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“Ich würd’ es wieder tun” – Michelle im Interview

“Ich würd’ es wieder tun” – Michelle im Interview © Torsten Sobke

Schlagerstar Michelle hat aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Künstlerin sprach über ihr neues Album, das am 15. April 2016 erschienen ist. Ihre CD „Ich würd‘ es wieder tun“ spiegelt die blonde Powerfrau in all ihren Facetten wider. 20 Tracks über ein Leben als Achterbahnfahrt. Darüber und über ihre gewonnenen Einsichten gibt sie Einblick in ihrem folgenden Interview.

 

Dein Album beginnt mit dem Lied „Wir feiern das Leben“ …

Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir gerade auch in der heutigen Zeit nicht vergessen, dass es auch ganz ganz viele schöne Seiten im Leben gibt und dass man einfach mal die Augen schließen sollte und die guten Seiten hervorrufen sollte und einfach mal das Leben wirklich feiern sollte, so wie es ist, so, wie es gerade kommt, dass man einfach mal wieder die frische Luft genießen kann, sich auch an den Kleinigkeiten des Lebens erfreut, ja, dass das Leben sehr wertvoll ist und man nur dieses ein hat.

Bist Du zum Feiern aufgelegt?

Ich habe schon immer das Ziel gehabt, ich war immer schon der Mensch, der sagt, ich genieße mein Leben und bin ja auch so ein 100 % Mensch und mache eigentlich nichts mit 20 oder 30%, es muss immer 100 % sein und so auch das Leben.

Wenn Du auf Deinen neuen Album singst „Ich würde es wieder tun!“, dann fragt man sich, was Du wieder tun würdest …

Mein gesamtes Leben, es ist also wirklich ein Spiel auch in diesem neuen Album Ich würde es wieder tun“, dass mich sehr, sehr spiegelt und mich in sämtlichen Lebenssituationen auch beschreibt, die das Leben eben so hat, es hat ja wirklich sehr viele Facetten und ich würde es wieder tun haben wir speziell aus diesem Grund genommen, weil es genau das spiegelt, was ich bin, dass ich hinter allem stehe, was ich tue und das zu 100 % und einfach alles für richtig halte, selbst meine Fehler halte ich für richtig, weil Fehler sind dazu da, dass man daraus lernt und das Leben ist ein gesamter Lernprozess und Fehler gehören – ganz, ganz wichtig – genauso zum Leben wie eben auch die Sachen, die man eben fehlerfrei macht.

Du hast Dein Leben einmal eine Achterbahnfahrt genannt. Siehst Du das noch immer so?

Immer – immer wieder auf neue, ich bin immer noch in meiner Achterbahnfahrt. Manche Leben sind vielleicht nicht ganz so harte Achterbahnen, mein Leben ist eben ne harte Achterbahnfahrt, bergauf, Berg runter, links, rechts , hoch, runter, im Looping, aber ich glaube, das ist das Leben und so ist es eben, so funktioniert es, so ist es einfach auch, und wichtig ist, dass man auch alles mitnimmt und immer versucht, das Beste daraus zu ziehen.

Auf Deinem Album befinden sich 20 Tracks. Das ist ne ganze Menge …

Das ist ne Menge. Ich habe auch ne Menge zu erzählen, wir haben ja auch schon lange kein Album mehr gemacht und deswegen soll da auch ne Menge zu erzählen sein. Es ist ja auch ne Menge passiert in der Zeit, und deswegen haben wir auch ne Menge Songs..

Was ist das Wesentliche an den Texten auf diesem Album?

Einsicht! – Umsicht! Zu sich selbst finde, zu wissen, was man will und was man nicht will und hinter allem zu stehen, was man tut.

Fällt es Dir heute leichter, Dich an die Hand zu nehmen und zu Dir zu stehen?

Ich habe immer versucht, mich an die Hand zu nehmen, es war manchmal nicht so einfach, weil mir vielleicht die Kraft gefehlt hat, weil man vielleicht andere Dinge, gewisse Dinge anders gesehen hat, naja, ich würde nicht sagen, dass ich schwächer war, ich war immer ein sehr starker Mensch, sonst hätte ich mein Leben im gesamten nicht so meistern können, auch da bin ich ein 100 % Mensch, was kämpfen angeht, was durchgehen angeht, aber manchmal stellt einem da leben doch größere Steine in den Weg und da kann man dann doch nicht so leicht drüber hüpfen, da ist es dann doch zu schwierig, weil man es alleine als Mensch nicht schaffen würde und da ich ja immer so ein Einzelkämpfer bin im Leben, das war ich immer und, ich glaube, das werde ich auch immer bleiben, weil ich bin wie ich bin und das ist bestimmt auch manchmal nicht einfach, ja muss ich da eben alleine durch, wenn etwas im Leben, egal in welchem Leben, also auch bei anderen Menschen, irgendetwas nicht in Ordnung ist oder was nicht richtig ist, oder man fühlt sich unglücklich, dann muss man das Leben selbst verändern, nur man selbst kann das verändern, um glücklich zu sein.

Dein Album „Ich würd‘ es wieder tun“ ist Dein erstes Studioalbum seit 2012 …

Wir haben ganz, ganz viele Gespräche geführt, um die richtigen Produzenten zu finden, um dann auch die richtigen Songs zu finden, die einfach auch sämtliche Facetten von mir zeigen, und mein Leben so weit wie möglich widerspiegeln zu können und das haben wir gefunden und da haben wir ein ganz gutes Team von verschiedenen Produzenten zusammen gewürfelt, die einfach auch wirklich tolle Songs geschrieben haben, so dass das Album irgendwie rund ist, aber trotzdem nicht so klingt, als ob es von einer Hand ist, dass wir wirklich sehr viele verschiedene Facetten auf dem Album haben, wir haben wirklich Popsongs drauf, Schlagersongs drauf, natürlich haben wir auch die Balladen drauf, wir haben alles drauf, was eigentlich drauf muss.

Wer entscheidet über die Leider, wenn Du ein Album aufnimmst?

Ich – auf jeden Fall, ich weiß nicht, wieviel Songs ich gehört habe und wieviel ich raus gestrichen habe und wir raus gestrichen haben, einen Song oder den anderen Song haben wir natürlich auch diskutiert, weil man nicht gleicher Meinung ist, was in dem Team ja auch wichtig ist, dass man nicht immer einer Meinung ist und dass sich einfach immer so was bewegt, das einfach so ein bisschen lebt und dann ist man, dann probiert man einen Song aus und sagt danach, dann ist dann nicht der Song oder man wird überrascht, ok den habe ich drauf gesungen, der klingt jetzt doch ganz anders, der ist jetzt doch ein Michelle Song geworden und irgendwie passt es dann doch. So tastet man sich mit dem Team ran und also wir haben Hunderte von Songs gehört, also bis vor Studiobeginn und als wir im Studio waren, wir haben wirklich bis zum letzten Tag diskutiert, welche Songs wir im Endeffekt auch nehmen.

Wo stehst Du heute?

Ich denke einfach, dass ich ne gewisse Lebenserfahrung habe durch meinen ganzen Ritt, den ich die letzten 25 Jahre gemacht habe mit allen Höhen und Tiefen. Ich stehe genau da, wo ich stehe und fühle mich genau da richtig.

Du hast schon Abschied von der Bühne und dann bist Du trotzdem zurückgekehrt. Was ist passiert?

Das ist mein Leben, natürlich meine Kinder sind die Nummer Eins und das wird auch immer so sein, aber ich glaube, ich habe für mich einen ganz guten Weg gefunden, dass ich beides schaffe.

Wie empfandest Du Dein Engagement bei DSDS?

Man sitzt in einer Jury und die Leute erwarten, dass man sie beurteilt, das ist ja dann auch Sinn und Zweck, dass man sie beurteilt und ich beurteile sie einfach so, wie ich bin, mit dem was ich sage und würde niemals unehrlich sein, weil ich eben genauso bin wie ich bin.

Wie „titanisch“ ist Dieter Bohlen?

Sehr titanisch. Also ich finde, dass Dieter ein wahnsinnig toller Mensch ist, ich habe riesengroßen Spaß daran, mit ihm zu arbeiten. Er ist eins ehr einzigartiger Mensch, das ist ein Mensch, von dem man sehr, sehr viel lernen kann, er hat wahnsinnig viel in seinem Leben erlebt und ist einfach ein Arbeitstier, er weiß ganz genau, was er tut, er weiß ganz genau, was er macht und weiß genau, wie weit er gehen kann, er hat eine wahnsinnig tolle Familie, wir waren ja auch auf Jamaica zusammen und ich habe mit seinen Kindern am Strand Sandburgen gebuddelt, das war wirklich gang ganz toll und ich habe auch den Menschen dahinter kennen gelernt, den Vater und das ist einfach ein Profi durch und durch, vor dem ich meinen Hut ziehe.