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Ronny Weilands Gala der Magie und Gefühle

Ronny Weilands Gala der Magie und Gefühle © Heiko Bremicker

Am vergangenen Sonntag hat der sympathische Sänger mit der tiefen, starken Stimme (die nicht von ungefähr an Ivan Rebroff erinnert) wieder zu seiner alljährlichen Gala in seiner thüringischen Heimatstadt Apolda eingeladen und viele Fans und hervorragende Künstlerkollegen sind seinem Ruf in die vollbesetzte Stadthalle gefolgt. Ronny Weiland und die historische Glockengießerstadt Apolda – das passt irgendwie zusammen. Seine unvergleichliche Bass-Stimme durchdringt den ganzen Körper – eben wie eine Glocke, eine ganz große, die auch einen Dom schmücken würde.

Die Zuschauer durften sich über eine mehr als vierstündige „Gala der Magie und Gefühle“ freuen, in der der Gastgeber mit unnachahmlich präsentierter leichter Klassik genauso begeisterte wie mit schwungvollen und gefühlvollen neuen Titeln und einem Ausblick auf die bald erscheinende neue CD. Wenn Ronny Weilands „Russische Seele“ erwacht und auch die schwierigsten, manchmal melancholischen Melodien mit Leben füllt, sind das immer ganz besondere Augenblicke. Nicht umsonst hat der Ausnahmekünstler als Überraschungsgast bei der letztjährigen Musikantenstadl-Tournee auch in einem eher Spaß-orientierten Programm immer wieder stehende Ovationen erhalten.

Große Gefühle (vor allem beim weiblichen Publikum) weckte auch sein Künstlerkollege und guter Freund Graziano. Mit seiner warmen, weichen Tenorstimme und seinen romantischen Schlagern ist der liebenswerte Bozener nur scheinbar ein musikalischer Gegensatz zu Ronny Weiland, denn beide ergänzen sich wunderbar, wie man bei einem Duett erleben konnte. Beide Künstler verfügen über den gleichen Charme, Humor und eine ganz besondere Publikumsnähe, und Ronny Weiland ließ es sich nehmen, seinem Freund dafür ein „goldenes Mikrofon“ als Auszeichnung zu überreichen.

Magische Momente und ein mehr als erstauntes Publikum gab es mit Peter Valance, einem Zauberkünstler und Illusionisten der Extraklasse. Ein fliegender Tisch, ein Schneesturm aus dem Wasserglas und andere unglaubliche Überraschungen, gepaart mit viel Humor, waren eine echte Bereicherung der Show. Magisch waren auch die Klänge, die Daniela de Santos ihren Panflöten entlockte. Sie sympathische Siegerin des Grand Prix der Volksmusik (1996 – „Monte Cristallo“ mit Partner Dirk) bezauberte mit der charmant erzählten Geschichte ihres eigenen musikalischen Lebens und wundervollen, meisterhaft gespielten Melodien jeden im Saal und musste – wie auch die anderen Künstler – etliche Zugaben geben. Wie sehr wünscht man sich da ein so breit gefächertes, anspruchsvolles und gleichermaßen unterhaltsames Programm auch mehr im Fernsehen.

Ronny Weiland selbst wird bald im Fernsehen zu sehen sein. Am 31.07. ist er zu Gast bei „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. An genau diesem Tag wäre der große Ivan Rebroff 85 Jahre alt geworden – Ronny Weiland wird ihn sicher gebührend ehren.

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