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Die Roy Black-Story – Teil 1: Die Anfänge


Die Roy Black-Story – Teil 1: Die Anfänge
 © CD Cover Roy Black /GROSSE ERFOLGE

Einer der größten deutschen Schlagerstars aller Zeiten war zweifelsohne Roy Black, der teilweise in den Verkaufshitparaden und sogar in der Bravo-Hitparade die Beatles mit seinen Liedern übertraf. Auch mehr als 25 Jahre nach seinem tragischen Tod ist seine Popularität ungebrochen. Anlässlich seines 75. Geburtstags erinnert Schlager.de im Rahmen einer Serie an den beliebten Sänger.



 

Am 25. Januar 1943 wurde Gerhard Georg Höllerich um 20 Uhr als ältester Sohn des Kaufmanns Georg Höllerich (1918-1990), der beim Lebensmittelgroßhändler Bernhard Müller Augsburg (BMA) tätig war, und dessen Frau Elisabeth („Else“) in Straßberg bei Augsburg geboren. Die Geburt erfolgte auf dem großväterlichen Bauernhof. Die Hebamme hieß Sofie Heinzelmann. Seine dichten schwarzen Haare hat er von seiner Mutter geerbt, die blauen Augen vom Vater.

In seiner Heimatstadt Straßberg besuchte Gerd ab Herbst 1949 die Volksschule Straßberg und verließ diese mit einem guten Zeugnis: „Er ist ein aufgeweckter und selbständig mitarbeitender Schüler“, wurde ihm attestiert – folgerichtig durfte er auf das Gymnasium gehen. 

Woher Roy sein musikalisches Talent hatte, wusste er wohl selber nicht. In seinem Buch „Roy Black über Roy“ schrieb er dazu: „Ich bin der einzige Künstler in unserer Familie. Es gibt auch niemanden unter meinen Vorfahren, der sich auf musikalischem Gebiet besonders hervorgetan hat. Es weiß also keiner, woher ich mein Talent habe. Wie meine Mutter mir sagte, wurde in unserer Familie allerdings immer viel und fröhlich gesungen, aber nur in der Küche und in der Badewanne.“.

Auch nach dem Umzug der Familie nach Göggingen am Stadtrand von Augsburg (1958) besuchte er zwischen 1954 und 1964 die Holbein-Oberrealschule Augsburg (heute Holbein-Gymnasium Augsburg), wo er sein Abitur machte; in der 8. Klasse musste er allerdings wegen der beiden „M“ (Mädchen und Musik) den Jahrgang wiederholen, und 1963 drehte er eine weitere „Ehrenrunde“. Seinen Berufswunsch, Biologe zu werden, verwarf er und begann aus rationalen Gründen ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in München. Das Studium schloss er aber nicht ab und brach es (des musikalischen Erfolges wegen) nach zwei Semestern ab.