Bombastische Stimmung bei der Solidarfondsparty 2018 in Castrop-Rauxel

Bombastische Stimmung bei der Solidarfondsparty 2018 in Castrop-Rauxel © Stefanie Fell

Pünktlich um 19.25 Uhr begrüßte Uwe Hübner, der unsere Vorab-Berichterstattung lobte (vielen Dank dafür!) zur erneut ausverkauften Solidarfondsparty 2018 in Castrop-Rauxel und machte die Stadt zum Mekka der Schlagerfreunde im Ruhrgebiet. Ein Hauch von Florian Silbereisen, der parallel seine „Heimlich“-Show aus München sendete, lag über Castrop – wie dessen Feste wurde auch die Solidarfondsparty modernisiert. Elemente wie Indoor-Feuerwerk, eine breit gefächerte Gästeliste und eine professionelle Planung waren auch bei der Solidarfondsparty zu beobachten. Spannend ist, dass Ireen Sheer ihren „Feuer“-Klassiker in Castrop sang, während Kollegin Anna-Maria Zimmermann im Fernsehen ein Cover des Jean-Frankfurter-Klassikers sang. Und auch Kristina Bach interpretierte als Originalinterpretin gleich mehrere Frankfurter-Titel. Zu den Interpreten im Einzelnen:

Sandy Wagner, der fast schon zum Inventar der Solidarfondsparty zählt, gab diesmal den „Eisbrecher“ – eine Funktion, die er sichtlich genoss. Sinnigerweise startete der Abend mit Sandys Klassiker „Rhythmus dieser Nacht“, der lange Jahre als Erkennungsmelodie der inzwischen abgesetzten WDR4-Nachtsendung diente.

Uwe Hübner

© Stephan Imming/Schlager.de

„Frauen haben den Schlager fest im Griff“, meinte Uwe Hübner in Anspielung auf die derzeitigen Schlager-Superstars Helene Fischer und Andrea Berg. Dieser Hinweis soll Ansporn sein für eine Nachwuchssängerin, die erstmals bei der Solidarfondsparty auftrat: Sarah Schiffer, die stimmlich etwas an die junge Michelle erinnert. Sarah hat mit einem Kult-Schlagermedley für Stimmung gesorgt. Die im „Glitzerlook“ auftretende Sängerin riss das Castroper Publikum auch mit ihrem neuen Song „Sternschnuppennacht“ mit.

Mit Angelika Ewa Turo durfte sich eine ehemalige DSDS-Teilnehmerin bei der Solidarfondsparty präsentieren.

Schon öfter bei der Solidarfondsparty war die Gruppe Wind – bzw. in persona Andreas Lebbing, weil die sonstigen Mitglieder der Gruppe ja öfter mal wechseln. Ungewohnt rockig präsentierte das Trio mit der Gruppe „Rockin’ Waves“ die Wind-Klassiker, aber auch andere Songs wie „Warum hast Du nicht nein gesagt“, den witzigerweise direkt zuvor bereits Angelika Ewa Turo sang. Allerdings hat Wind den Song komplett anders arrangiert, und den Titel kann man ja ohnehin nicht oft genug hören…

Mia Julia

© Stephan Imming/Schlager.de

Im Anschluss kam die „Frau, der Malle längst gehört“ – so  Moderator Uwe Hübner: Mia Julia. Die Mallorca-Sängerin, die diesmal mit Brille auftrat, sorgte für mächtig Stimmung. Alleine sie brachte offensichtlich weit überdurchschnittlich viele Fans mit, wobei es nicht nur die Männer waren, die auf die Erfüllung des Songs „Dann bekommst Du alles, was Du willst, von mir“ hofften. Nein, die Anzahl gerade auch der weiblichen Fans konnte sich mehr als sehen lassen. Mia Julia begeistert offensichtlich eben NICHT nur mit ihren weiblichen Reizen, sondern auch mit Authentizität und spürbarer Fan-Nähe.

Danach hatte es Sänger Achim Petry, der von Uwe Hübner mit seinem bürgerlichen Namen Achim Remmling an- und abgesagt wurde, nicht leicht. Aber mit den Hammer-Songs seines Vaters wie „Wahnsinn“ und „Ruhrgebiet“, aber auch eigenen Titeln wie „Tinte“ konnte Achim die Stimmung gut halten.

Mit Ireen Sheer eroberte dann „Lady Show“ Ireen Sheer das Castroper Publikum mit aktuellen Liedern wie „Showtime“ und „Du warst mein allerschönster Fehler“, aber auch mit beliebten Oldies wie „Feuer“.

Als Überraschungsgast stattete Kristina Bach Castrop-Rauxel einen Besuch ab, die in einem atemberaubenden schwarzen Kleid mit braunen Overknees „very sexy“ ihre Fans begeisterte. Ihr Motto lautete „alles retro“. Daher nahm sie das Publikum mit auf eine Zeitreise und sang ein ausführliches Medley mit ihren großen Hits wie „Caballero Caballero“, „Er schenkte mir den Eiffelturm“, „Antonio“ und „Erst ein Cappuccino“ (übrigens alles Jean-Frankfurter-Songs). Kristina bewies, dass sie nicht nur als Songautoren von Liedern wie „Atemlos“, das sie übrigens auch sang, ist, sondern auch als Interpretin ein Profi ist. Schade, dass sie seit Jahren kein neues Album auf den Markt gebracht hat.

Sein Solidarfondsparty-Debut gab Mickie Krause, der im Ruhrgebiet offensichtlich immer eine Bank ist. Mickie verstand es, das Publikum in gewohnter Manier mitzureißen und präsentierte seine großen Hits wie „Schatzi, schenk mir ein Foto“, „Geh mal Bier holen“ und „Mich hat ein Engel geküsst“ und auch seinen brandneuen Titel „Für die Ewigkeit“, die „deutsche Version“ des von den Räubern im Dialekt gesungenen „Iwigkeit“.

Nach dieser Stimmungskanone hatte es der ehemalige DSDS-Teilnehmer Norman Langen nicht leicht, die Stimmung zu halten. Aber auch seine vornehmlich weiblichen Fans stehen fest zu ihm und dürfen sich freuen, ihn im Oktober beim Fest der DJ-Hitparade in Düsseldorf wiederzusehen.