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Melanie Miric: “Ich durfte nie ich selbst sein”

Melanie Miric: “Ich durfte nie ich selbst sein” Melanie Miric privat

2010 bis 2012 war sie die Durchstarterin des Jahres, sorgte mit ihrer Stimme und ihrem Look für Furore und riss Fans und Musikschaffende mit sich: Melanie Miric. Eugen Römer, Erfolgsproduzent von Andrea Berg, produzierte damals ihr Album. Dennoch war diese musikalische Affäre nicht von Erfolg gekrönt: Melanie konnte sich nicht so entfalten, wie sie es gerne getan hätte und nahm sich daraufhin eine kreative Pause. Exklusiv für Schlager.de nahm sich Melanie Miric jetzt Zeit, um über die damalige Zeit zu berichten, Ihren Fans endlich einmal das zu sagen, was sie immer wieder gefragt wird und um mitzuteilen, wie ihre Pläne für die Zukunft aussehen.

 

Liebe Melanie, wir haben uns sehr gefreut über Deine Nachricht und wollen natürlich als erstes wissen, wie es Dir geht, was machst Du aktuell beruflich?

“Mir gehts so richtig gut, danke der Nachfrage. Wie Du weißt, hab ich mich im Jahr 2014 dazu entschlossen, eine kreative Pause auf unbestimmte Zeit einzulegen. Um diese Pause sinnvoll zu überbrücken und so beruflich für mich zu nutzen, habe ich in der Zwischenzeit ein Studium an einer Universität hier in Deutschland begonnen. D.h. mein “beruflicher Status” ist momentan also Studentin und so führe ich derzeit ein ganz normales Leben abseits der Bühne und des Rampenlichts.”

Viele haben aber nicht aufgehört, nach Dir zu fragen und wie Du uns erzählt hast, möchtest Du sie mit diesem Interview über vieles aufklären und hast auch gute Nachrichten im Gepäck!?

“Dieses Interview ist eine große Herzensangelegenheit für mich: Denn ja, während meiner kreativen Pause, habe ich sehr viele Nachrichten und Fragen von meinen wunderbaren Fans, Musiker-Kollegen und auch den Medien bekommen. Und natürlich habe ich versucht jedem bestmöglich zu antworten –  aber die ein oder andere Frage blieb bis zum heutigen Tag offen. Und nun dachte ich mir, wäre der richtige Zeitpunkt gekommen, um diese letzten Fragen endlich zu beantworten. Und ich glaube -zumindest hoffe ich – ist uns das mit dem Interview ganz gut gelungen.”

Im Jahr 2012 ging es dann weiter mit dem Debütalbum “Ungezähmt”, welches von Eugen Römer komponiert, getextet und produziert worden ist. Alle Türen schienen für Dich offen zu stehen, aber das war nicht mehr lange der Fall, oder? Wie und Warum habt Ihr Euch 2013 getrennt?

“Ich habe lange überlegt, ob ich über den Grund öffentlich wirklich sprechen soll oder nicht. Doch nach reiflicher Überlegung glaube ich, dass es sowohl wichtig als auch richtig ist, diese Frage nun endlich zu beantworten. Während der Zusammenarbeit mit Eugen Römer durfte ich alles – nur leider nicht ich selbst sein. Zwar hieß mein Debütalbum wohl  “Ungezähmt“, aber zu keinem anderen Zeitpunkt in meinem Leben war ich gezähmter als zu jener Zeit. Mich hat das damals wirklich unsagbar belastet und unglücklich gemacht, denn bis zu eben dieser Zusammenarbeit war es stets das Normalste der Welt für mich und ganz selbstverständlich, “einfach nur” ich selbst zu sein. Als ich mich im Jahr 2008 dazu entschied den Weg als Sängerin zu gehen, war der einzige Grund der, dass ich mit meiner Musik – aber eben auch meiner persönlichen Art und Weise, Menschen berühren und etwas geben wollte. Und genau das konnte ich ab dem Jahr 2012 dann aber leider nicht mehr. Aus dem Grund also beendete ich Anfang 2013 die Zusammenarbeit.”

Warum hast du mit der Musik nicht weitergemacht und dich für eine kreative Pause entschieden?

“Am Anfang wollte ich eigentlich ganz normal mit der Musik weitermachen und arbeitete im Hintergrund auch weiter. Doch ich musste damals ziemlich schnell feststellen, dass ich, nachdem was da passiert war, ein bisschen Abstand und auch Zeit für mich selbst als Mensch gebraucht habe. Und am geeignetsten hierzu, schien mir das normale Leben.Und so entschied ich mich dann dazu – wenn auch schweren Herzens – eine kreative Pause einzulegen.”

Machst du während deiner kreativen Pause eigentlich wirklich überhaupt keine Musik oder doch?

“Zu Beginn meiner kreativen Pause habe ich tatsächlich – ganz bewusst – keine Musik mehr gemacht und mich stattdessen mit völlig anderen Bereichen beschäftigt. Aber wie das als Künstlerin so ist: Früher oder später bricht irgendwann die Kreativität wieder so richtig aus dir heraus und eine Idee nach der anderen entsteht, die man nicht schnell genug irgendwo festhalten kann. Es gab in dieser Zeit Nächte (und es gibt sie noch immer!), in denen ich dermaßen inspiriert war, dass mir selbst im Traum Songtextzeilen eingefallen sind. Und natürlich! Heute singe ich wieder jeden Tag – nichts macht mir mehr Freude!”

Melanie Miric privat

Was machst Du heute anders? Viele Erfahrungen können ja durchaus lehrreich sein, ob nun positiv, oder auch negativ besetzt. Planst Du Deinen Neuanfang intensiver, gibt es etwas was Du nie wieder machen würdest?

“All diese Erfahrungen, egal ob die “vor lauter Glück schier übersprudelnde – Momente” oder jene, die weh tun und während man die Welt nicht mehr versteht, sind richtig so – und wichtig. Auch wenn wir uns – gerade in schweren Zeiten – fragen warum etwas passiert, wie’s passiert und welcher Sinn jetzt ausgerechnet dahinter stecken soll… so glaube ich doch, machen uns diese Erfahrungen nicht nur “stärker” sondern, sie machen uns gerade erst zum Menschen (der wir jetzt sind). Wie ein Puzzle, das nach und nach vervollständigt und zu einem einzigartigen –  und so wunderschönen Bild wird. Und na klar handelt man durch die ein oder andere Erfahrung heute anders – aber: Ohne sie wäre man eben nicht die Person, die man heute ist. Also: Alles gut wie’s ist! Aber ja, heute würde mir keiner ein zweites Mal verbieten, ich selbst zu sein. Dem würde ich den Vogel zeigen! Denn: Jeder von ist einzigartig und genauso wie sie oder er ist perfekt!”

Hast Du ein Lebensmotto?

“Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben”.  (Mark Aurel)

Eine kreative Pause ist ja nur eine Pause – weißt du schon wann diese enden wird?

“Nein, das weiß ich (noch) nicht – aber was ich weiß ist wenn, dass ich dann in jedem Fall mit einem Album zurückkommen werde, das authentisch und so stark und sehr gefühlvoll sein wird. Einfach 100% Melanie.”

Dann wünschen wir Dir für Deinen Neuanfang alles erdenklich Gute und das Deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen mögen!

“Herzlichen Dank, liebe Kiki und dem gesamten Team von Schlager.de!”

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Melanie Miric: “Ich durfte nie ich selbst sein”

Melanie Miric – Wie viel Fantasie hat die Nacht (Schlager TV Video)
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