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Die Amigos: So war ihr bitterer Überlebenskampf

Die Amigos: So war ihr bitterer Überlebenskampf © Frank Weichert / Schlager.de

Sie sind das erfolgreichste volkstümliche Schlager-Duo aller Zeiten, haben seit ihrem musikalischen Durchbruch im Jahr 2006 über sechs Millionen CDs verkauft. Doch die „Amigos“ Bernd und Karl-Heinz Ulrich  standen nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens. 

 

Ihre Kindheit ist geprägt von den Entbehrungen der Nachkriegszeit, die Eltern müssen  jede Mark zweimal umdrehen. Trotzdem wird zu Hause viel gesungen und gelacht. In ihrer Biografie „Danke, Freunde! Die unglaubliche Amigos-Story“ teilen die Brüder jetzt erstmals ihre Erinnerungen an diese Zeit. „Es wurde nichts weggeschmissen: Die trockene Brotrinde hat man abgeschnitten und in den Kaffee getunkt. Jeder krumme Nagel wurde wieder gerade gekloppt. Für die Eltern ein Überlebenskampf, vor allem, wenn man ein Haus bauen möchte.“

Vater Heinrich arbeitet als Bergmann, Mutter Erna-Luise in einer Textilfabrik. Doch dann erkrankt sie an Unterleibskrebs. „Sie hat vor Schmerzen geschrien“, erinnert sich Karl-Heinz. „Vor Verzweiflung suchte sie Hilfe bei einem Heilpraktiker. Um ihn bezahlen zu können, schob Vater Doppelschichten, ging nach der Arbeit zusätzlich noch zum Bauern und half auf dem Feld.“ 

Auch die Söhne packen mit an, sammeln Kartoffeln auf dem Acker. Als ihre Mutter schließlich den Krebs besiegen kann, ist die Familie glücklich wie nie. Und zieht 1957 ins eigene Heim in Villingen (Hessen). Dort leben die Brüder noch immer. Bodenständig und dankbar für ihre unglaubliche Erfolgsgeschichte.

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