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GfK-Chartanalyse: Je oller je doller

GfK-Chartanalyse: Je oller je doller

Gleich mehrere altgediente Schlager-Veteranen konnten sich in die Top-100 der Albumcharts katapultieren. Charly Brunner singt inzwischen mit der hübschen Österreicherin Simone im Duett – das Konzept geht offensichtlich auf: Charly Brunner, der am vergangenen Mittwoch seinen 63. Geburtstag feiern konnte,  hat es in die Top-12 geschafft – mit „Brunner und Brunner“ war ihm ein derartiger Erfolg zuletzt vor ca. 24 Jahren gelungen (das erfolgreichste Album mit seinem Bruder Jogl war „Im Namen der Liebe“, das es 1994 bis auf Platz 11 geschafft hat). So gesehen kann man Charly Brunner und Simone nur gratulieren. Ganz offensichtlich hat hier einmal mehr die (Alpha-)Autogrammstunden-Tour zum Erfolg geführt.

 

Einmal mehr heißt die Schlager-Spitzenreiterin Helene Fischer

Was die Spitze angeht, hat Helene Fischer sich die Pole Position zurückerobert: Ihr Album steht in dieser Woche auf Platz6 und hat damit das von KLUBBB3 wieder als Nummer-1-Schlager-Album abgelöst. Florian Silbereisens „Boygroup“ holte in dieser Woche Rang 14.

Tom Astor: Beste Platzierung seiner gesamten Karriere

Tom Astor, der am Dienstag seinen 75. Geburtstag feierte und offensichtlich noch immer fit ist – begibt sich auf Autogrammstunden-Tour. Sein Album „Gegen den Strom“ hat es bereits in die Top-30 geschafft. Für ihn ist das die beste Platzierung seiner gesamten Karriere. Vor knapp 25 Jahren stand sein Album „Flieg junger Adler“ auf Platz 37, das war seine bis dato beste Platzierung.

Erstmals seit ca. 30 Jahren in den Charts: Tony Marshall

Geradezu sensationell ist auch der Charts-Entry des Altmeisters Tony Marshall, der mit seinem Konzeptalbum „Senioren sind nur zu früh geboren“ offensichtlich einen Nerv getroffen hat. Erstmals seit 30 Jahren hat er im stolzen Alter von 80 Jahren nun wieder ein Album in die Charts hieven können. Tony versprach, im Erfolgsfalle durchaus ein weiteres Album nachlegen zu wollen. Vielleicht wird die gute Idee, „Senioren-Lieder“ zielgruppenorientiert zu produzieren, von Tony und seinem Produzenten Günther Behrle ja eine Fortsetzung finden.


Für Behrle läuft es in dieser Woche besonders gut: Auch die von ihm vor 25 Jahren gegründete Combo „Captain Cook & seine singenden Saxophone“ hat es mit ihrem Jubiläumsalbum auf Platz 54 geschafft. Gleich 5 neue Songs und 35 Klassiker der Bandgeschichte sind auf dem Doppelalbum „25 Jahre“ versammelt.

Eurovisionsteilnahme hat sich gelohnt: voXXclub zurück in Top-30

Auch wenn es für voXXclub nicht zur Eurovision gereicht hat – die Teilnahme am Eurovisions-Vorentscheid hat sich für das Quintett definitiv gelohnt. Nicht wenige Zuschauer haben die powervolle und authentische Nummer positiv bewertet und sehen den Siegertitel als wenig chancenreich an. Das ist den Fans von voXXclub egal – sie kaufen ihr Album „Donnawedda“, das sich sicher auch dank der Eurovisionsteilnahme zurück in die Top-30  mogeln konnte. Nebenbei bemerkt – der Siegertitel von Michael Schulte ist auf Platz 27 in den Charts eingestiegen – offensichtlich wurde wieder kein massenkompatibler Siegertitel gefunden.

„Du kannst nicht immer 17 sein“ gleich zwei Mal neu in den Albumcharts

Die Sachsener DJs Olli und Maria haben sich seit 2016 mit einigen Remixes von Schlagertiteln einen Namen gemacht – mit „Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“ haben sie es 2017 selber in die Single-Charts geschafft, für Aufmerksamkeit sorgte aber auch ihr Remix von Helene Fischers „Herzbeben“. Nun hat das Duo „Anstandslos und durchgeknallt“ sein nach ihm selbst benanntes Debutalbum veröffentlicht und es gleich in die Top-20 geschafft – mit völlig neuen Remixes von Klassikern wie „Barfuß im Regen“, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ und „Über den Wolken“. Spannend: Auch sie haben (wie Tony Marshall) den Klassiker „Du kannst nicht immer 17“ neu aufgelegt, so dass dieser Chris-Roberts-Evergreen gleich zwei Mal neu in den Charts auftaucht.

Die Singer/Songwriterin Antje Schomaker hat es mit ihrem Debutalbum „Von Helden und Halunken“ wohl etwas überraschend in die Top-50 geschafft. Auftritte im Vorprogramm von Künstlern wie Johannes Oerding und Bosse scheinen sich bezahlt gemacht zu haben. Elf neue Songperlen finden sich auf  dem Erstlingswerk der Wahlhamburgerin.