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Stefanie Hertel: „Momente, die mir ausweglos erschienen, waren später immer für etwas gut …“

Stefanie Hertel: „Momente, die mir ausweglos erschienen, waren später immer für etwas gut …“ © Hartmut Holtmann / Schlager.de

Diese Frau strahlt Lebensfreude aus: Auch wenn Stefanie Hertel schon Rückschläge, wie den Verlust ihrer geliebten Mama Elisabeth († 67, starb 2017), verkraften musste, hat sie sich nie unterkriegen lassen. Passenderweise heißt ihr neues Album „Kopf hoch, Krone auf und weiter“.

 

Haben Sie sich heute Morgen gedanklich die Krone aufgesetzt?

Ja, doch, schon (lacht). Natürlich ist das Krone-Aufsetzen ein Sinnbild für Momente, in denen man wirklich gefallen ist, es einem vielleicht nicht so gut geht. Dennoch ist es eine interessante Idee, jeden Tag mit einer Krone auf dem Kopf zu starten. Ich bin schon jemand, der versucht, seine Tage bewusst positiv zu beginnen.

Haben Sie da ein Ritual?

Ich mache morgens gerne Sport, bewege mich und schnappe frische Luft. Einfach, um nicht aufzustehen und gleich in einen Alltagstrott zu verfallen. Ich tue etwas für mich und nehme diese Energie mit in den Tag.

Auf Ihrem Album heißt es „Bleib deiner inneren Königin treu“ – wie schafft man das?

Ich glaube, es ist ganz gut, wenn man immer mal reflektiert, was man schon erlebt und auch schon an Schlachten geschlagen hat. Wenn man zurückblickt und an Momente denkt, in denen man glaubte, dass es nicht weitergeht. Man war am Boden zerstört, wusste in dem Augenblick einfach nicht, ob oder wie es weitergeht, war einfach verzweifelt. Rückblickend erkennt man: Es ging ja irgendwie immer weiter!

Also auch dieses Mal?

Ja – und wie ging’s weiter? Sich diese Auswege und Lösungen in schweren Momenten vor Augen zu halten und festzustellen, dass manche Situationen, die einem in dem Moment als ausweglos erschienen, vielleicht im Nachhinein für etwas gut waren, hilft einem in ähnlichen Lebenslagen.

Wie kann man sich in einer schwierigen Phase helfen?

Indem man sich dann nicht von Angst lähmen lässt und stattdessen nach vorne schaut: Es wird weitergehen, es wird alles gut! Ich kann gerade den Sinn noch nicht erkennen und es ist eine schwierige Situation. Aber es wird alles zu bewältigen sein. Auch darauf zu vertrauen. Dieses Gottvertrauen, ob man nun an Gott glaubt oder nicht, ist unheimlich wichtig.

Haben Sie selbst eine starke Verbindung zu Gott, zum Glauben?

Ja, die habe ich. Auch wenn ich sie phasenweise schon ein bisschen verloren glaubte.

Weshalb? 

Man vergisst manchmal, dass es da dieses Vertrauen gibt und dass man sich darin fallen lassen und dafür dankbar sein kann – und es auch sein sollte. Ich glaube, das ist sowieso das Allerwichtigste: dass man dankbar ist für das, was man hat.

Ihre CD ist auch eine Liebeserklärung an Ihre Mama. Wie hat Elisabeth Sie geprägt?

Wir kommen aus einer Familie mit vielen starken Frauen. Schon meine Oma musste unheimlich viel leisten. Alle Frauen bei uns in der Familie sind einfach immer für die Familie da gewesen. So war meine Mutter auch. Sie hat uns stets den Rücken freigehalten und nie Schwäche gezeigt. Das ist natürlich manchmal gar nicht so gut, weil es wichtig ist, auch mal schwach sein oder sich ausruhen zu dürfen. Das hat sie vielleicht so ein bisschen versäumt, das muss man schon sagen. Weil sie einfach immer stark sein und für uns da sein wollte. Dafür bin ich ihr natürlich unheimlich dankbar. 

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War es Ihnen wichtig, das Gefühl, immer als starke Mutter da zu sein, an Ihre Tochter weiterzugeben?   

Ja, klar. Auf jeden Fall. 

Welchen Rat haben Sie ihr in Sachen Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben?

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man als Eltern die Kinder stärkt, indem man ihnen Aufmerksamkeit schenkt und die Gewissheit gibt, dass man sie genau so liebt, wie sie sind. Ich glaube, ein selbstbewusstes Kind wird sich nicht so schnell verunsichern lassen.

Sie selbst strahlen richtig – Ihr Schönheitsrezept? 

Ich glaube, das Beauty-Geheimnis ist, von innen heraus zu strahlen, indem man eine gesunde Einstellung zu sich hat, dankbar und zufrieden ist. Innere Zufriedenheit findet man nur bei sich selbst. Sie zu finden, ist eine Kunst und vermutlich auch eine Frage der Lebenserfahrung. Viele glauben, sie finden Zufriedenheit und Glück im Äußeren. Aber Glück kann man sich nicht kaufen! Man kann es auch nirgendwo geschenkt bekommen. Wenn man das eigene Glück nicht für möglich hält, übersieht man es leicht, wenn es einem begegnet.

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