Das Resümee einer rasanten Schlagerwoche

Das Resümee einer rasanten Schlagerwoche

Auch in dieser Woche hat sich wieder einiges getan in der Branche…

 

Nino de Angelo: Schluss mit Schlager

Auf seiner Facebookseite beklagt Nino de Angelo „Verlogenheit und Gleichgültigkeit“ mit Blick auf die Schlagerbranche. Deshalb möchte er „nach 40 Jahren“ (seine erste Single erschien 1981…) Schluss mit dem Schlager machen und sich auf Swing-Musik konzentrieren. Wörtlich äußerte sich der Sänger wie folgt: „In den großen Shows bei Carmen Nebel und Florian Silbereisen werden immer die gleichen Leute eingeladen. Die sind alle glatt wie ein Kinderpopo. Der Nachwuchs kriegt keine Chance, alles ist in Vollplayback. Da machte ich nicht mehr mit.“ Ob Nino seinen Rückzug vom Schlager wirklich konsequent durchzieht, wird man sehen. Auch wenn er öfter mit seinen Statements aneckt und über das Ziel hinausschießt, hat er mit seinen Äußerungen zumindest in den sozialen Netzwerken einige Diskussionen angestoßen. Während der Schlagersender B2 seine Lieder nicht mehr spielen will, positioniert sich Schlagerparadies klar pro Nino uns spielt weiterhin seine Schlager.

Radio Schlagerparadies: Gelungener Einstand für den „Hitmix der Nacht“

Weit über 15 Jahre lang war der von WDR4 produzierte „Rhythmus der Nacht“ bundesweit so etwas wie eine Institution für den deutschen Popschlager. Diese letzte Schlagerbastion des WDR ist nun auch gefallen – der WDR hat kein Problem damit, dass auf fünf Wellen keine Schlager gespielt werden. Zum Glück hat sich mit Radio Schlagerparadies, einem Kooperationspartner von schlager.de, ein privater Sender gefunden, der unter leicht verändertem Titel das Konzept quasi nahtlos weiterführt. Die erste Sendung hat die Feuertaufe bestanden, die beliebten Bestandteile der WDR4-Sendung wurden übernommen mit der Ausnahme, dass nur noch deutschsprachige Musik in der Radioshow stattfindet.

Fantasy – Fan-Voting zum neuen Best-Of

Im Sommer 1998 erschien die erste Single eines neuen Schlagerduos, das sich anschickte, deutsche Songs im Modern-Talking-Sound zu produzieren. Auch wenn mit „Herz gesucht“ noch nicht der ganz große Durchbruch gelang, war der Anfang gemacht. Inzwischen darf sich das Duo auch offiziell das „erfolgreichste Duo des Jahres“ nennen, immerhin gab es die „Eins der Besten“ von Florian Silbereisen dafür. Im März geht es zum 20. „Geburtstag“ des Duos auf große Jubiläumstour, parallel erscheint eine neue „Best Of“-CD (seit der letzten Hitkopplung sind vier Alben erschienen, genug Material ist da). Ganz „basisdemokratisch“ lassen Fredi und Martin ihre Fans abstimmen, welche Songs auf das neue Album kommen sollen: In drei Runden wird in „Song-Duellen“ bei Facebook über die beliebtesten Schlager des Duos abgestimmt.

KLUBBB3-Hüttenparty ohne Melissa Naschenweng und Powerkryner

Eine alte Fußballerweiseheit besagt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. In Analogie könnte man sagen: „Nach den Schlagerchampions ist vor der Hüttenparty“, insofern freuen sich die Schlagerfans auf die nächste KLUBBB3-Party. Eigentlich war u. a. Melissa Naschenweng angekündigt – und mit ihrem Song „Willkommen in den Bergen“, der deutschen Version des Vengaboys-Songs „We’re Going To Ibiza“ hätte das wohl auch sehr gut gepasst. Auch die Powerkryner haben das Nachsehen – stattdessen erfreuen neben den bereits kommunizierten Gästen Semino Rossi, Francine Jordi, Maximilian Arland, voXXclub und Kerstin Ott die Schlagerfans. Die Begründung dafür ist ausgesprochen „originell“: „aufgrund einer kurzfristigen Sendungsumstellung“…

Schlager-Hymne von Lea Tutu: „Wir leben Schlager“

Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen: Schlager sind so beliebt wie lange nicht, der Schlagerboom greift nach wie vor um sich. Insofern haben die Jungs von KLUBBB3 Recht, wenn sie konstatieren: „Schlager ist geil“ und „Wir sind Schlager“. – Wie modern der deutsche Schlager ist, zeigen nicht nur die aktuellen Superstars, sondern auch der Nachwuchs. Die Berliner Jurastudentin Lea Tutu fiel als gute Studiosängerin auf und hat das „gewisse Etwas“, das man früher als „Aura“ beschrieb. Ihre Debutsingle ist nicht nur so etwas wie die Erkennungsmelodie unseres Portals „schlager.de“, sondern auch eine Ode an den Schlager. Parallel zum Song wurde auch ein spektakuläres „Lipsync“-Video veröffentlicht, in dem prominente Schlagerstars wie Jürgen Drews, Andy Borg und Thomas Anders der Newcomerin Schützenhilfe geben.