Suche

Das erwartet Euch bei der Tour von Nino de Angelo

Das erwartet Euch bei der Tour von Nino de Angelo © Schlager.de/Andrea Ney

Nino de Angelo – der „Mr. Jenseits von Eden“ ist zurück auf der Bühne und seit September nun auf großer Solo-Tournee. Nachdem er bereits im März im Rahmen seiner Center Promotion- und Autogrammstundentour anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Albums „Liebe für immer“ Station in Koblenz machte, kehrte er nun auch im Rahmen seiner Tour zurück in die rheinland-pfälzische Stadt am Deutschen Eck. Dort wo die Mosel in den Rhein mündet, gastierte er am Sonntag Abend in der Rhein-Mosel-Halle. Und auch wir von schlager.de durften einen ganz besonderen Konzertabend genießen. Klein – aber fein und schon der Bühnenaufbau versprühte einen gewissen Wohnzimmercharakter. Eine gemütliche Couch, eine kleine Bar, der Garderobenständer, an dem verschiedene Sakkos platziert waren und einige persönliche Accessoires – wie z. B. “Rudi”, die Puppe, die sich Nino de Angelo aus Papier und einem Handtuch seinerzeit im Big Brother Haus bastelte. Oder aber eine Siegertrophäe aus der ARD Musikshow „Formel 1“, die an den ersten Platz für den Titel „Jenseits von Eden“ am 09. Januar 1984 erinnert.

Im nächsten Jahr steht Nino de Angelo bereits seit 40 Jahren auf der Bühne. Und kaum einer kennt die Achterbahn des Lebens und das Karrierekarussell so wie er. Höhen aber auch Tiefen sind Teil seines musikalischen aber auch privaten Weges. Dennoch hat de Angelo eines nicht verlernt: immer wieder aufzustehen. Und er selbst gibt offen und ehrlich zu, dass der Erfolg seinerzeit vielleicht auch zu früh kam. 17 Jahre jung war der gebürtige Karlsruher mit italienischen Wurzeln als er entdeckt wurde und mit 20 Jahren bereits ein gefeierter Schlagerstar. Einen schier kometenhaften Aufstieg und den schnellen Ruhm bescherte ihm seinerzeit der Drafi Deutscher Titel „Jenseits von Eden“. Und auch Pop-Titan Dieter Bohlen wurde auf den jungen de Angelo aufmerksam und produzierte mit ihm den Titel „Flieger“, mit dem er 1989 für Deutschland beim Eurovision Song Contest startete und damit den 14. Platz belegte. Und auch der englischsprachige Titel „Samurai“ – der Titelsong der TV-Serie „Rivalen der Rennbahn“ – stammt aus seiner Feder. Und allem Anschein nach gibt es vielleicht bald eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit. Wir sind gespannt.

Nino de Angelo begeistert mit seiner wunderbaren Stimme

Nino de Angelo überraschte in diesem Jahr mit gleich zwei neuen Albumproduktionen. Neben „Liebe für immer“ wurde „Das Beste“ veröffentlicht – eine musikalische Reise von damals bis heute. Beim „Best of Album“ erscheinen die Hits von damals in ganz neuem Gewand, denn alle wurden neu arrangiert und neu aufgenommen. Die Songs von einst verblüffen mit einem ganz außergewöhnlichen Sound.

Klick Dich hier in das aktuellste Video Deines Stars!

Nino de Angelo

Nino de Angelo – Jenseits von Eden (offizielles Video)
Video abspielen

Und als Dankeschön an die Freunde und Fans seiner Musik nun die „Mr. Jenseits von Eden Tournee“. Und schon bevor Nino de Angelo überhaupt die Bühne betrat, gab es den „Mr. Jenseits von Eden“ auf Leinwand. Denn dort tauchten immer wieder bewegte Bilder seiner Karriere von damals bis heute auf. Vielleicht darf man diese Konzertreihe auch die persönlichste bezeichnen, die es je von ihm gab. Dann ist es endlich soweit und der beliebte Künstler betritt die Bühne – begleitet und getragen vom schier frenetischen Applaus seiner Fans. Und das bereits, bevor der erste Ton überhaupt erklungen ist. Gleich zu Beginn macht de Angelo bereits deutlich, wie wichtig ihm die Musik ist. „So lange mein Herz noch schlägt“ – der erste Titel ist sogleich der Eisbrecher des Abends. Von Beginn an gibt es absolut keine Distanz von der Bühne zum Publikum. Eigentlich, so de Angelo, wollte er ja bereits im Frühjahr in Koblenz auf der Bühne stehen. Der Tourstart war seinerzeit für die Rhein-Mosel-Halle geplant. Durch das neue Album und verschiedene TV-Engagements, die – so de Angelo schmunzelnd – „nichts gebracht haben“, mussten die Konzerttermine aber zunächst verschoben werden. De Angelo nimmt von Anfang an absolut kein Blatt vor den Mund. Manches, was er während des Konzertes sagt, ist vielleicht nicht wirklich gentlemanlike aber dennoch gibt es an diesem Abend nur einen Gentlemen. Und das ist auf jeden Fall er selbst, denn all das, was er musikalisch zum Besten gibt, ist einfach ganz große Klasse. Und gerade auch seine ehrliche, echte und gradlinige Art kommen viel sympathischer rüber als alles Aufgesetzte oder gar affektierte. Wenngleich er damit natürlich auch immer wieder aneckt. Denn nicht jeder begegnet seinem direktem „Humor“ mit dem nötigen Augenzwinkern. Nino de Angelo würde sich aber niemals verbiegen, nur um anderen zu gefallen oder es ihnen recht zu machen. Die musikalische Auswahl seiner Songs ist auf jeden Fall Programm. Und de Angelo ist einer, der es künstlerisch einfach drauf hat!

Das Koblenzer Publikum ist auf jeden Fall restlos begeistert, als er sagt, dass die Musik und seine Fans ihn irgendwie auch am Leben gehalten haben. So manche Pointe, die er an diesem Abend setzt, geht vor allem auf seine Kosten. De Angelo hat kein Problem damit, auch schon mal Kritik an sich selbst zu üben oder sich selbst auf „die Schippe“ zu nehmen. Er beschreibt, dass er gerade auch das Widersprüchliche absolut interessant findet und das spiegelt sich zudem immer in den Texten seiner Lieder wieder. „Zur Hölle mit der Liebe“, auch der nächste Song ist ein Titel aus seinem neuen Album. Das Thema Liebe war und ist immer auch ein spannendes Thema für Nino de Angelo selbst und auch der Titel „Liebe für immer“ greift dieses nochmals auf. De Angelo lebt lieber im „Hier und jetzt“ als große Pläne für die Zukunft zu schmieden. Er beschreibt dieses mit dem Titel „Das ist der Augenblick“. Mit dem nächsten Song „Herz an Herz“ versucht de Angelo dann den Brake – weg von der Schlager Affinität und hin zum modernen Popschlager.

Schon im Booklet seiner aktuellen CD-Produktion schreibt Nino de Angelo: „Mit diesem Album hältst du ein Stück meiner Lebensgeschichte in deinen Händen“ und diese erzählt er uns an diesem Abend natürlich musikalisch. Und auch die Vorgeschichte des nächsten Titels ist überaus privat. Ein Tabuthema in der Familie war immer Ninos Bruder. Nie sprach man über den Erstgeborenen – wenn, dann wurde hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Aber dennoch erfuhr Domenico Gerhard Gorgoglione (so Ninos bürgerlicher Name) von dessen Identität. Im Alter von fast 30 Jahren begab er sich dann auf emotionale Spurensuche in die Vergangenheit. Seine Nachforschungen haben ergeben, dass sein Bruder (der Erstgeborene) bereits im Babyalter verstorben ist. Lange Zeit belastend war für ihn dann die Tatsache, dass er auf den Namen seines verstorbenen Bruders getauft worden ist. Im Rahmen seiner Nachforschungen hat er seine Gefühle und Emotionen letztendlich in einem Lied verarbeitet. Der Song „Tattoo in meinem Herzen“ ist sein Song für den Bruder.

Spontan lädt Nino vier Personen aus dem Publikum für den Rest der ersten Halbzeit auf „seine Couch“ ein. Unter anderem Jan Stephan, den Leiter des offiziellen Drafi Deutscher Fanclubs. Und natürlich hatten die beiden sich einiges zu erzählen. Denn Drafi Deutscher war, ist und bleibt ein großes musikalisches Kapitel in der Karriere von Nino de Angelo.

Standing Ovations gab es dann nach dem Titel „Das Weinen hab ich längst verlernt“, der ebenfalls aus der Feder von Drafi Deutscher stammt. Nino de Angelo merkt an, dass Drafi ihm tatsächlich verschiedene Titel „auf den Leib“ geschrieben hat. Er gibt zu, dass es Lieder gibt, die wirklich nur zu einem bestimmten Künstler passen. Die man auch immer wieder mit diesem in Verbindung bringt. Sobald diese von jemand anderem interpretiert werden, wirkten die Songs kaum mehr authentisch, gibt er zu. Der nächste Titel im Programm war zunächst als Nachfolgesingle von „Jenseits von Eden“ gedacht. Leider war die Zusammenarbeit Deutscher/De Angelo zu der Zeit aber bereits beendet und so hat Drafi Deutscher den Song selbst gesungen. Exklusiv für die „Mr. Jenseits von Eden Tour“ hat Nino de Angelo diesen Titel nun aufgenommen. „Tief unter meiner Haut“ – die gefühlvolle Live-Interpretation dieses Titels erzeugt absolute Gänsehautstimmung. „Mach das nochmal mit mir“ – dieses Lied läutete dann das Ende des ersten Teils und die Pause ein.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit erzählt de Angelo, dass er Songs auch schon mal geträumt hat. So sei damals auch der Titel „Angel“ entstanden. Weiter ging es auf der musikalischen Reise mit dem Lied „Mon Amour Chérie“ – ein Duett-Titel, den er seinerzeit für Simone und Charly Brunner geschrieben hat. Aber auch Nino nimmt man diesen Titel ab, wenngleich ihm in Koblenz gerade die Duett-Partnerin auf der Bühne fehlt und er den Song solo zum Besten gibt. Bei den älteren Songs gibt es im Publikum nun absolut kein Halten mehr. Fast alle strömen nach vorne in Richtung Bühne.

Wir blicken zurück auf das Jahr 1986: „Wünsche der Nacht“ auf diesen Titel und vor allem auch das Autoren-Team ist de Angelo überaus stolz. Diesen Song hat seinerzeit Harald Steinhauer komponiert und der Text stammt aus der Feder von Dr. Michael Kunze. Musikalisch geht es dann nochmals drei Jahre zurück, denn das Jahr 1983 bescherte Nino de Angelo den Hit „Ich sterbe nicht nochmal“.

„Jeder Song hat ganz einfach seinen Sänger“, so de Angelo. Seinerzeit passte alles zusammen, gibt er offen und ehrlich zu. Der Titel, die Stimmung und überhaupt. All das ist nicht mehr zu toppen, merkt Nino an. „Jenseits von Eden“ – das war und ist einfach sein Song und natürlich fehlt auch dieser noch im Programm.

Nach den „Drafi Deutscher Songs“ präsentierte de Angelo die Hits, die aus der Zusammenarbeit mit Bohlen stammen: „Samurai“ und „Flieger“ Sein Programm beendete er nach einem nicht enden wollenden Applaus und lautstarken Zugaberufen mit dem Titel „Atemlos“.

Ein Konzertabend ganz ohne Schnörkel und Showeffekte! Schlager.de sagt DANKE dafür an den „Mr. Jenseits von Eden“.

Schön, dass wir mit dabei sein durften und eine unglaubliche Stimmung genießen konnten.