Beatrice Egli und Maite Kelly im Kinofilm „MY LITTLE PONY“

Beatrice Egli und Maite Kelly im Kinofilm „MY LITTLE PONY“ © PR

Prinzessin Twilight Sparkle bereitet gerade das große Freundschaftsfestival vor, als der machtbesessene Sturmkönig mit seiner Kommandantin Tempest Shadow in Ponyville einfallen. Tempest verlor als Kind ihr magisches Horn und hat damit auch den Glauben an die Macht der Freundschaft verloren. Zusammen mit dem bösen König möchte sie den Prinzessinnen von Ponyville ihre magischen Fähigkeiten nehmen. Twilight gibt aber so schnell nicht auf. Sie flieht mit ihren Freundinnen, um Hilfe zu holen. Hierbei erleben sie jede Menge Abenteuer. Werden es die Ponys schaffen, ihr Zuhause gegen das Böse zu schützen? Was die Story anfangs schrill und bunt vermuten lässt, hat am Ende eine berührende Message.

Am 5. Oktober wird’s ponytastisch. Dann kommt „MY LITTLE PONY“ – Der Film in die deutschen Kinos. Die große Premiere mit den Stars fand am 3. Oktober im Berliner Zoo-Palast statt.

Maite Kelly spricht das düstere Pony Tempest Shadow und Beatrice Egli synchronisiert die quirlige Prinzessin Skystar. Vor wenigen Tagen hat Schlager.de die beiden Stars zu einem Interview in Berlin getroffen. Was sie uns über den Film und sich selbst erzählt haben, verraten wir Euch hier!

Schlager.de: Beatrice, du singst und sprichst Prinzessin Skystar, welche den kleinen Helden aus Ponyville helfen möchte. Seit Kindertagen bist du mit der Musik verbunden. 2013 hast du die zehnte Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen.
Was hat dich dazu bewegt, für einen Animationsfilm zu synchronisieren, also sozusagen hinter der Kamera zu stehen?

Beatrice Egli: Auf mich kam die Anfrage zu, ob ich das machen möchte. Ich wollte zunächst einmal wissen, um was es in diesem Film geht und welche Rolle ich spiele. Fragen über Fragen, die ich zuvor hatte. Wenn ich etwas mache, dann muss es passen. Der Film sollte eine Message haben. Und er hat wirklich eine schöne Message. Das Hauptthema ist die Freundschaft. Als zweifache glückliche und mega stolze Tante passt das auch irgendwie alles zusammen. Durch den Film wird ganz vielen Kindern etwas mitgegeben. Zeitlich hat es bei mir auch bestens gepasst. Im Sommer hab ich mich etwas von den Medien zurückgezogen. So konnte ich meine Synchronrolle sprechen. Für mich war es eine ganz neue Erfahrung gewesen. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Dabei war ich froh, dass mir meine Schauspielausbildung sehr geholfen hat.

Schlager.de: Maite, du hast deine Stimme Tempest Shadow geliehen. Sie ist das dunkle Pony an der Seite des mächtigen Sturmkönigs, der die Welt beherrschen möchte. Seit Kindertagen bist du im Showbusiness zu Hause. Wie bist du zu der Rolle gekommen?

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Maite Kelly mit Schlager.de-Redakteur Marcel Stephan

Maite Kelly: Die Liebe zur Erzählung hat mich dazu bewogen. Ich komme ja aus einer poetischen Hippie-Familie. Wir alle haben Lieder geschrieben. Es geht immer darum, durch Geschichten Messages zu transportieren. Ich spiele seit meinem 28. Lebensjahr immer wieder in Musicals und betätige drei Talente: Tanz, Schauspiel und Gesang. Das sind Wege, um die Menschen ganz tief zu berühren. In MY LITTLE PONY geht’s um Freundschaft und Gemeinschaft. Ich glaube, dass da eine sehr starke Message drin steckt. Die Figuren wären nicht so erfolgreich, wenn sie nicht das symbolisieren, was wir in unserer Gemeinschaft doch alle haben. Alle Elemente im Film sind aus dem Leben gegriffen. Und mit Tempest habe ich eine großartige Figur gesprochen. Das Schöne widert sie an. Sie fühlt sich ausgeschlossen und schließt sich letztlich auch selbst aus. Wir haben alle ein Schneckenhaus, wo wir uns einigeln und sagen, die Welt ist böse und deshalb verstecke ich mich hier drin. Alle Anderen sind schuld, dass ich mich nicht traue, rauszugehen. Das ist wichtig, dass auch die Kinder eine solche Figur sehen. Für mich war es eine große Ehre, Tempest Shadow stimmlich so auszufüllen. Einerseits ist sie sehr kalt und nüchtern. Andererseits ist’s aber ein Hilfeschrei nach Liebe.

Maite Kelly verleiht ihre Stimme

Schlager.de: Beatrice, du bist ein lebensfroher Mensch, der auf der Schlagerbühne Power und Volldampf gibt. Wirft der Rollencharakter Parallelen zu dir selbst auf? Erkennst du dich in der Rolle von Skystar ein wenig wieder?

Beatrice Egli: (Lacht). Ja, das Überdrehte, was im Film natürlich viel viel mehr ist. Die Energie die Skystar hat liebe ich. Nach über 6 Stunden Synchronsprechen war ich echt durch. Die so große Energie und das hohe Level, auf dem die Figur spielt, haben mich ganz schön angestrengt. Ich bin auch sehr energiegeladen. Die Energie ziehe ich aus dem, was ich mache. Der Antrieb von Skystar ist die Liebe zu den anderen Ponys. Das ist für mich einfach was ganz ganz Schönes. Es ist eine Rolle, die sehr viel Gemeinsamkeit mit mir hat. Ich konnte viel von mir mitgeben. Man merkt nicht gleich von Anfang an, dass das die Beatrice ist. Ich habe Töne in die Rolle gegeben, die bei mir nicht tagtäglich zu hören sind.

Schlager.de: Es handelt sich hier um einen animierten Musical-Film, der auf den Hasbro-Figuren von „My Little Pony“ basiert. 
Maite, kanntest du diese Spielfiguren zuvor? Du hast ja selbst drei Töchter.

Maite Kelly: In den 1980er Jahren waren die Figuren ein Riesen Boom in Amerika. Mein Vater war ein Hippie. Er hat Barbie-Puppen gehasst. Und das aus gutem Grund. Sie vermitteln ein falsches Frauenbild. Wir hatten alle so Holzspielzeuge. Das Einzige, was mein Vater an Kommerz durchgehen ließ, waren tatsächlich „My little Ponys“. Diese bekam ich für fifty Cents. Ich hatte eine Kiste mit zwölf verschiedenen Ponys. Ich habe sie geliebt. Das war Teil meiner Kindheit. Meine Tochter Solène ist ein Riesen „My little Pony“-Fan. Sie hat sich sofort angedockt. Ich brauchte nichts zu machen. „My little Pony“ ist zwar mehr für kleine Kinder, aber dennoch ist das Einhorn Thema bei uns. Bei der letzten Party war alles auf Einhorn gemacht. Natürlich musste Mama einen Einhorn-Kuchen backen. Ich bin fast durchgedreht (Lacht). Habe zwei Tage daran gebaut. Aber immerhin habe ich das Einhorn aus Marzipan hinbekommen. Wir haben so gelacht. Es sah eher wie ein Gaul aus (Lacht herzhaft). Wir planen gemeinsam als Familie im Einhorn-Kostüm ins Kino zu gehen. Gerne kuscheln wir abends im Einhorn-Kostüm. Wir sind halt Mädchen.