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Leinen los, volle Kraft voraus! – Santiano auf Kaperfahrt mit 17.000 Fans

Leinen los, volle Kraft voraus! – Santiano auf Kaperfahrt mit 17.000 Fans © Kay Fracasso / Schlager.de

Hieß es beim Auftritt am Samstag noch „Land unter“ mit Sturmböen und Schauern, erstrahlte Bad Segeberg zum Zusatzkonzert am Sonntag bei schönstem Frühlingswetter. Insgesamt 17.000 norddeutsche Seebären pilgerten zur Freilichtbühne am Kalkberg, um mit Santiano in See zu stechen.

 

Noch ist die Bühne durch ein großes schwarzes Tuch verdeckt. Nur am Rand, der an ein mächtiges Wikingerschiff erinnert, kann man schon erkennen, dass heute nicht Old Shatterhand mit Winnetou die Friedenspfeife rauchen wird. Um 18.00 Uhr lässt ein Nebelhorn die Apachenkulisse erbeben, Meeresrauschen ertönt aus den meterhohen Boxen. Und schon fühlt sich das schleswig-holsteinische Publikum heimisch und spürt das „Salz auf unserer Haut“. Mit einem Kanonenschuss und Feuerfunken fällt der mächtige Vorhang und gibt den Blick auf ein riesiges Schiff frei. Die 5-köpfige Besatzung Santiano beginnt, die Planken zu rocken.

Kapitän Björn Both begrüsste am Sonntag seine 6.700 Mitglieder im Alter von 5 -75 Jahren starke Crew an Bord der Santiano mit politischen Statements gegen Rechts, mokierte sich über „die islamistischen Vollpfosten, die versuchen, unsere Welt zu zerstören“, und ließ natürlich auch die vorangegangene Landtagswahl nicht unkommentiert. Nachdem dann genug politisches Seemannsgarn gesponnen war, machten die Shanty-Rocker weiter, mit dem, was sie am besten können: verschiedene Genres wie Schlager, Irish Folk und Seemannslieder zu einem unverwechselbaren Sound zu verknoten. „Lieder der Freiheit“, der Titelsong „Santiano“, die „Buddel voll Rum“ und „Walhalla“ brachten die Kalkberger Crew zum durchgehenden Mitklatschen und die Reihen zum Wogen von Steuerbord nach Backbord und umgekehrt. „Es ist geil, wie Ihr das auch ohne Musik macht“, lobte der Kapitän.

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„Hoch im Norden“ wurde rund zwei Stunden lang über Gott, den Seemann, „Die Alte und das Meer“, „Wasser“ und „Johnny Boy“ gesungen. Und das Publikum klatschte durchgehend mit, sang und tanzte – ein typisches Wochenende, wie man es sich in Schleswig-Holstein vorstellt. Bleibt nur noch: Im Norden sagt man Tschüß und „Jungs, kommt bald wieder!“