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Michele Joy: “Niemand ist perfekt”

Michele Joy: “Niemand ist perfekt” © Torsten Sobke/Schlager.de

„Das ist die Party des Jahres“, so hieß es in einem der Songs von Michele Joy. Besser könnte man es nicht bezeichnen, die Premiere des Schlager.de – Partybootes! Mehr als 1.400 Schlagerfans feierten mit ihren Stars an Bord des größten Partyschiffes, welches auf den Binnengewässern Europas anzutreffen ist, u.a. auch mit dem sympathischen Sänger Michele Joy. Nach seinem fulminanten Auftritt hatten wir die Gelegenheit mit ihm zu sprechen…

 

Glückwunsch zu Deinem fantastischen Auftritt! Nicht nur das Schiff hast du zum Beben gebracht, sondern auch deine Single auch deine aktuelle Single „Alles was Du willst“, welche du mit deinem Onkel G.G. Anderson singst, läuft in den Charts hervorragend. Stört es Dich, an deinem Onkel gemessen zu werden?

Bei dem Titel mache ich es so, dass ich sage „Ich habe Euch da wen mitgebracht. Bitte begrüßt GG. Anderson!“. Weiß Du, alle schauen dann ein wenig irritiert, weil ich live singe und mein Onkel dann vom Band, aber das ist okay. Klar, wenn wir in der Tat mal zusammen unterwegs sind, ist er natürlich mit im Programm, weil er auch unglaublich eingängig ist. Wo Du sagst mit dem Schiff zum Beben bringen – das stimmt schon. Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich Drogen nehme vorher! (lacht) Das tue ich natürlich nicht. Ich trinke auch keinen Tropfen Alkohol. Die einzige Droge ist mein Publikum. Das Adrenalin, was in dem Moment freigesetzt wird, ist einfach geil und man schlüpft für einen Moment in eine „heile Welt“ und kann abschalten.

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Michele Joy

Michele Joy – Wie eine Sinfonie (offizielles Video)
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Wie schaut es mit einem neuen Album aus?

Wir sind auf jeden Fall dran mit Telamo und das wird dann in der Tat schon mein viertes Album sein. Gerade suchen wir die Songs. Mein Onkel und ich schreiben viele Titel und unser Produzent Gerd Jakobs stellt da echt hohe Ansprüche. Das erste Album war toll, doch das Nächste soll dann noch besser werden.

“Zwei völlig unterschiedliche Welten”

Bist Du eigentlich eitel? Hast Du Schwächen, an denen Du vielleicht noch arbeiten möchtest?

Ach, eigentlich „Nö“. Also wenn ich durch Eschwege laufe, dann gerne auch mal in Jogginghose. Klar, wenn ich weggehe oder Auftritte habe, so wie heute, dann achte ich schon darauf. Und klar, Macken habe ich auch. Ich bin sehr temperamentvoll und kann im Streit schon ziemlich aus der Haut fahren. Daran müsste ich schon arbeiten aber klar – Niemand ist perfekt und vielleicht fällt mir später noch was dazu ein…

Du bist hauptberuflich ja immer noch sehr eingespannt in deinem Job in einer Psychiatrie! Wie kannst Du das mit dem Singen vereinbaren?

Klar, dass sind natürlich zwei ganz unterschiedliche Welten. Wenn ich mit der Schlagerfamilie unterwegs bin, da bist Du in der heilen Welt und auf der Sonnenseite des Lebens. Dann als Kontrast den Job in der Psychiatrie, wo ich meine Nachtschichten schiebe. Das ist schon teilweise sehr hart. Ich kann die meisten Fälle, die man dort vor Augen hat, sehr gut wegstecken, aber manchmal nimmt man doch, wenn vielleicht auch unbewusst, etwas mit nach Hause. Von August bis Oktober war ich jetzt gut mit Auftritten verplant, worüber ich wirklich sehr dankbar bin und ich weiß, das ist mein leben und mein Ziel ist es, es zu meinem Hauptberuf zu machen. Das kann mit dem nächsten Album kommen, vielleicht aber auch erst in ein paar Jahren, vielleicht auch nie – man weißt es nicht. Ich bin am Wochenende wieder mit meinem Onkel unterwegs, der versucht mich da immer öfters mit reinzubekommen, aber ich bin natürlich auch stolz darauf, dass ich viele Dinge alleine geschafft habe. Viele Phrasierungen und Gestiken sind nun auch gleich bei uns aber ganz ehrlich? Ich habe es für mich angenommen und ich will das ja auch gar nicht leugnen, denn ich bin ja absolut auf für meinen Onkel und das ist auch völlig okay so! Ich habe viel gelernt in der Zeit, in der ich mit dem Partner von G.G., Engelbert Simons, mit dem er schon seit Jahrzehnten zusammen schreibt, im Studio saß. Mir wurde die Angst genommen, die ich durchaus hatte, indem gesagt wurde: „Junge, wenn mal ein falscher Ton dabei ist, dann ist es nicht tragisch. Hauptsache, Du machst alles mit viel Herz und Leidenschaft.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dir , lieber Michele, und wünschen weiterhin viel Erfolg!