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Johannes Oerding hautnah

Johannes Oerding hautnah © Kay Fracasso

Es war ein ganz besonderer Nikolaus-Abend für 200 Johannes Oerding-Fans und fleißige R.SH-Hörer. Der beliebte Radiosender hatte im Rahmen der Serie „R.SH-hautnah“ 200 exklusive Karten für ein Oerding-Konzert mit Wohnzimmeratmosphäre verlost.

Eine einfache Bühne mit einem blauen R.SH-Banner reichte aus, ein paar LED-Strahler sorgten für heimische Gemütlichkeit. Man hatte das Gefühl eines Sit in-Abends mit guten Freunden. Gespannt schauten die glücklichen R.SH-Gewinner auf „das Bühnchen“ in der Lübecker Kulturwerft Gollan, das nicht größer war als das heimische Wohnzimmer.

Wenn sich Lübeck in Kreisen bewegt

Fehlte nur noch der Ehrengast. Und der ließ auch nicht lange auf sich warten. Mit seinem Markenzeichen, dem schwarzen Hut, einer verwaschenen schwarzen Jeans, einem ebensolchen T-Shirt und einer schwarzen Jacke bekleidet betrat der Singer/Songwriter um Punkt 19.00 Uhr die Lübecker Bühne und griff nach seiner Gitarre. Und schon nach den ersten Klängen seines Hits „Tetris“ hatten der Wahl-Hamburger und seine Band ihr Publikum fest im Griff.

„Das ist heute schon ein ganz besonderer Abend“, gestand der 35-Jährige. „Das letzte Mal haben wir in Hamburg in der riesigen Barclaycard-Arena gespielt. Aber dieses Konzert ist echt cool. Ich kann ganz nah bei Euch sein“, plauderte Oering und sprang von der kleinen Bühne. „Ich kann Euch anfassen und Euch durchs Haar fahren“, schmunzelte er und wuschelte einem weiblichen Fan aus der ersten Reihe durch die Frisur.

Weitere große Erfolge wie „100 Leben“, „Love me Tinder“ und „Engel“ folgten

Dazwischen verriet der sympathische Westfale den einen oder anderen Schwank aus seiner Jugend und gab seinem jüngsten Fan, der vierjährigen Finja, Lebensweisheiten mit auf den Weg: „Pass in der Schule immer gut auf, dann wird auch was aus Dir, sonst landest Du wie wir hier oben oder bei Schwiegertochter gesucht.“ Die mahnenden, wohlgemeinten Worte wurden mit dem Titel „Traurig aber wahr“ untermalt.

Höhepunkt des Abends war natürlich der Charthit „Kreise“, der nicht nur Finja, sondern alle geladenen Gäste gleichermaßen begeisterte und daher nicht nur von der Bühne, sondern aus allen 200 anwesenden Kehlen in der Kulturwerft erklang.

Nach rund einer Konzertstunde und zwei Zugaben war der ganze exklusive Nikolaus-Spuk dann auch schon vorbei – ein kurzes, aber sehr schönes Erlebnis, da waren sich alle einig.