Michele Joy spricht im Exklusiv-Interview über seine Anfänge

Michele Joy spricht im Exklusiv-Interview über seine Anfänge © German Popp

Wer seine Angebetete mit dermaßen schwärmerisch-schönen Melodien zum Herzensdiebstahl anstiftet wie es Michele Joy tut, der will seine Mitschuld gar nicht leugnen: „Du kannst mir ruhig mein Herz klauen“ heißt die brandneue Singleauskopplung von Senkrechtstarter Michele Joy, der erst im Herbst mit dem Album „Verfluchte Samstagnacht“ für Furore gesorgt hat und zuletzt u.a. mit Anni Perka und Maxi Arland unterwegs war auf Weihnachts-Tour. Die extrem schwungvolle neue Single „Du kannst mir ruhig mein Herz klauen“ erscheint am 17. März 2017 und wir hatten das Vergnügen ein exklusives Interview mit ihm führen zu dürfen.

SCHLAGER.DE: Lieber Michele, aktuell läuft in vielen Radiostationen Deine Singleauskopplung „Du kannst mir ruhig mein Herz klauen“ aus Deinem Album „Verfluchte Samstagnacht“. Erzähl uns doch mal ein wenig über die Entstehungsgeschichte und was die Aussage des Titels ist!

MICHELE JOY: Die Entstehung ist ganz schnell erzählt. Der Titel wurde mir von meinem Onkel G.G. Anderson und seinem langjährigem Partner Engelbert Simons vorgespielt, ging in mein Ohr und nicht wieder raus … (lacht). Die Zeile „Du kannst mir ruhig mein Herz klau’n“ finde ich extrem stark und vor allem die Melodie ist phänomenal. Ich bin gespannt, wie sich die Nummer entwickelt.

 

SCHLAGER.DE: Wer könnte Dir denn Dein Herz klauen, oder besser gesagt wie kann man Deines erobern?

MICHELE JOY: Da ich seit einiger Zeit geschieden bin, ist mein Herz wieder zu klau’n. Mein Herz kann man am besten mit Natürlichkeit erobern. Die Dame sollte einfach so sein, wie sie ist und sich nicht verstellen. Es sind vor allem auch die kleinen Dinge, die von Herzen kommen, mit denen mich eine Lady fangen kann.

Das ist die neue Single von Michele Joy!

 

SCHLAGER.DE: Deine Songs verbreiten schon sehr viel Lebensfreude. Wie wir wissen, hast Du ja einen wirklich sehr harten Hauptjob. Erzähl doch bitte mal etwas mehr darüber und wie Du den Spagat zwischen beiden Tätigkeiten schaffst?

MICHELE JOY: Ich bin von Grund auf ein positiv eingestellter Mensch. Grundsätzlich ist das Glas bei mir immer halb voll und nicht halb leer. Ja, ich habe noch einen Hauptjob und zwar arbeite ich in der Psychiatrie im Nachtdienst. Tja…wie schaffe ich den Spagat zwischen Musik und meinem Hauptjob? Das ist eine gute Frage… Momentan ist es leider so, dass ich noch zweigleisig fahre, da ich von der Musik alleine noch nicht leben kann. Es gehört viel Disziplin dazu, weil ich mit zunehmendem Alter die Doppelbelastung immer mehr spüre. Die Energie dafür hole ich mir durch lange Spaziergänge mit unseren Hunden, viel Meditation und manchmal einfach auch mal Feiern gehen mit guten Freunden. Jetzt kürzlich hatte ich erst die Situation, dass mein Onkel mit der Schlager-Hitparaden-Tournee in unserer Heimatstadt Eschwege gastierte und er mich fragte, ob ich spontan auftreten wolle. Natürlich sagte ich sofort ja. An diesem Wochenende konnte ich leider nicht den Dienst tauschen, somit hatte ich fünf Nachtdienste am Stück. Das heißt, dass ich an dem Samstagmorgen aus dem Nachtdienst kam. Dann habe ich bis mittags geschlafen, nachmittags den Auftritt gehabt und abends wieder in den Nachtdienst. Das war schon eine sehr belastende Situation. Dies ist jedoch nicht die Regel. Im Normalfall habe ich meist frei, wenn ich Auftritte habe. Mein Ziel und Wunsch ist es jedoch, von der Musik einmal gänzlich leben zu können.

 

SCHLAGER.DE: Dein aktuelles Album heißt „Verfluchte Samstagnacht“, welches Dein Onkel G.G. Anderson produziert hat. Wie würdest Du die Beziehung zwischen Euch bezeichnen? Ist es in der Szene eher ein Fluch einen so berühmten Onkel an der Seite zu haben oder doch Segen?

MICHELE JOY: Ich möchte ganz ehrlich sein. Als ich mit der Musik angefangen habe, das heißt auch größere Auftritte dazu kamen, habe ich es immer gänzlich vermeiden wollen, dass ein Moderator einer Veranstaltung das so sehr öffentlich macht. Ich hatte eine Situation bei einem Auftritt, da fragte mich der Moderator des Abends, was er über mich alles ansagen könne. Ich habe ihm ein bisschen erzählt und gebeten meinen Onkel nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, sondern eher mich. Das Ende vom Lied war, dass er mich fünf Minuten anmoderierte und davon waren gefühlte 4:50 Min über meinen Onkel und lediglich ein Satz über mich. Die Geschichte erzähle ich heute immer noch gerne und kann mittlerweile sehr darüber lachen. Ich habe schlussendlich auch bemerkt, je mehr ich dagegen angekämpft habe, umso extremer wurde es. Auch dieser permanente Vergleich war eine Lernaufgabe. Ich hatte halt immer den Ehrgeiz, es alleine zu schaffen. Ich habe meine ersten 2 ½ Alben komplett selber finanziert – in Verbindung mit meiner Ex-Frau. In dieser Zeit hatte ich schon kleine Erfolge mit meinen Songs, die ich alle komplett selber mit meiner Mutter geschrieben habe. Jedoch war irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem ich auf der Stelle getrabt bin. Es ging nicht vor und nicht zurück. Steffi, meine Ex-Frau, hat mich immer wieder in meinen Allerwertesten getreten und mich zu meinem Onkel gescheucht (lacht). Ja, und irgendwann habe ich mein Ego zurückgeschraubt, bin zu ihm und habe gefragt, ob er mich unterstützen würde. Er sagte sofort: „Na klar mein Junge“. Ich bereue diesen Schritt auf gar keinen Fall, es war das Beste was ich machen konnte und bin wirklich stolz, solch einen tollen Onkel und zugleich auch Patenonkel zu haben. Von dem „alten Hasen“ kann ich noch sehr sehr viel lernen.

 

SCHLAGER.DE: Welche Projekte liegen bei Dir als nächstes an? Du gehst, glaube ich, auf Schlagerreise, richtig? Sieht man Dich ebentuell auch demnächst im TV?

MICHELE JOY: Ja, richtig. Vom 02.-09. Mai bin ich auf großer Schlagerreise auf Mallorca mit vielen, vielen tollen Künstlern. Dazu gehören u.a. mein Onkel, Nino de Angelo, Bernhard Brink, Michael Holm, Olaf Henning, Olaf von den Flippers, u.v.a. Ich glaube, das wird eine geile Woche. Ja, und des weiteren werde ich Mai beim SWR4 Wanderspass zusammen mit meinem Onkel die Bühne rocken. Zum Ende des Jahres hin, am 28. Oktober, bin ich auf dem „Schlager.de-Partyboot“ in Köln mit dabei, also eurer Veranstaltung, wo ich auch wieder mit vielen tollen Künstlern Gas geben werde. An diesem Tag freue ich mich ganz besonders auf Maite Kelly. Sie ist eine faszinierende Künstlerin.

Schlager.de bedankt sich ganz herzlich für die Zeit, die Du Dir genommen hast und wir freuen uns auf noch viele spannende Projekte von Dir!

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