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Standing Ovations für André Rieu in Ulm

Standing Ovations für André Rieu in Ulm © Thomas Rank

Von 2005 bis 2014 kamen weltweit 5,7 Millionen Zuschauern zu seinen Konzerten und sie erlebten Konzerte, die nicht nur “einfache” Konzerte sind. Rieu mischt die Musik mit viel Klamauk und lässt so seine Konzerte zu einem musikalischen Erlebnis werden. Das ist nicht nur Klassik, sondern pure Unterhaltung. Rieu weiss, wie man sein Auditorium unterhält und ihm so die klassische Musik der feinsten Sorte nahe bringt. Bei all seinen Konzerten nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der Musik. Wer die Möglichkeit hat, sollte seine Musik und seine Konzerte live genießen. Ein Fest für Augen und Ohren!

 

Jetzt, am 12. Februar, besuchte Rieu die Stadt Ulm während seiner großen Tournee. Vor Beginn sorgten Parkplatzprobleme dafür, dass viele Besucher nicht rechtzeitig zum Beginn des Konzertes von André Rieu in die Neu-Ulmer Ratiopharm Arena kamen. Als die Besucher es dann geschafft hatten, erlebten sie allerdings ein musikalisches Programm der Superlative.

 

André Rieu ist ein Weltstar und er spielt die Musik nicht nur, er lebt sie. Zusammen mit dem Johann Strauß Orchester war er fast auf den Tag genau nach zwei Jahren wieder in die Ratiopharm Arena gekommen. Bis auf den letzten Platz war die Halle auf dem ehemaligen Volksfestplatz ausverkauft. Und die Besucher bekamen für ihr Geld einiges geboten.

 

Rieu sagte, dass er sich im Hotelzimmer die Bettdecke über den Kopf zieht und dann von Neu-Ulm träumt. Sicherlich ein wenig geflunkert, aber natürlich schmeichelt ein solches Kompliment dem Publikum. Überhaupt bezog der fünffache Großvater das Publikum mit in sein Konzert ein, in dem er den „ Neu-Ulmer Nonnenchor“, wie er es bezeichnete, singen ließ.

 

Rieu hat zweilfelsohne ein grandioses Orchester hinter sich, das nicht nur etwas für die Augen ist sind, sondern auch für die Ohren. Das mehr als zweieinhalbstündige Programm begann mit dem Stück „Seventy Six Trombones” von M. Willson. Rieu entführte das Auditorium zu Beginn schon in die Welt der Klassik. Er spielte auch Stücke wie „Capricco Italien“ von Peter Tchaikovsky, „Un bel di vedremo“ von Puccini oder ein Medley aus der Csárdasfürstin von Emmerich Kálmán.

 

Bei dem Titel “Liebe du Himmel auf Erden” von Franz Lehár sang die Witwe von Maximilian Schell und gebürtige Neu-Ulmerin Iva, die jetzt an der Leipziger Oper singt, den Solo-Part. Und das tat sie brillant. Sie ließ dieses Werk zu einem musikalischen Erlebnis werden. Grandios war auch das Stück „Denk an mich“ aus dem Musical „Phantom der Oper“. Mit dem “Weißen Rössl” ging es dann anschließend in die Pause.

 

Dank André Rieu schneite es in Ulm

 

Der zweite Teil begann dann mit dem Schneewalzer. Stilgerecht schneite es dabei von der Hallendecke.

 

Grandios waren auch die „Platin Tenors“. Der Tasmanier Gary Bennett, der Ungar Belá Mavrak und Eric Reddet begleiten die Tour des gebürtigen Maastrichters André Rieu seit 12 Jahren. Ihre Stimmen sind “allererste Sahne”, genauso wie die Stimmen der Sopranistinnen Laura Engel, Mirusia Louwerse und Donij van Doorn. Mit ihren Solo-Parts ließen sie den Besuchern den Schauer über den Rücken laufen. Highlight dürfte neben dem “Säbeltanz” auch der Titel “Die schöne blaue Donau” gewesen sein. Bei dem Klassiker von Johann Strauß (der mit seiner Musik, so Rieu, dem Publikum seit 150 Jahren Freude bereitet) wurden von der Hallendecke Luftballons auf das Publikum fallen gelassen, die vielfach platzten und so einem Feuerwerk glichen.

 

Das letzte Lied “This Land is mine“ widmete André Rieu den Kindern und warb für Frieden auf der Welt. Während des Stücks wurden Bilder auf den Leinwänden eingespielt, die unbeschwerte Kinder beim Karussellfahren zeigten. Dass André Rieu nicht so leicht vom Publikum davonkommt ist klar und bei seinen Konzerten die Regel. Mehr als fünf Zugaben und zweidreiviertel Stunden später ging ein Konzert zu Ende, dass noch vielen Konzertbesuchern lange in Erinnerung bleiben wird. Danke André!

 

 

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