Exklusivinterview mit Ella Endlich beim Bestwiger Gastgarten

Exklusivinterview mit Ella Endlich beim Bestwiger Gastgarten © Felix Weber

Sie gehört zu den Ausnahmekünstlerinnen. Ella Endlich begeistert zum einen mit einer fantastischen Stimme, zum anderen mit ausgezeichneten Entertainer-Qualitäten. Wir haben für Euch Ella Endlich bei einem Gastauftritt im beschaulichen Örtchen Bestwig im schönen Sauerland getroffen, dort, wo schon 2007 Helene Fischer ihren ersten Auftritt hatte und eine beispiellose Karriere ihren Lauf nahm.

Lest jetzt hier mehr über die Pläne, TV-Shows, den ESC und natürlich das aktuelle Album von Ella Endlich!

SCHLAGER.DE:

Liebe Ella, wir sind hier in einem kleinen Örtchen im Sauerland, liebst Du diese Art der publikumsnahen Auftritte?

ELLA ENDLICH:

Klar, ja, ich mag beides sehr gerne, also die größeren Auftritte auf der Bühne mit Orchester, aber eben auch so wie heute ist das doch immer wieder schön, wenn Du die Leute so aus der Nähe begeistern kannst. Ich mag einfach diesen Streueffekt, wenn die Leute vorbei laufen, stehen bleiben, und man sie begeistern kann.

SCHLAGER:DE:

Bereitest Du Dich auf solche relativ kleinen Auftritte anders vor als zum Beispiel für TV-Auftritte?

ELLA ENDLICH:

Ja, klar! Das Fernsehen hat ja seine eigenen Regeln, da hat man vielleicht seine 3 Minuten Auftrittszeit. Man muss sich gut überlegen, welchen Song man wählt, entsprechend muss ich auf die Kameraeinstellung achten. Also das ist schon ein Unterschied.

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Ella Endlich

Ella Endlich – Spuren auf dem Mond (Offizielles Video)
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SCHLAGER:DE:

Apropos TV-Shows, vieles wird abgesetzt. Auch im Radio werden immer weniger deutsche Schlager gespielt, obwohl die Nachfrage immens ist. Wie erklärst Du Dir das, und was kann man ändern – aus Sicht der Künstler?

ELLA ENDLICH:

Das ist schwer. Auf der einen Seite gibt es eine große Bewegung in die Breite aus dem kleinen Segment heraus, was ja sehr gut ist und auch gut tut. Andererseits beklagen sich alle über zurückgehende Verkaufszahlen. Ich kann dazu jetzt eigentlich gar nicht so viel sagen. Es hat viel mit Politik zu tun hat, wo Schwerpunkte gesetzt werden, trotzdem finde ich die Entwicklung, dass wieder so viel deutsch gehört wird, toll. Wenn ich bedenke, in meiner Jugendzeit wurde ganz viel Black Musik gespielt. Das waren fast 8 Jahre, in denen man nichts anderes gehört hat und deutsche Musik kaum gespielt wurde.

SCHLAGER.DE:

Du bist eine Künstlerin mit wahren Entertainer-Qualitäten. Könntest Du Dir vorstellen, eine eigene Show zu moderieren? Es gab da ja schon einmal etwas im MDR…

ELLA ENDLICH:

Ja, doch klar! Partiell hatte ich ja in der Tat schon im MDR die Gelegenheit dazu – das war 2011. Dinge auszuprobieren macht sehr viel Spaß: unterwegs zu sein, Leute zu treffen. „Leipzig bei Nacht“ war eine tolle Erfahrung. Aber auch an die Sendung auf Schloss Moritzburg, in der u.a. Andrea Berg und David Garret zu Gast waren, denke ich gerne zurück. Ich habe das sehr genossen und könnte es mir für die Zukunft durchaus sehr gut vorstellen. Aber im Vordergrund steht erst einmal die Musi und nicht das Moderieren.

SCHLAGER.DE:

Gute Überleitung zu Deinem aktuellen Album „ Träume auf Asphalt“. Wie kam es zu diesem Titel, welche Aussage verbirgt sich dahinter?

ELLA ENDLICH:

Es war einfach eine schöne Symbolik darin. Das ganze Album ist quasi eine Ode an die Freiheit. Das Loslassen und Abstreifen von Konventionen, von dem, was man glaubte, das richtig sei. Wenn ich jetzt zum Beispiel an „Adrenalin“ denke. In den Moment hinein zu gehen, dieses Hier und Jetzt zu fühlen, ist im Grunde das Einzige, was wir Menschen haben. Klar, können wir uns Konstrukte bauen, die uns die nächsten 40 Jahre absichern. Viele Menschen leben in der Vergangenheit, nur ganz wenige erleben die Qualität, im Hier und Jetzt zu sein. Ja, davon erzählt das Album.

SCHLAGER.DE:

Kommen wir zum Thema ESC. War es eine wertvolle Erfahrung für Dich, und würdest Du es noch einmal anstreben?

ELLA ENDLICH:

Ich würde es nochmals machen, denn ich habe es – sagen wir mal – recht sportlich gesehen und als Herausforderung, obwohl ich etwas Unbehagen gespürt habe. Man weiß ja, dass die Karriere dadurch nicht unbedingt nach oben geschraubt wird. Es war ein mutiger Schritt und wird es immer bleiben für jeden Künstler, der sich dieser Geschichte stellt. Ich fand meinen Beitrag einfach wichtig, weil er deutsch war, deswegen wollte ich dabei sein.

SCHLAGER.DE:

Wie sehen Deine Pläne für 2016 aus?

ELLA ENDLICH:

Erst einmal habe ich einen ganz bewegten Sommer hinter mich gebracht, war viel auf Tour, habe wahnsinnig schöne Konzerte erlebt, fühle, wie das Album gerade so richtig lebendig ist. Das tut mir gut und macht Riesenspaß. Wenn ich in den Herbst blicke, erwartet mich am 1. Oktober die erste TV-Sendung bei Carmen Nebel, wo ich auch „Spuren auf dem Mond“ singen werde. Das wird eine tolle Performance geben mit vielen Leuten, und ach, es wird einfach spannend werden. Dann kommt sowieso der Herbst, und da steht der Märchenklassiker im Vordergrund.

Schlager.de bedankt sich recht herzlich für das schöne Interview und wünscht alles erdenklich Gute.