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Peter Maffay: “Endlich 18!” – zum 18. Mal erklimmt er die Spitze der Albumcharts

Peter Maffay: “Endlich 18!” – zum 18. Mal erklimmt er die Spitze der Albumcharts © Andreas Ortner

Ein absolutes generationsübergreifendes Phänomen ist zweifelsohne Peter Maffay. Der gebürtige Rumäne startete bereits 1970 als Schlager- und Schnulzensänger seine Laufbahn mit einem Nummer-1-Hit namens „Du“ und entwickelte sich im Laufe der Zeit immer wieder weiter und erfand sich stets neu – genau das dürfte das Erfolgsrezept seiner einmaligen Karriere sein. Aktuell hat er zum 18. Mal ein Album an die Spitze der deutschen Album-Charts positionieren können – ein gewaltiger Rekord, nicht mal ansatzweise ist das einem anderen nationalen oder internationalen Act in Deutschland geglückt. Auf Platz 2 der ewigen Bestenliste steht James Last mit 13 Nummer-1-Alben, gefolgt von Herbert Grönemeyer und Madonna (je 12).  Wir werfen noch mal einen Blick zurück auf die bisherigen Nummer-1-Alben des Superstars…

Nummer 1: Steppenwolf (1979)

Ende der 1970er Jahre unternahm Peter Maffay mehrere große Reisen – u. a. durch die Sahara und zur Antarktis. In jener Zeit entstanden die Lieder für ein Album, das den Imagewechsel vom Schlager- zum Rocksänger ebnete: „Steppenwolf“, benannt nach einem Roman von Hermann Hesse. Unter anderem ist auf dem Album der Megahit „So bist Du“ enthalten. Das mit großen Teilen von Udo Lindenbergs Panikorchester eingespielte Album war Peter Maffays erste Nummer 1 in den Album-Charts. Gleich 9 Wochen hielt sich die LP an der Spitze.

Nummer 2: Frei sein (1979)

Der überwältigende Erfolg von „Steppenwolf“ rief die damals sehr aktiven TV-Merchandiser auf den Plan. Die Firma Arcade verkoppelte Maffays große Hits auf einem Sampler und nannte die Best-Of-Kopplung „Frei sein“. Der Erfolg blieb nicht aus – die Hitkopplung war 5 Wochen lang Spitzenreiter der Album-Charts.

Nummer 3: Revanche (1980)

Mit „Revanche“ knüpfte Maffay nahtlos an das „Steppenwolf“-Album an. Rock’n’Roll und Rock-Balladen beinhaltet das imposante Album, das erneut 8 Wochen die Spitze der Album-Charts erobern konnte. Ein Song des Albums wurde zum Kult-Hit: Maffays Cover des Karat-Songs „Über sieben Brücken musst Du gehen“.

Nummer 4: Ich will leben (1982)

Mitten in der Blütezeit der Neuen Deutschen Welle gelang es Peter Maffay erneut, die Nummer 1 der Charts zu erobern. Auf seinem Rockalbum sprach er auch politische Themen an. Ein bekannter Song des Albums ist „Eiszeit“, ein Titel, in dem es um den kalten Krieg ging. Ganz vergessen hat er seine Schlagerwurzeln nicht. Der religiös angehauchte Titel „Lieber Gott“ wurde in der ZDF-Htiparade vorgestellt – auch dort erreichte Maffay die Spitzenreiter-Position.

Nummer 5: Caramboulage (1984)

Mit seinem Rock-Pop-Album „Caramboulage“ gelang Peter Maffay der fünfte Nummer-1-Streich. Mit „War ein Land“ präsentierte er dem Publikum eine Ballade, während „Karneval der Nacht rockig gehalten war. Zwei Wochen lang hielt sich das Album als Spitzenreiter der Album-Charts.

Nummer 6: Sonne in der Nacht (1985)

Neben dem Titellied sorgte insbesondere der Klassiker „Ein Wort bricht das Schweigen“ für Aufmerksamkeit, als Peter Maffay 1985 sein „Sonne in der Nacht“ veröffentlichte. Erneut standen viele Musiker Udo Lindenbergs für die Studio-Aufnahmen zur Verfügung. Gleich 7 Wochen hielt sich das Album an der Spitze.

Nummer 7: Tabaluga und das leuchtende Schweigen (1986)

Nach seinen vielfältigen Erfolgen als Rockmusiker hatte Peter Maffay die Idee, ein Konzeptalbum für Kinder zu kreieren, das sich um einen Drachen rankt. Gemeinsam mit Gregor Rottschalf und Rolf Zuckowski kreierte er bereits 1983 das Album „Tabaluga oder die Reies zur Vernunft“. Das war so erfolgreich, dass 1986 eine Fortsetzung erschien – im Gegensatz zum ersten Teil der Tabaluga-Story konnte sich Teil 2 („Tabaluga und das leuchtende Schweigen“) 3 Wochen lang an der Spitze der Albumcharts positionieren.

Nummer 8: Lange Schatten (1988)

Drei Jahre nach seinem letzten Album erschein mit „Lange Schatten“ wieder ein heiß ersehntes Rock-Album Peter Maffays – diesmal wurde es gar als Doppelalbum veröffentlicht. Als Coproduzent des Albums hatte sich Tony Carey etabliert. Drei Wochen hielt sich das Album als Spitzenreiter.

Nummer 9: Kein Weg zu weit (1989)

Das letzte Album der 1980er Jahre von Peter Maffay erschien kurz vor dem Mauerfall. Den Titelsong und vier weitere Lieder textete Roland Kaiser (unter Pseudonym). Mit „Tiefer“ gelang nach längerer Zeit auch wieder ein erfolgreicher Single-Hit. „Kein Weg zu weit“ hielt sich eine Woche an der Spitze der Charts.

Nummer 10: 96 (1996)

Sieben Jahre nach seinem letzten Nummer-1-Album schaffte Peter Maffay mit seinem pragmatisch nach dem aktuellen Jahr „96“ benannten Album wieder den Sprung an die Spitze der Charts. Mit „Siehst Du die Sonne“ und „Freiheit, die ich meine“ beinhaltet die CD gleich zwei sehr populäre Maffay-Klassiker, die beide von Rockröhre Jule Neigel getextet wurden. Das einzige Nummer-1-Album der 1990er Jahre war drei Wochen lang Spitzenreiter der deutschen Album-Charts.

Nummer 11: Heute vor dreißig Jahren (2001)

Zu Beginn des Jahrtausends blickte Peter Maffay auf eine 30-jährige Gesangskarriere zurück. Mit „Du“ gelang ihm 1970 sein erster Nummer-1-Hit. Das war Grund genug, einige seiner Klassiker in ein neues Gewand zu packen. Teilweise waren die Song-Klassiker kaum wiederzuerkennen. – Das Projekt wurde „Heute vor dreißig Jahren“ genannt und war ein großer Erfolg. Die CD hielt sich drei Wochen an der Spitze der deutschen Album-Charts.

Nummer 12: Laut und leise (2005)

Nach längerer Zeit wurde es 2005 wieder Zeit für ein Rock-Album. Gleich 18 Titel wurden auf zwei Silberlingen unter dem Motto „Laut und leise“ verewigt – erneut war der Erfolg großartig, das Album hielt sich drei Wochen lang an der Spitze der Charts. Wie der Name schon sagt, war das Albm kontrastreich: „Leise“ Balladen wechselten sich mit „lauten“ kraftvollen Rocksongs ab. Das Publikum nahm es dankbar an – für das Album wurde ihm seine 20. Platin-LP verliehen.

Nummer 13: Ewig (2008)

Von der Kritik (z. B. laut.de) nicht gerade positiv angenommen – Songautoren wie Lukas Hilbert und Alex Christensen kamen nicht wirklich gut weg – war auch der 2008er Album „Ewig“ ein kommerzieller Erfolg. Zum 13. Mal schaffte Peter Maffay es an die Spitze der Albumcharts und hielt sich dort eine Woche lang.

Nummer 14: Tattoos (2010)

Zum 40-jährigen Jubiläum blickte Peter Maffay erneut auf seine Karriere zurück. Unter dem vielsagenden Titel „Tattoos“ spielte er seine Klassiker abermals neu ein – diesmal mit Sinfonieorchester. Die Rechnung ging auf – mit dem 14. Nummer-Eins-Album stellte er einen Rekord auf – keinem anderen Interpreten bzw. keiner anderen Gruppe ist das bislang geglückt. Inzwischen wissen wir, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Nummer 15: Tabaluga und die Zeichen der Zeit (2011)

Die Tabaluga-Story wurde auch im Jahr 2011 fortgeschrieben. Gemeinsam mit dem Ex-Monrose-Star Mandy Capristo wurde der Titel „Die Zeit hält nur in Träumen an“ veröffentlicht. – Zum zweiten Mal gelang mit einem Tabaluga-Album für eine Woche der Sprung an die Spitze der Charts.

Nummer 16: Wenn das so ist (2014)

Sein letztes hochprozentig live eingespieltes Rock-Album „Wenn das so ist“ erreichte 2014 einmal mehr Platin. In dem Jahr wurde Maffay auch der Echo für sein ehrenamtliches Engagement verliehen. „Wenn das so ist“ hielt sich zwei Wochen an der Spitze der Charts. Angesichts der gleichnamigen ersten Single des Albums ist man geneigt zu sagen: „Halleluja“.

Nummer 17: Tabaluga – Es lebe die Freundschaft (2015)

Das bislang letzte Tabaluga-Album „Es lebe die Freundschaft“ schaffte es erneut an die Chartsspitze. Es wirkten hochkarätige Gastmusiker wie Laith Al-Deen, Johannes Oerding, Bully Herbig, Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Tim Bendzko mit.

Nummer 18: MTV Unplugged (2017)

Nach vielen anderen seiner sehr erfolgreichen Kollegen wie zuletzt Andreas Gabalier und Westernhagen, hat sich nun auch Peter Maffay des beliebten Konzepts „MTV Unplugged“ angenommen und mit seiner Band und mit Gästen wie Johannes Oerding seine Klassiker (fast) ohne Kabel eingespielt.  Im halleschen Steintor-Variete wurden viele der Klassiker in ruhiger und beschaulicher Atmosphäre neu eingespielt. Neben altbekannten Liedern wählte der Musiker auch Leider aus, die eher im Schatten stehen. Kein Wunder ist, dass Maffay seinen gigantischen Rekord ausbauen konnte und nun sagen darf: „Endlich 18“ – angesichts seines 18. Nummer-Eins-Albums.

Schlager.de gratuliert herzlich!