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Jürgen Drews über die Liebe zu seiner Tochter

Jürgen Drews über die Liebe zu seiner Tochter © Thorge Schramm / Schlager.de

Wer Jürgen Drews bei einem seiner Auftritte erlebt, spürt: Dieser Mann brennt für die Musik – und das nach fast 50 Jahren im Showbusiness (aktuelles Best-of-Album: „Drews feat. Drews“)! Privat ist der Sänger Familienmensch durch und durch, kann aber bei Tochter Joelina (22) auch gut loslassen. Wobei …

Sie könnten sich längst zur Ruhe setzen. Wieso sind Sie so aktiv?

Weil Musik für mich keine Arbeit ist. Das Produzieren ist immer noch mein Hobby, das werde ich ewig machen. So lange ich lebe und die Kraft noch habe, werde ich bei mir im Studio sitzen und Titel komponieren. Auch jetzt bin ich schon wieder bei der nächsten LP.

Sie und Einrosten, das passt nicht zusammen.

Nee. Dann werde ich wahrscheinlich auch sehr behäbig, und wer weiß, was dann sonst noch passiert (lacht).

Die Musik hält Sie am Leben?

Ja, so bin ich immer am Machen und Tun. Das hält mich jung.

Mit Ihrer Ramona wohnen Sie im beschaulichen Dülmen im Münsterland. Wie verbringen Sie Ihre gemeinsame Zeit zu Hause?

Wir haben ja ein großes Grundstück. Ich verlasse das Grundstück bei uns nicht. Das heißt also, wenn ich nach Hause komme, dann freue ich mich, dass ich Ramona sehe. Meistens kocht sie dann mal was. Wir haben keine richtigen Essenszeiten, das gibt es bei uns alles gar nicht. Dann geht sie zum Reiten, ich gehe währenddessen ins Studio. Wenn sie wiederkommt, schauen wir ein bisschen Fernsehen und beschäftigen uns auch hauptsächlich miteinander, besprechen, was mit Joelina ist.

Joelina schiebt zurzeit weiter ihre Musikkarriere an …

Ja, sie tingelt im Moment rum wie verrückt. Sie hat bestimmt 20 Songs und sich jetzt endlich durchgerungen, schon mal etwas zu veröffentlichen. Aber sie macht es auch anders: Sie geht gleich über den amerikanischen Verteiler, hat sofort ihre Fühler in Richtung USA ausgestreckt. Sie geht einen ganz anderen Weg, einen ganz modernen.

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Jürgen Drews

Jürgen Drews – Von 0 auf 100 (Live | Sommer-Hit-Festival 2017 – ZDF)
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Haben Sie dabei ein gutes Gefühl?

Na klar! Dieser Weg ist der Weg von morgen. Definitiv.

Lebt sie immer noch in Berlin?

Ja, sie ist in Berlin und in Los Angeles.

Ist das leere Nest daheim für Sie als Eltern komisch?

Nein, nein, gar nicht. Wir können sie gut loslassen. Sie geht ihren eigenen Weg. Ramona weiß immer, wo Joelina ist, was sie macht. Joelina und sie telefonieren ewig miteinander. Sie sind beste Freundinnen. Ramona weiß alles, und Joelina schläft nicht ein, bevor sie nicht entweder eine kurze Mail oder einen Anruf getätigt hat – völlig egal, wie spät es ist.

Sie haben also quasi eine Standleitung zu ihr.

Ja, das haben wir. Besonders Ramona hat diese Standleitung zu ihr, und wenn ich zu Hause bin, kriege ich das ja immer mit, dann stellt sie auf Lautsprecher, und ich höre mit, was Joelina alles gerade macht und wie es ihr geht.

Schön, wenn die Familie so verbunden ist.

Wir sind eigentlich immer zusammen, und das ist toll.

Sie und Ihre Frau sind schon so lange glücklich miteinander. Was ist Ihr Geheimnis?

Wir haben immer Spaß mitei­nander. Grundsätzlich. Und wir sind immer noch so verliebt wie am ersten Tag.

Zurück zur Musik: Man staunt immer, wo Sie überall auftreten.

Ich bin ja ewig on tour, wenn du so willst. In der Saison trete ich auch einmal die Woche auf Mallorca auf. Ich bin der Einzige, der auf der Insel die Vorsaison, Hauptsaison und Nachsaison mitmacht. Die Saison ist jetzt vor einigen Wochen wieder zu Ende gegangen, da hatte ich meinen letzten Job gemacht. Mitte Mai fängt es dann wieder an.

Ein Hammer-Pensum, oder?

Na ja, ich trete dann ja nur einmal die Woche auf, ganz selten auch zweimal. Wenn ich zweimal pro Woche auftrete, kommt auch Ramona schnell mit. Dann habe ich einen „Brückentag“ zwischen den Auftritten, und wir machen auch ein wenig Urlaub, fahren über die Insel und lassen es uns gut gehen. Das ist toll!

Aber so richtig Urlaub, eine längere Pause gönnen Sie sich nicht?    

Nee. Im Urlaub wird mir meistens langweilig (lacht).

Wieso, werden Sie dann unruhig?

Nein, das wird einfach langweilig. Andere feiern irgendwo Party. Ich feiere die Party auf der Bühne, und die Leute feiern vor mir. Geiler geht es doch gar nicht. Es gibt nichts Besseres. Ich habe den geilsten Job der Welt – für mich.

Haben Sie nicht manchmal Angst, sich zu viel Arbeit aufzuladen und auszubrennen?

Doch, das habe ich schon mal. Wir reduzieren das Pensum ja schon immer. Aber dann kommt doch wieder etwas Neues dazu. Und jetzt gerade mit meinem Best-of-Album läuft es schon richtig gut! Da muss ich am Ball bleiben. Sonst ist es wieder weg.