „Man hat probiert ihn (Musikantenstadl) noch einmal wiederzubeleben“, anders ausgedrückt, die Sendung war in den Augen der Entscheidungsträger bereits „tot“, zumindest für tot erklärt. Doch jeder weiß, dass auch die beste Verjüngungskur keine Toten erwecken kann. Schließlich fügt sie hinzu. „Wir kämpfen alle weiter, dass das irgendwie in einer anderen Form hoffentlich wiederkommt“. Und sagt nicht der Volksmund: „Totgesagte leben länger“?

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