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Gunter Gabriel: Sein Andenken wird mit Füßen getreten

Gunter Gabriel: Sein Andenken wird mit Füßen getreten © Sven Sindt

Die Kaffeetasse steht noch auf dem Tisch, die Jacken hängen im Schrank, auf dem Schreibtisch liegen Notizen. Auf seinem Zuhause im Harburger Binnenhafen war es fast so, als würde Gunter Gabriel († 75) gleich wieder zur Tür reinkommen. Bis jetzt! Denn Rabauken verwüsteten sein Hausboot, sie treten sein Andenken mit Füßen!

 

Zusammen mit Moderator Olli Schulz (45, „Neo Magazin Royale“) hat Internet-Star Fynn Kliemann (28) Gunters Schiff für 30 000 Euro gekauft. Und sofort Hand angelegt! Voller Stolz veröffentlichen die beiden Videos, auf denen zu sehen ist, wie sie mutwillig zerstören. Die Männer und ihre Freunde amüsieren sich prächtig, während sie mit Tritten Holz-Wände und Möbel kaputt machen.

Seine Tochter wünschte sich ein Museumsschiff

Danach wird alles lieblos in einen Müll-Container geworfen. Moderator Schulz rechtfertigt sein unglaubliches Verhalten so: „Wir wollen das Boot umbauen und einen Rückzugsort für Künstler schaffen.“ Die Aktion sehen sie als „klares Zeichen in Sachen Gleichberechtigung und Gewalt gegen Frauen“. Das Hausboot sei der Ort gewesen, an dem Gunter Gabriel seine Partnerinnen geschlagen hätte. Richtig ist: Der Sänger gab selbst zu, dass ihm „mal die Hand ausgerutscht“ sei, und er machte immer wieder Negativ-Schlagzeilen. Drogen, Prügeleien, finanzielle Probleme. Doch trotz allem: Darf man so mit dem Andenken eines Toten umgehen? Immerhin hat Gunter Gabriel seine Fehler bereut, saß deshalb auch im Gefängnis. Und der gebürtige Nordrhein-Westfale war eben auch ein begnadeter Musiker. Einer, der Menschen bewegte,weil er ehrlich war und sein Herz stets auf der Zunge trug. Seine Tochter Yvonne (51) hatte sich für sein Hausboot gewünscht: „Dass wir ein Museum daraus machen und alles bleibt, wie es ist.“ Dieser Traum ist jetzt zerstört …

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