Eine Zeitreise mit dem König – Jürgen Drews mit Band in Limburg

Eine Zeitreise mit dem König – Jürgen Drews mit Band in Limburg © Gerhard Wingender

Die Bühne ist in ein majestätisches dunkles Rot getaucht. Die Instrumente im Hintergrund sind darin nur schemenhaft zu erkennen. In der Mitte steht ein goldener Thron. Noch steht dieser mit dem Rücken zum Publikum, aber er lässt bereits ahnen, dass hier heute einer Majestät gehuldigt werden soll. Sehr viele sind gekommen um dem König ihre Ehrerbietung zu erweisen. Die Halle ist bis auf den letzten Platz besetzt. Sie alle wollen den König erleben, den König von Mallorca.

 

Sonst meist auf Dorffesten, in Diskotheken, gerne auch in Kirmeszelten und natürlich ganz oft in seiner zweiten Heimat auf Mallorca zu Gast, gibt sich Jürgen Drews heute in der Stadthalle in Limburg die Ehre. Aber nicht nur die Location ist eher für ihn ungewöhnlich.

Während er sonst bei seinen Auftritten üblicherweise alleine auf der Bühne steht und zur Tonkonserve singt, hat er heute seinen musikalischen Hofstaat dabei. Dieser Hofstaat, seine Band, kann sich wirklich sehen und vor allem hören lassen. Zur sonst meist anzutreffenden 4er-Besetzung mit Bass, Gitarre, Keyboard, Schlagzeug, gesellt sich bei Jürgen Drews zusätzlich ein dreistimmiger Bläsersatz bestehend aus Saxophon, Posaune und Trompete. Das ist die standesgemäße Untermalung für einen König und demzufolge ist auch der Sound heute Abend prächtig, königlich.

Seine Leidenschaft sei Alles was Spaß macht, sagt eine Stimme die Jürgen Drews ankündigt. Irgendwann wollte er ein König sein und 50 Jahre später sei der Wunsch erfüllt worden. Auf der Video-Leinwand werden während diesem Intro zum Einmarsch des Schlager-Monarchen Fotos aus seinem Leben gezeigt. Ganz private Momente und lustige Fotos aus dem Familienalbum sind da zu sehen.

„Hier ist der Mann aus dem Kornfeld! Man nennt ihn den König von Mallorca“ heißt es dann und Jürgen Drews steht auf der Bühne. Wie ein wahrer König zieht er seine Untertanen sofort in seinen Bann. Bereits nach den ersten musikalischen Takten steht der gesamte Saal, tanzt und klatscht frenetisch mit.

Es ist eine musikalische Zeitreise auf die uns Jürgen Drews heute mitnimmt.

Im ersten Teil seines Konzertes geben die Titel der Les Humphries Singers sowie die Hits von Jürgen Drews der 70er und 80er Jahre den Ton an. Auf der Leinwand werden dazu die Covers der Singles sowie die dazu gehörigen Jahreszahlen der Veröffentlichung eingeblendet. Kaum zu glauben, dass die Titel teilweise schon mehr als 40 Jahre alt sind. Das hört man ihnen genauso wenig an, wie man auch dem 71jährigen sein Alter definitiv nicht an sieht.

Im Publikum sieht man die ein oder andere Dame ihrem Mann einen vorwurfsvollen Blick zuwerfen. Schau Dir den an, der ist locker 15 Jahre älter als Du und macht eine deutlich bessere Figur sieht man ihre Augen sprechen.

Aber auch wenn man dem König von Mallorca seine 71 Lenze nicht anmerkt, seine 50 Jahre Bühnenerfahrung merkt man ihm an. Während bei manch anderem Künstlern auswendig gelernte oder zumindest eingeübte Moderationen vorgetragen werden, plaudert Jürgen Drews ganz locker und doch völlig souverän mit seinem Publikum. Da wirkt nichts künstlich oder irgendwie einstudiert, es ist alles echt und authentisch, aber dennoch jederzeit professionell.

Jürgen Drews sagt, er sei froh, wieder mit Band unterwegs zu sein. Seine Frau Ramona habe ihn gefragt wieso er nicht wieder im Band auf Tour gehen würde. Sie ist also schuld, dass er wieder mit Band unterwegs ist! Schade, dass sie heute Abend nicht dabei ist, denn dieses „Danke Ramona!“ in den Augen des Publikums hätte sie sicher auch gerne gesehen.

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Kaum kehrt zwischen den Titeln mal Ruhe in der Halle ein, rufen viele aus dem Publikum die Titel, die sie gerne hören würden. Drews sagt, er könnte „stundenlang singen“, er habe so viel Material, aber er habe „sich halt entscheiden müssen“. Einer im Saal ruft „wie im Film“ um seinen nächsten Musikwunsch zu signalisieren aber der Drews antwortet: „Sch… das habe ich auch nicht!“. Aber es nimmt ihm niemand übel. Denn dieser Künstler hat wirklich zu viele Titel um alle in ein einziges Konzert zu packen.

Der zweite Teil des Konzertes gehört dann der musikalischen Gegenwart von Jürgen Drews. Mit seinen Partyhits und Discofox-Titeln heizt seine Majestät der Halle ein und feiert mit seinen Untertanen unterstützt von seinen beiden reizenden Tänzerinnen eine rauschende Party. Außer eigenen Titeln werden auch Coverversionen wie „Hände zum Himmel, Hände zur Hölle“ eingestimmt und so führt die musikalische Zeitreise in kürzester Zeit vom Kornfeld über Jürgens Schloss bis mitten in den Kölner Karneval.

Als Jürgen Drews zum Schluss den Klassiker von Roland Kaiser „Am Ende bleiben Tränen“ singt, wurde längst der Bereich zwischen der Bühne und der ersten Sitzplatzreihe zu Stehplätzen umfunktioniert. Alle stehen direkt an der Bühne und sitzen tut niemand mehr im Saal. Aber bei den Gästen bleiben am Ende keine Tränen! In den Gesichtern sieht man überall nur Lachen und Begeisterung; Begeisterung über diese bemerkenswerte musikalische Zeitreise mit Jürgen Drews und seiner Band.

Ein tolles Konzert das man unbedingt miterlebt haben sollte! Leider gibt es aktuell nur noch eine einzige Chance Jürgen Drews mit Band live zu erleben. Am Samstag den 25.11. tritt er in der Turbinenhalle in Oberhausen auf. Aber vielleicht lässt er sich ja noch mal von seiner Frau Ramona überreden und 2017 heißt es noch einmal „Jürgen Drews mit Band in Concert“.

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