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Stefanie Hertel: Mama tröstet uns bis heute

Stefanie Hertel: Mama tröstet uns bis heute © Markus Schmuck

Zitternd hält Stefanie Hertel (39) den Zettel in den Händen, während sie eilig die Zeilen überfliegt. Schon nach kurzer Zeit verschwimmen die Worte, Tränen laufen über ihre Wangen. Die Sängerin hat die Handschrift längst erkannt, sie weiß sofort: Ihre Mutter Elisabeth († 67) schrieb diesen Brief. Und das nur wenige Tage, bevor sie starb.

 

Auch jetzt noch, über ein Jahr später, tröstet er Stefanie und ihren Vater Eberhard (80) über den Tod hinaus. „Bleibt gesund und seid gesegnet und macht weiter“, heißt es in der rührenden Nachricht. „Und, dass sie ganz glücklich ist und stolz auf uns“, erinnert sich der Witwer Eberhard Hertel.

„Sie wollte, dass wir immer weitermachen“

Seine Frau hatte den Brief nach der Vorstellung des Musicals „Vom Geist der Weihnacht“ zu Papier gebracht. Stefanie, ihre Tochter Johanna (17) und Eberhard Hertel standen dort gemeinsam auf der Bühne. Der Schlager-Sänger weiß noch ganz genau: „Elisabeth war mit Freunden da, hat unsere Premiere miterlebt und auch diesen unheimlichen Erfolg, den wir dort hatten.“ Ihre Zeilen haben die beiden erst gefunden, als Elisabeth schon nicht mehr am Leben war. „Das ist ein Zeichen: Sie wollte, dass wir unseren Beruf weiterführen und das gibt uns immer wieder Kraft“, sagt der Sänger.

Die Momente bewahren sie für immer im Herzen

Denn nach diesem schweren Verlust weiter auf Tournee zu gehen, Musik zu machen, das fällt ihm und seiner Tochter nicht leicht. Der Schmerz sitzt immer noch zu tief: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn du dich von einem geliebten Menschen so plötzlich wie wir verabschieden musst“, verriet Stefanie einmal. Doch irgendwie muss das Leben weitergehen. Weil die Verstorbene gewollt hätte, dass ihre Liebsten wieder glücklich werden. Auch, indem sie weiter ihrer Leidenschaft nachgehen: der Musik. Stefanie Hertel hat einen Weg gefunden, mit dem Verlust umzugehen: „Trauer bedeutet für mich nicht nur, Tränen zu vergießen, sondern auch die kostbaren Momente im Herzen zu bewahren.“

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