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“Mein Gott, sie waren doch blond!” – Julian David

“Mein Gott, sie waren doch blond!” – Julian David © Max Morath / Schlager.de

Während der Friedberg Schlagertage hatten wir das Glück, Julian David für ein spontanes Interview zu gewinnen. Das möchten wir Euch keinesfalls vorenthalten.

 

Schlager.de: Lieber Julian, zunächst vielen Dank, dass wir uns hier in Friedberg bei den Schlagertagen kurz mit Dir unterhalten dürfen, denn Dein Terminkalender ist ja mehr als prall gefüllt. Wie bekommst Du das alles geregelt, anders gefragt, wie schaffst Du das?

Julian David: Eine gute Frage! Wie man das alles schafft – keine Ahnung. Ich denke aber, mit Lust und Laune am Schlager. Denn gerade komme ich direkt von Kreta, hatte dann noch einen Auftritt in Stuttgart, dann ging es nach Friedberg, Venedig, Portoroz, Zadar, New York. Also momentan geht es wirklich richtig rund. Ich bin echt dankbar dafür und sehr, sehr froh, dass der Weg immer weiter geht, und ich das alles machen darf.

Schlager.de: Du bist ja zudem unglaublich vielseitig. Neben dem Gesang bist Du Radiomoderator, das Schauspiel ist Dir nicht fremd, auch die Filmmusik spielte schon eine Rolle bei Dir. Was steht am höchsten in Deiner Gunst?

Julian David: Ich würde sagen, gern würde ich in 40 Jahren als Entertainment-Paket gelten. Mir macht einfach alles wahnsinnig Spaß, wobei das Singen mein Hauptjob ist (da lerne ich auch immer noch dazu). Alles, was ich bislang gemacht habe, hatte seinen Reiz, und ich habe einfach die Möglichkeit, mich breiter aufzustellen und dann vielleicht irgendwann in die Fußstapfen eines Peter Alexander zu treten.

Schlager.de: Meinst Du, das alles ist erst seit dem Zeitpunkt möglich geworden, als Du als Solosänger unterwegs warst. VoXXclub war sicher eine wertvolle Zeit für Dich, aber kannst Du Dich alleine vielleicht besser entfalten?

Julian David: Klar, es ist anders, alleine unterwegs zu sein, als ein Teil von einer Gruppe. Aber selbst da war es ja schon so, dass die Presse mich immer sehr beachtet hat, mich in den Focus setzte. Ich habe dort einfach sehr viel über Menschen und das Geschäft gelernt. Schon damals gab es Anfragen, ob ich TV-Shows moderieren möchte. Zu dem Zeitpunkt war schon klar, dass dies nicht so gewünscht war, weil man ja als Gruppe fungierte. Das kann ich jetzt alles nachholen. Und wenn ich in ein paar Jahren solche Arenen wie Frau Fischer füllen könnte, dann platze ich vor Glück!

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Julian David

Julian David – Spektakulär
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Schlager.de: Du bist ja auch ausgebildeter Musical-Darsteller. Wäre das auch mal eine Option?

Julian David: Musical und Schlager werden nie aussterben. Ich habe damals wegen “Tanz der Vampire” Musical studiert. Einer der vielen Träume, die ich habe, wäre es, einmal den Alfred im Musical “Tanz der Vampire zu spielen. Ich könnte mir ein sechswöchiges Gastspiel vorstellen; alles andere ist ja mit dem vollen Terminkalender schwer vereinbar. Also, falls das jetzt die Leute von Stage-Entertainment mitlesen, also Julian David als Alfred in einem sechswöchigem Gastspiel, das wäre es!

Schlager.de: Dein Herz schlägt aber eindeutig für den Schlager, warum interessiert Dich das Genre?

Julian David: Es gab nie die Überlegung, etwas anderes zu machen, denn ich bin mit Schlager aufgewachsen. Meine Omi hat mir immer Songs von Howard oder Roland vorgespielt. Das ist also eingeimpft, und ich liebe diese Sprache. Ich liebe den Kontakt zum Publikum. Das hat man nirgends wo anders, das geht eben über Generationen. Und ich betrachte es als meine Aufgabe, den Leuten die Sorgen ein wenig zu nehmen und für zwei Stunden vergessen lassen. Und wenn alle mit einem Lächeln nach Hause gehen, habe ich alles richtig gemacht.

Schlager.de: Was gibt es musikalisch gesehen Neues von Dir in der kommenden Zeit?

Julian David: Ich gestehe, dass ich es einfach langsam angehen lasse, denn ich habe gelernt, dass nicht alles von heute auf morgen geht, deshalb gehe ich mit viel Bedacht an die Sache heran, denn ich will mich auf der Bühne wohlfühlen. Jetzt sind wir gerade dabei, eine neue Single zu suchen, die dürfte bald herauskommen, denn die ganzen TV- Shows stehen ja jetzt auch bald an. Mein Management und ich haben noch viel vor. Das wird toll – soviel kann ich schon verraten.

Schlager.de: Wann gibt es eine neue Haarfarbe?

Julian David: (lacht…) Ich habe fünf Jahre gebraucht, um zu meiner natürlichen Haarfarbe zurück zu kommen. Ich glaube, in den letzten drei Wochen habe ich noch nie so oft den Satz gehört: Mein Gott, sie waren doch blond! Sind sie noch der aus dem Fernsehen? Aber ganz ehrlich, auch das war ein Weg, eine Entwicklung. Blond war toll, es war sehr auffällig. Es war eben der Start für meine Karriere. Aber ich habe einfach keine Lust mehr, alle drei Wochen zum Friseur zu rennen; und zudem ist es so ein Nachjustieren von mir selbst. Weißt Du, wenn ich mir mein erstes Albumcover anschaue, würde ich das heute nicht mehr so machen. Aber damals nach der Trennung wollte ich alles anders, extremer machen. Gerade merke ich aber, dass die Leute viel lieber das Natürliche mögen. Ich meine, wenn eine Andrea Berg auf mich zukommt und sagt, es sieht viel besser aus, dann denke ich, dass ich alles richtig gemacht habe.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dir für diese nette Interview und wünschen Dir alles Gute, lieber Julian.