Beatrice Egli und Mitch Keller auf einer Bühne

Beatrice Egli und Mitch Keller auf einer Bühne © Andrea Ney/Schlager.de

Klein, fein aber absolut großartig und besonders – so haben die 300 Gäste in der Nahetal Arena das Konzert von Beatrice Egli und Mitch Keller am vergangenen Samstag erlebt. Normal fasst diese Konzertarena ca. 1.000 Gäste aber SWR 4 Rheinland-Pfalz präsentierte diesen Abend in einem exklusiven Rahmen. Ein musikalisches Geschenk für 300 Hörerinnen und Hörer des rheinland-pfälzischen Senders. Die Karten gab es nicht im Vorverkauf, sondern nur zu gewinnen. Zwei tolle Künstler und das zudem „Hautnah“; das hat man tatsächlich nicht alle Tage.

 

Nach der Begrüßung durch SWR 4 Moderator Michael Münkner machte Mitch Keller den Anfang. Seit über 20 Jahren arbeitet der gebürtige Berliner bereits in der Musikbranche – sei es als Studiomusiker, Songwriter oder aber als Synchronsprecher. Erfahrungen, auch internationale, konnte er in dieser Zeit viele sammeln; arbeitete er doch bei verschiedenen Produktionen namhafter Künstler, wie z. B. Andreas Gabalier oder auch Matthias Reim mit.  Bei den Konzerten von Matze Reim stand er zudem auch als Background-Sänger auf der Bühne. Erst 2015 trat Mitch Keller aus der zweiten sozusagen in die erste Reihe und veröffentlichte am 18. September vor zwei Jahren sein Debütalbum „Einer dieser Tage“. Fast alle Songs des Erstlingswerkes stammen aus seiner Feder. Am 02. September nun begeisterte Keller das Publikum in Gensingen und das tatsächlich vom ersten Ton an. Moderne Popschlager gehören ebenso zu seinem musikalischen Repertoire wie auch ganz wunderbare Balladen Und natürlich durfte auch sein Erfolgstitel „Zuhause“ nicht fehlen. Zuhause fühle er sich aber auch auf der Bühne in Gensingen. Eine tolle Location gab er zu und brachte seine Begeisterung für diese Konzertarena zum Ausdruck. Überaus natürlich und sympathisch intoniert er mit ausdrucksstarker und kraftvoller Stimme. Und im Publikum lauscht man gebannt und fasziniert seinen Songs. Ehrlich und echt kommt er rüber und bei jeder Interpretation spürt man vor allem auch sein positives Lebensgefühl und eine schier unbändige Liebe und Leidenschaft zur Musik. Ein ganz besonderes Highlight waren die beiden Songs, die er dann – lediglich rhythmisch von zwei Musikern begleitet – unplugged zum Besten gab. Die Titel „Für immer“ und „Einer dieser Tage“ präsentierte er in ganz speziellen Akustikversionen. So hat man diese Songs nie zuvor gehört. Gänsehaut; nicht nur im Publikum, sondern auch beim Künstler selbst. Das war wirklich ganz großes Kino, da war man sich sogleich einig. Im Anschluss an seinen Auftritt erzählte er dem Moderator, dass er auch beim Album „Bis hierher und viel weiter“ von Beatrice Egli mitgewirkt hat; als Chorsänger und Texter. Und für die Egli CD „Kick im Augenblick haben die beiden sogar ein Duett aufgenommen.

Bevor aber der wohl erfolgreichste Schlager Export aus der Schweiz, Beatrice Egli, die Bühne betrat, erfüllte Mitch Keller selbstverständlich und gerne den Wunsch nach einer Zugabe.

Tolle Show von Beatrice & Mitch

© Andrea Ney/Schlager.de

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Mit Beatrice Egli und ihrer Band gab´s musikalisch dann den absoluten „Kick im Augenblick“. Da stand ein blonder Wirbelwind auf der Bühne; eine sympathische Künstlerin die zudem ganz viel Herzenswärme ausstrahlte. Jung, frisch, charmant und fröhlich. Das Publikum hat die Schweizerin sozusagen „im Sturm“ erobert. Mit einem Lächeln, das ansteckt, überstrahlte Egli schier alles. Die Stimmung hätte besser nicht sein können und das schon bei den ersten Titeln, die von Beatrice Egli und ihrer Band präsentiert wurden. So kunterbunt und fröhlich wie ihre Art war auch ihr erstes Bühnenoutfit. In einem leuchtend gelben Kleid mit modischen pinken Accessoires betonte die Schlagerprinzessin irgendwie auch ihr sonniges Gemüt. Quirlig, lebendig und stimmlich absolut brilliant präsentierte „sweet Beatrice“ einen Querschnitt ihrer großen Hits und bot zudem eine grandiose Live-Performance. Und da es sich in High Heels nicht so wirklich „rocken“ lässt, wählte sie für ihr nächstes Outfit dann pinkfarbene Glitzerturnschuhe und setzte damit farblich wiederum modische Akzente, passend zur pinkfarbenen Jacke. „Glitter und Glamour“ sind das eine. Dass sie es selbst gerne auch mal laut und rockig mag, verriet wohl auch ein Stück weit ihr „Rolling Stones Shirt“. Aber natürlich weiß sie auch mit den „leisen Tönen“ zu begeistern, denn gerade auch hier kann sie stimmlich absolut brillieren. Dass sie selbst ihren „Kompass“ im Leben noch nicht gefunden hat, verrät sie offen und ehrlich mit einem gefühlvollen gleichnamigen Lied. Beatrice Egli und das Publikum sind schnell auf einer Wellenlänge und als Egli von der Bühne den Klaus Lage Titel „1000 mal berührt“ oder aber „99 Luftballons“ von Nena anstimmt, verwandelt sich die Arena in einen großen stimmgewaltigen Chor. Beim Song „Bitte bitte“ suchte Egli die Nähe zum Publikum. Ihrer charmanten Aufforderung „Bitte bitte halt mich und drück mich noch einmal“ kamen die Freunde und Fans ihrer Musik natürlich gerne nach. So manchen „Drücker“ holte sich Egli gleich „vor Ort“ ab. Und selbstverständlich ließ man auch die Schweizerin nicht ohne Zugaben von der Bühne. „Jetzt hab ich das Programm überzogen“, verriet sie nach der Show dem Moderator des Abends. Der aber hatte das Konzert ebenso genossen wie alle Besucher und bedankte sich nicht nur im Namen des Senders, sondern mit drei großen Luftballons. Der Hintergrund: Beatrice Egli hatte vor ein paar Tagen auf ihrer Facebook-Seite geschrieben, dass bei ihr und Rüdiger (einen Luftballon hatte Egli kürzlich Rüdiger benannt) sozusagen „die Luft raus“ ist. Hier musste natürlich schnellstens für Ersatz gesorgt werden und das sehr zur Freude von Beatrice. Es war alles in allem ein grandioser Konzertabend mit Beatrice Egli und Mitch Keller. Schlager.de sagt Merci vilmal und sendet liabi Grüassli in die Schweiz und ein herzliches Dankeschön natürlich auch nach Berlin.

Und eine kleine Anmerkung noch zum Schluss und diese ist vor allem in die Richtung der bösen Stimmen und Kritiker gerichtet, die kürzlich ihre Stimme erhoben haben, dass Beatrice Egli arrogant geworden sei und auch für Autogramme und Fotos nicht mehr unbedingt bereit ist. Wir von schlager.de können das absolut nicht bestätigen und möchten hier nochmals deutlich unterstreichen, wie volksnah Beatrice Egli – gerade auch am Samstagabend – war und ist. Sie genoss den Abend sichtlich und vor allem auch das „Bad in der Menge“ während ihrem Auftritt in Gensingen. Und auch nach der Show war sie für die Freunde und Fans ihrer Musik da. Beatrice schrieb fleißig Autogramme und erfüllte wirklich jeden Wunsch nach einem gemeinsamen Foto.

Andrea NeyAutor: