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Jürgen Drews großartiges Konzerttourfinale in Wernigerode

Jürgen Drews großartiges Konzerttourfinale in Wernigerode © Rike und Mario Hinze / Schlager.de

„Wo im Harz der Teufel los ist“, so ein Slogan der „Seilbahnen Thale Erlebniswelt“, dieses trifft bekanntlich auch auf die komplette Harzregion zu. Neben vielen Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen im ganzen Harz gibt es immer auch hochkarätige Events, wo den Besuchern viel geboten wird. Am 20.05.2017 fand in der wunderschönen Touristenstadt Wernigerode das letzte Live-Konzert mit Band im Rahmen der „Alles war am besten“–Tour von Jürgen Drews statt. Mit einer beeindruckenden Zeitreise durch sein Leben und seine Karriere stellte er wieder einmal unter Beweis, dass er noch immer alle Altersklassen von jung bis alt in seinen Bann ziehen kann.

„Der König von Mallorca“, den Beinamen erhielt Jürgen Drews 1999 von Thomas Gottschalk in einer „Wetten dass…“ – Sendung auf Mallorca, wollte es sich nicht nehmen lassen, vor seinem Konzert noch standesgemäß das berühmte und sehenswerte Wernigeröder Schloss zu besuchen, zu dessen Füßen er am Abend den „Fürstlichen Marstall Wernigerode“ zum Beben bringen sollte, hatte leider die Zeit nicht ganz gereicht. „Aber irgendwo, irgendwie, irgendwann sieht man sich wieder“. Bei seiner fürstlichen Übernachtung im „Hotel Schloßpalais Wernigerode“ hinterließ der König auf alle Fälle eine bleibende positive Erinnerung.

Punkt 20 Uhr begann mit einer hochkarätigen Live-Band, die aus hochprofessionellen Musikern bestand, das letzte „Alles war am besten“-Konzert dieser Tour. Schon als “Onkel Jürgen” die Bühne betrat, war die Stimmung im Publikum im bis auf den letzten Platz ausverkauften „Fürstlichen Marstall Wernigerode“ am Brodeln.

Im ersten Teil präsentierte Jürgen Drews seinen Zuschauern ein Mix aus eigenen älteren Songs und Liedern aus seiner Zeit bei den Les Humphries-Singers. Auch wenn manche im Publikum zu dieser Zeit noch nicht geboren waren, ließen sie sich mitreißen und feierten ausgelassen mit den teilweise schon über 40 Jahre alten Songs. Auf Großleinwand wurden immer wieder die Jahreszahlen der Hits und Bilder aus der Kindheit, Jugend und Karriere eingeblendet. Unterstrichen wurde die Show durch Tanzeinlagen der bezauberten Tänzerinnen von La Vida Loca, die die Stimmung immer mehr einheizten.

In der wohlverdienten Pause hatten wir die Möglichkeit, Jürgen Drews in der Garderobe ein paar Fragen stellen zu können. Sehr offen erzählte er uns, dass er in seinem Leben nichts geplant hat und dass sich alles so ergäben hätte. Eigentlich wollte er zu Anfang nie bei den Les Humphries Singers dabei sein, ließ sich jedoch zu einer Teilnahme 1970 an einer Tournee überreden, die nur ein paar Monate dauern sollte. Daraus wurden dann 5 Jahre, in denen er mit der Band tourte. Spaßig sagte er dann, dass er als geborener Arztsohn, der sein Medizinstudium 1967 begonnen und später abgebrochen hat, 1975 nicht mehr mit dem Studium fortsetzen brauchte, dann sei es zu spät gewesen.

Wünsche habe er lediglich, dass er weiterhin gesund bleibe und noch viele Jahre seinem Publikum treu sein könne. Ans Aufhören denke er noch lange nicht, sei es aber irgendwann soweit, dann würde er es kurzfristig entscheiden. Geplant seien auf jeden Fall noch viele Projekte, so wohl auch eine Deutschlandtour 2018. Auf die Frage, ob er in seinem Leben irgendwas bereue, oder welche Zeit er am besten fand, verwies er auf seinen Song „Es war alles am besten“, in dem er sein Leben aufarbeite. Stolz sei er auf die Zusammenarbeit mit vielen Kollegen wie zum Beispiel den Puhdys, mit denen er den Song „Wir wollen die Eisbären sehen“ aufnahm. Bei diesem Song hatte Jürgen Drews erst an ein Projekt zum Schutz der noch lebenden Eisbären gedacht, jedoch merkte er erst später, dass es eine Hymne für eine Eishockeymannschaft war.

Er betonte mehrfach, dass die Musik sein Leben sei und dass er es alles aus Spaß an der Freude mache. Das merkt man dem mittlerweile 72-Jährigem sympathischen Vollblutmusiker auch an. Die Konzerte und die Musik scheinen wie ein Jungbrunnen für ihn zu sein, denn bei diesem Elan auf der Bühne merkt man ihm sein Alter beim besten Willen nicht an! Dass er immer noch auf Tour gehe, verriet Jürgen, sei seiner Frau Ramona geschuldet, sie riet ihm dazu, was er nicht bereue. Anscheinend ist es das, was er außer seiner Familie braucht, die Bühne und sein Publikum, um fit und glücklich zu bleiben.

Im 2. Teil begann er anfänglich nur lediglich mit seinem Banjo und einigen seiner Hits die Massen auf weitere 1,5 Stunden einzuheizen, was ihm auch grandios gelang. Allen Anwesenden war jetzt klar, jetzt sollte der Partyteil beginnen! Mit seinen neuen und etwas älteren Hits brachte er die Stimmung zum Kochen. Er bewies allen, dass auch er im gesetzteren Alter noch immer der König auf der Bühne ist! Die Zurufe aus dem Publikum „Ausziehen“, beantwortete er lächelnd mit der Aussage „Ramona sagt, dass man sich in meinem Alter auf der Bühne nicht mehr auszieht.“.

Mit vielen seiner Hits und persönlichen Berichten von Jürgen Drews gingen die über drei Stunden Live- Konzert für alle Beteiligten viel zu schnell zu Ende. Nach unzähligen Zugaben nahm sich Jürgen Drews nach dem Konzert noch sehr viel Zeit für seine Fans und erfüllte ihnen kurze Gespräche und Autogrammwünsche. Als er erfuhr, dass Claudia Menßen, ein Fan, eine Wegstrecke von über 500 km vom Niederrhein auf sich genommen hatte, nur um dieses Konzert zu besuchen, war er sehr überwältigt und machte spontan hinter der Bühne ein Bild mit ihr.

Mit einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns nach diesem letzten grandiosen „Alles war am besten“ – Live–Konzert weit nach Mitternacht von Jürgen Drews und seiner hervorragenden Crew, die gemeinsam diese Tournee zu einer unvergesslichen Erinnerung bei allen Gästen werden ließ. Mit einem lachenden Auge freuen wir uns, dass Jürgen Drews ankündigte, erneut 2018 auf große Deutschland – Tour zu gehen, natürlich auch diesmal wieder Live mit Band! Wir sind gespannt!