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Ireen Sheer: Das Schicksal konnte mich nicht besiegen

Ireen Sheer: Das Schicksal konnte mich nicht besiegen © Christine Kröning / Schlager.de

Plötzlich bricht ihre Stimme weg, sie spricht leiser. Ireen Sheer wirkt nachdenklich, als sie zu ihrem 70. Geburtstag mit NEUE POST über ihr Leben spricht. Die sonst so fröhliche Sängerin gibt ein überraschendes Geheimnis preis: Auch sie musste viel Leid ertragen, doch sie ließ sich nicht unterkriegen.Das Schicksal konnte sie nicht besiegen.

 

Frau Sheer, was ist Ihre wichtigste Erkenntnis?
Das ist einfach: Schaue immer auf die Sonnenseite des Lebens!

Ihr Albumtitel verrät, dass Sie sich nichts mehr beweisen müssen …
Gerade in jüngeren Jahren hatte ich oft das Gefühl, etwas unter Beweis stellen zu müssen. Heute weiß ich, dass ich gut bin, wie ich bin und alles erreicht habe, was ich wollte. Wenn ich morgen meine Augen zumache, weiß ich, dass ich ein ganz wundervolles Leben hatte. Ich habe ja viel gesehen, viel Schönes erlebt.

Auch Schlechtes?
Ja, vieles. Ich habe meine Eltern, gute Freunde und drei Hunde verloren. Je länger die Lebensreise geht, desto mehr Menschen verliert man, die man liebt. Trauer musste ich öfter im Leben ertragen.

Der Tod Ihrer Mutter war sehr schwer für Sie.
Als meine Mama 2009 starb, konnte ich „Goodbye Mama“ nicht mehr singen. Es hat mir jedes Mal die Kehle zugeschnürt. Ursprünglich sang ich das Lied als junge Frau, als eine Art Abschied aus dem Elternhaus. Aber wenn dann wirklich dieses endgültige „Tschüs, Mama“ kommt, ist das sehr hart. Ich bin dankbar, dass ich bei den letzten Atemzügen meiner Eltern bei ihnen sein durfte. Wir haben uns noch sagen können, dass wir uns lieben.

Haben Sie Angst davor, wie Ihre Mutter an Krebs zu erkranken?
Nein. Das kam bei ihr ja sehr spät im Leben. Sie wusste lange nicht, dass sie Krebs hat. Aber natürlich gehe ich regelmäßig zum Arzt.

Sie machen sich überhaupt keine Sorgen um Ihre Gesundheit?
Wenn ich ständig darüber nachdenken würde und Angst hätte, krank zu werden, würde mir das sämtliche Energie rauben. Klaus und ich haben aber zumindest über den Fall der Fälle gesprochen und uns mit einer Patientenverfügung abgesichert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass ich fit bleibe und das Leben genießen kann.

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