Lorraine im Interview zum Album “Zufluchtsort”

Lorraine im Interview zum Album “Zufluchtsort” © Francesca Franzke

Die Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin Sabrina Klüber aus Frankfurt am Main singt bereits seit ihrer Kindheit mit großer Leidenschaft. Seit 2014 ist als Solosängerin aktiv, und jetzt will sie es wissen und unter ihrem Künstlernamen Lorraine neu durchstarten. Ihre Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert, ihre Texte berühren. Grund genug, uns für Euch mit ihr zu unterhalten:

 

Schlager.de: Du warst 2014 unter Deinem bürgerlichen Namen Sabrina Klüber bereits solo und erfolgreich unterwegs. Was hat Dich jetzt dazu bewogen, zu dem Namen “Lorraine” zu wechseln?

Lorraine: Weil sich die Musik um 180 Grad gedreht hat und ich es für sinnvoll hielt, dann auch mit neuem Namen weiterzumachen. Wenn alles neu und anders ist, dann auch der Name 😉 Ich bin ein großer Fan der „Zurück in die Zukunft“- Filme und daher wollte ich einen Künstlernamen wählen, zu dem ich einen Bezug habe, und den ich schön finde. (Lorraine heisst die Hauptdarstellerin der Filme.)

 

Schlager.de: 2018 soll Dein Jahr werden, woran wir auch durchaus glauben. Es ist ein komplett neues Album entstanden mit einem neuen Team, Komponisten und Produzenten. Erzähl uns doch bitte ein wenig darüber.

Lorraine: Im neuen Team sind Komponisten aus Österreich und Deutschland, die ich teilweise schon kannte, als ich mit der „alten“ Musik unterwegs war. Die zwei Komponisten aus Österreich habe ich damals über mein ehemaliges Label kennengelernt. 2014 hat mich mein damaliger Produzent und Komponist im Internet “entdeckt“ und mir den Weg in die Schlagerwelt geebnet. Ihm hab ich viel zu verdanken, denn ich habe viel von ihm gelernt. Er hat im Endeffekt einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich an dem jetzigen Punkt stehe und dass ich diese Leute um mich herum habe.

Der Komponist aus Deutschland, Matthias Raue, hat damals die Musik für ein eigenes Comedyprogramm von mir gemacht. Irgendwann fragte er mich, ob wir nicht mal eine Schlagernummer zusammen machen wollen. Daraus wurden dann immer mehr Songs. Alles hat sich immer weiter entwickelt. Meinen Produzenten kenne ich erst seit 2017. Ich habe ihn über einen Musikerkollegen kennengelernt, der sein Debütalbum bei ihm hat produzieren lassen, wovon ich so angetan war, dass ich mein Album auch bei ihm produzieren lassen wollte. Und das hab ich dann auch getan.

Schlager.de: Deine Texte sind sehr persönlich und emotional. Wir durften vorab schon mal ein wenig in Deinen Albumtrailer reinhören. Dazu hast Du auch selbst viel beigetragen, indem viele Texte Deiner Feder entstammen, korrekt?

Lorraine: Genau! Bis auf drei Songs habe ich alle selber geschrieben.
Schon in der Grundschule und als Teenager habe ich Lieder geschrieben, mich aber nie getraut, sie jemandem zu zeigen, weil ich´s immer zu persönlich fand.

2016 fing ich dann wieder vermehrt an, eigene Texte zu schreiben.
Es ist auch so viel passiert in den letzten Jahren, sodass ich immer mehr das Bedürfnis und den Drang hatte und habe, darüber zu schreiben. Es gibt so viel zu erzählen, und jetzt trau ich mich, das zu zeigen, beziehungsweise ich möchte es unbedingt loswerden und weitertragen in Form von meiner Musik. 🙂

Schlager.de: Das Album wird „Zufluchtsort“ heißen, was ist Dein persönlicher Zufluchtsort?

Lorraine: Da gibt es viele… auf jeden Fall die Musik. Deswegen heisst auch das Album so, weil Musik für mich immer ein Zufluchtsort gewesen ist. Je nachdem, welche Stimmung ich habe, entscheide ich mich dafür, eine bestimmte Musik zu hören und flüchte mich emotional hinein. Dafür ist Musik ja auch da.

Auf dem Album gibt es ja einen Song darüber, der „Zufluchtsort“ heisst.
Ein Zufluchtsort kann für mich aber auch einfach das Gefühl von Hoffnung sein, ein Gedanke an etwas Schönes oder Vorfreude, oder das Gefühl von Liebe…

 

Schlager.de: Wie würdest Du Deine Musikrichtung am ehesten bezeichnen? Und welche Botschaften möchtest Du mit Deiner Musik Deinem Publikum entsenden?

Lorraine: Wir haben im Team viel darüber gesprochen, wo meine Musik denn nun eigentlich einzuordnen ist. Ich würde sagen, dass es eine Mischung aus Pop, Schlager und Musical ist. Es gibt ein paar dramatischere Songs, die ein bisschen Richtung Musical gehen, dann ganz klassisch schöne Balladen und dann wiederum Up-Tempo-Nummern, wie man sie im Schlager-Bereich findet. Ich denke, meine Musik ist ziemlich abwechslungsreich und hat auch irgendwie seinen eigenen Stil. Anders als die meisten Schlager, die man im Moment hört – mit mehr echten Instrumenten und weniger elektronisch.

Meine Botschaft ans Publikum? Ich möchte unterhalten, Gefühle wecken und mit meinen Texten zeigen, dass es im Schlager doch tiefgründig zugehen kann.

 

Schlager.de: Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dir für das nette Interview und wünschen viel Erfolg!

Lorraine: DANKE 🙂