Brings

Brings © Axel Schulten

Brings – Mit kölschem Dialekt in der gesamten Republik erfolgreich

Die Musikgruppe Brings hatte ihre Anfänge im Jahr 1990, als sie von den Brüdern Stephan und Peter Brings sowie den Musikern Matthias Gottschalk und Harry Alfter ins Leben gerufen wurde. Matthias Gottschalk verließ die Band zwischenzeitlich und wurde von Christian Blüm und Kai Engel ersetzt.

Die Bandmitglieder stammen zum Teil aus musikalischen Familien: Stephan und Peter sind Söhne von Rolly Brings, einem bekannten Kölner Musiker, Kai Engel ist der Sohn des Bläck Fööss-Gründungsmitglieds Tommy Engel und der Vater von Christian Blüm ist niemand Geringerer als der Politiker Norbert Blüm.

Ein Großteil der Titel von Brings werden in kölscher Mundart vorgetragen. Nachdem man zunächst im Genre des Rock beheimatet war, hat man sich in den letzten Jahren auf Schlager und Partyhits spezialisiert.

Erste Erfolge in den frühen Neunzigern

Von 1991 bis 1993 veröffentlichte die Gruppe Brings pro Jahr ein Album: „Zwei zoote Minsche“, „Kasalla“ und „Hex’n’Sex“. Bei Rock am Ring absolvierten sie in diesen Zeiten nicht nur einen erfolgreichen Auftritt. Außerdem konnte die Gruppe mehrfache Auftritte in der WDR-Sendung Rockpalast verbuchen und spielte als Vorgruppe von AC/DC und den Simple Minds.

Mit der Single „Nur mer zwei“ erreichte Brings im Jahr 1991 Position 56 in den deutschen Charts, was bis dato der größte Erfolg für die Gruppe war. Zu den weiteren bekannten Titeln dieser Zeit gehören „Niemols im Lääve“, „Bis ans Meer“ oder das sozialkritische „Handvoll ze fresse“. Bei dem Sender SWR 3 wurde letzteres Lied zum „Song des Jahres“ gekürt.

Ein neuer Musikstil bringt frischen Schwung und größere Bekanntheit

In Anlehnung an den bekannten Titel „Those were the days“ veröffentlicht Brings im Jahr 2000 den Titel „Superjeilezick“, der sich vor allem in der Karnevalssession als Dauerbrenner erweist. Mit diesem Erfolg entfernte sich die Gruppe stilistisch vom rockigen Genre und war fortan eher im Bereich Stimmungsmusik anzutreffen. Einen weiteren, ebenfalls hauptsächlich im Kölner Karneval erfolgreichen Hit konnte Brings mit „Poppe, kaate, danze“ landen. Mit den anderen Kölner Bands Höhner und Paveier standen sie in der fünften Jahreszeit in den darauf folgenden Jahren mehrmals zusammen auf der Bühne.

Seit dieser Zeit sind Brings im Kölner Karneval auf nahezu allen größeren Veranstaltungen vertreten. Das 2005 aufgenommene Stück „Hoch, höher, Haie“ gilt seit 2005 als inoffizielle Hymne des Eishockeyvereins Kölner Haie. Pünktlich zur Karnevalssession 2007/2008 veröffentlichte die Band das Lied „Nur nicht aus Liebe weinen“, eine Coverversion des gleichnamigen Stücks von Zarah Leander. Dieser Titel hielt sich insgesamt 13 Wochen in den deutschen Charts und kletterte dabei bis auf Platz 34. Im Jahr 2008 führte eine Tournee die Gruppe erstmals nach München. Alle verfügbaren Tickets waren innerhalb von sechs Wochen nach Vorverkaufsstart ausverkauft. So konnte man zum ersten Mal nach der Änderung des Genres wieder Erfolge außerhalb der Heimat verbuchen und an die alten Zeiten anknüpfen. Die bis heute höchste Chartplatzierung erreichte Brings mit dem Titel „Halleluja“ im Jahr 2010. Der Song kletterte bis auf Platz 23 und war insgesamt 10 Wochen in den deutschen Charts.

Im Juli 2011 feierte die Band ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem Open-Air-Konzert im bis auf den letzten Platz gefüllten Rhein-Energie-Stadion in Köln vor 50.000 Zuschauern.

Im Januar 2014 veröffentlichte Brings die neue Single „Kölsche Jung“. Im dazugehörigen Video ist neben der Gruppe auch der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski zu sehen, der bereits an dem Clip zum Titel „Halleluja“ mitgewirkt hatte.

Außermusikalisches Engagement und Wirken

Brings engagiert sich mit anderen bekannten Künstlern in der Kölner Kampagne „Arsch huh, Zäng ussenander“ gegen rechte Gewalt. Im Jahr 1992 fand auf dem Chlodwigplatz in Köln ein Konzert der Künstler vor mehr als 100.000 Zuschauern statt.

Peter Brings spielte in dem Film „Knockin‘ on heaven’s door“ von 1997 einen Krankenpfleger. Es handelte sich jedoch nur um einen Kurzauftritt. Anders war es fünf Jahre später, als man der Gruppe im Rahmen der Fernsehserie „SK-Kölsch“ eine eigene Episode widmete. Die Ausstrahlung erfolgte am 11. November 2002.

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