Und in Lederhosen auf der Chinesischen Mauer – DDC!

Und in Lederhosen auf der Chinesischen Mauer – DDC! © Irene Lustenberger

Sie sind die Unterhaltungsgruppe mit dem größten Showpotential auf der Bühne: Die DDC-Breakdance Weltmeister aus dem fränkischen Schweinfurt. Im Rahmen der „Das Große Schlagerfest – Die Party des Jahres 2018“ Tour stand die Crew in der Donau-Arena Regensburg Rede und Antwort.

 

Schlager.de: Googelt man DDC, landet man auf dem „Deutschen Doggen Club“. Doch mit Hunden habt Ihr bei Weitem nichts zu tun. Wie ist der Name entstanden? Wie ist die Entstehungsgeschichte der Breakdance-Formation

DDC: DDC steht für Dancefloor Destruction Crew und ist seit bald 20 Jahren der Name unserer Crew. In den ersten Jahren haben wir in einem Jugendhaus in Schweinfurt trainiert. Nachdem angeblich durch unser Training der dortige Parkettboden mit der Zeit kaputt ging und wir aus dem Jugendhaus hinausgeschmissen wurden, entstand der Name, den wir bis heute tragen! Der Name verbindet mittlerweile mehrere Generationen und ist mittlerweile eine große Familie. 

 

Schlager.de: Im Jahr 1999 wurde die DDC gegründet. Sicherlich gab es gerade zu Beginn viele Probleme, die es zu lösen galt. Habt Ihr auch eine abgeschlossene Berufsausbildung absolviert, um beim Scheitern der Formation abgesichert zu sein? 

DDC: Anfangs war die Gruppe eine reine Hobby-Breakdance-Crew, die mit den Jahren immer erfolgreicher und bekannter wurde. Den Weg in die Professionalität haben wir selbst bestritten und vorangetrieben, indem wir uns selbst managten und alles selbst gemacht haben und immer noch machen. Sei es als Choreograph, Musikproduzent, im Management oder im Bereich Video und Social Media – jeder hat seine Aufgabe. Diese Komponente ist auch eine Art Absicherung, falls der Körper nicht mehr mitspielt, aber Scheitern kommt für uns nicht in Frage. Jedoch hat keiner die Schule abgebrochen. Einige von uns sind direkt nach dem Abi voll in der DDC eingestiegen, andere haben studiert und haben während des Studiums gemerkt, dass sie sich jetzt für eine Seite entscheiden müssen. Andere haben ihr Studium auch abgeschlossen und sind danach bei der DDC Fulltime eingestiegen. Und durch unsere Nachwuchsarbeit kommen auch immer wieder neue Tänzer & Tänzerinnen dazu.

 

Schlager.de: Mit welchem Ereignis, würdet Ihr sagen, hat der Erfolg der DDC immer mehr zugenommen? Vielleicht durch die Teilnahme bei „Das Supertalent“?

DDC: Das kann man vermutlich schwer an einem Ereignis festmachen. Nichts desto trotz war „Das Supertalent“ der erste große TV-Auftritt der DDC, woraufhin Marcel zusammen mit Alex & Greg angefangen haben, sich selbst besser zu vermarkten und somit selbst zu managen. Danach folgten noch weitere Ereignisse wie der zweite WM-Titel oder auch die TV-Show „Got to Dance“ sowie erste eigene Produktionen, wie z.B. “Breakin‘ Mozart”, welche mittlerweile europaweit gespielt wird. Die Auftritte nahmen stetig zu, und es war auf einmal unser Full-Time-Job, auf der Bühne zu stehen und Shows zu performen. Aber der Erfolg rührt auch daher, dass wir nicht nur Breakdancer sind, sondern Entertainer und wir unser Können in einzigartigen und spektakulären Shows in den verschiedensten Stilen verpacken, sei es Klassik, Schlager oder eben in Lederhosen. Wir wollen jedes Jahr was Neues schaffen und uns stetig weiterentwickeln. Daher gab es auch dieses Jahr den ersten DDC-Song auf der Tournee.

„Breakdance in Lederhosen“

Schlager.de: Kommen wir nun zur Verbindung der DDC mit dem Schlager. Seit Ihr Schlager-Fans? Läuft beim Training in Schweinfurt viel Schlagermusik? 

DDC: Der Einstieg hier war unsere Show „Breakdance in Lederhosen“. Mit dieser Show wurden wir erstmals zu Florian Silbereisens TV-Show eingeladen und haben dort offenbar auf Anhieb überzeugt. Mittlerweile gehört der Schlager-Bereich zu unseren Angeboten genauso wie die klassische Musik und andere Genres. Je nachdem, was gerade ansteht, klingt auch die Musik bei unseren Trainings.

 

Schlager.de: 2014 wart Ihr erstmals in der Sendung von Florian Silbereisen zu Gast. Ein Jahr darauf durftet Ihr mit ihm und anderen Künstlern wie Vanessa Mai, Michelle, Ross Antony, DJ Ötzi und Feuerherz auf Tour gehen. Waren Euch bis dahin die Schlagersendungen von Florian bekannt?

DDC: Florian Silbereisen war uns natürlich allen ein Begriff, mit den Sendungen haben wir uns dann intensiv auseinandergesetzt, als wir die Einladung erhalten haben. Den Einstieg in den für uns damals neuen Bereich „Schlager“ machte man uns aber leicht. Überall nette Menschen und offene Arme, die uns empfangen haben! 

 

Schlager.de: Auf Eurer Homepage kann man sich über das reichhaltige Show-Repertoire informieren: „Breakdance in Lederhosen“, „Swinging Breakdance“, „Schlager meets Breakdance“, „Breakdance meets Klassik“, „Power Breakdance“, „Alex & Felice – Das Duo“, „Das Männertrio“, „Basketball-Breakdance“ und „Ladies Night“. „Breakdance in Lederhosen“ und „Schlager meets Breakdance“ ist eindeutig zuzuordnen. In welche Kategorie muss man die anderen Shows einordnen? 

DDC: Wir versuchen immer wieder, Breakdance neu zu verpacken und weiterzuentwickeln. Über die letzten Jahre haben wir zu verschiedenen Anlässen immer wieder neue Shows entwickelt, wodurch nun dieses breite Showangebot vorliegt und wir für jeden Anlass die passende Show anbieten können. Entsprechend haben wir neben Schlager und Klassik auch andere Musikrichtungen in unseren Shows vertanzt, wie eben Swing, aber auch Mainstream-Musik, oder wir greifen Themen auf und integrieren z.B. Basketbälle. 

 

Schlager.de: Ihr seid zwischenzeitlich überregional, sogar weltweit bekannt. Was war DAS Ereignis, welches Euch besonders im Gedächtnis geblieben ist?

DDC: Auch hier ist es unmöglich DAS Ereignis herauszupicken. Aber dass wir in Lederhosen auf der Chinesischen Mauer standen oder auf den Straßen von L.A. performt haben, daran erinnern wir uns schon verdammt gerne!

Schlager.de: Wie man bereits sehen konnte, habt Ihr mit Michelle, Vanessa Mai und DJ Ötzi zu trainieren …versucht. Haben auch andere Schlagerstars bislang versucht, etwas von Euch zu lernen? 

DDC: Ja, Backstage kommt es natürlich immer mal zu gemeinsamen Trainingseinheiten, oder man wird gebeten, den einen oder anderen Move beizubringen. Wir müssen sagen, dass Jürgen Drews sehr motiviert ist und fast jeden Tag mit Gregory trainiert.

 

Schlager.de: Was denkt Ihr als Breakdancer über den Schlager? Hat er sich Eurer Meinung nach auch „verjüngt“? Ist er attraktiver, ansprechender, frischer geworden?

DDC: Das ist ja offensichtlich. Alleine in den drei Jahren, in denen wir die Tour hier begleiten dürfen, ist es offensichtlich, dass es Florian und seinem Team gelingt, den Schlager jünger und frischer zu präsentieren. Wir sind natürlich ein klein wenig stolz darauf, diesen Weg begleiten zu dürfen.

Mit „Breakin´ Mozart“ auf Tournee

Schlager.de: Sicherlich habt Ihr für das Jahr 2018 und darüber hinaus Pläne geschmiedet. Auf was dürfen sich die Fans freuen? Neue Shows? Neue Tourneen?

DDC: Das Jahr 2018 ist planerisch eigentlich schon so gut wie durch, wir denken eher an 2019/20. 2018 werden wir im Juli noch ein einmaliges Projekt im Ausland haben (mehr dürfen wir hierzu aber nicht sagen) und dann im Herbst mit „Breakin´ Mozart“ erneut auf Tournee gehen. Dazwischen tanzen wir viele Gala-Shows und arbeiten an neuen Projekten. Im nächsten Jahr starten wir im Januar zeitgleich mit zwei Crews beim „Feuerwerk der Turnkunst“ und mit „Breakin´ Mozart“. Und was dann noch kommt…. Lasst euch überraschen!

Schlager.de: Wir bedanken uns recht herzlich bei Euch für das freundliche Interview und wünschen Euch alles Gute weiterhin. Wir freuen uns, weiterhin über Eure Events berichten zu dürfen.