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Die Höhner

Die Höhner © Manfred Esser / EMI Music

Die Höhner –- mit dem Hühnerhof zum großen Erfolg

Die Höhner sind eine Kölner Band, die 1972 von den Bandmitgliedern Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich gegründet wurde, zunächst unter dem Namen „Ne Höhnerhoff“. 1975 änderte die Band den Namen zu „De Höhner“ – 1987 wurde auch der Artikel fallengelassen, und die Band performt seitdem unter dem Namen „Höhner“. Bekannt sind sie vor allem dafür, eine „Mundartband“ zu sein, die viele Lieder auf Kölsch singt.
Heute besteht die Band aus sechs Mitgliedern: Von Beginn an dabei sind Peter Werner (*3. November 1949 in Köln-Lindenthal), der Keyboards, Trompete und Akkordeon spielt, und Janus Fröhlich (*12. Oktober 1950 in Köln-Ehrenfeld), der Schlagzeuger/Percussionist der Band. 1987 stieß der am 5. März 1957 in Leverkusen-Schlebusch geborene Henning Krautmacher dazu, der neuer Frontmann der Band wurde. Hannes Schöner (*24. Juni 1953 in Köln-Bickendorf) ist seit 1990 bei den Höhnern und spielt E-Bass und Bass. Jens Streifling (*30. April 1966 in Borna) spielt unter anderem Gitarre, Mandoline und Saxophon und ist seit 2003 dabei; John Parsons (*25. April 1954 in Pontllanfraith in Wales) spielt die Leadgitarre und ist seit 2008 Mitglied der Band.

Mit Hühnern und Gegacker fing alles an…

Mit dem Namen „Ne Höhnerhoff“ meinte es die ursprüngliche Band ganz ernst: Tatsächlich traten sie in den ersten Jahren meist im Hühnerkostüm auf, begrüßten das Publikum mit „Gack, gack, gack?“ und ließen auf der Bühne einige Federn, so dass tatsächlich am Ende die Bühne ein wenig an einen Hühnerhof erinnerte. Mit dem aufwendigen Kostümvergnügen war es dann aber bald vorbei, da die Kostüme auf der Bühne zu warm waren und der „Verlust an Federkleid“ allzu beträchtlich. Der erste Hit der Höhner war „Scheiß ejal, ob do Hohn bess oder Hahn“ aus dem Jahre 1974. Dieses Lied wurde eines von vielen, die einen festen Platz unter den Karnevalsschlagern eroberten – weitere Beispiele sind etwa „Blootwoosch“ und „Kölsch un e lecker Mädche“ vom ersten Album der Band, „Ich well noh Hus“ (1978).
In den 80ern hatte sich die Band als Karnevalsgruppe fest etabliert und wechselte 1982 zum Label EMI. Mit dem Einstieg von Henning Krautmacher in die Band im Jahre 1987 wurden erstmals Lieder auch auf Hochdeutsch aufgenommen. Ab den 1990ern begann die Band vermehrt hochdeutsche Lieder in ihre Alben und ihr Repertoire zu integrieren und konnte damit – und mit stilistischen Neuerungen in der Musik – ein immer breiteres Publikum erreichen. Von der einstigen reinen Karnevalsband wurden sie zu einer der populärsten deutschen Schlagerbands. Seit den 2000ern gelingt es ihnen immer wieder, sich mit Alben und Singles relativ weit oben in den deutschen Charts zu platzieren. Zu ihren größten Hits zählen etwa „Die Karawane zieht weiter“ (1998), „Viva Colonia“ (2003) und natürlich „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, das 2007 sogar Platz 1 der deutschen Single-Charts erreichte.

Auszeichnungen und Preise

Die Höhner erhielten unter anderem vier Auszeichnungen für das beste Kölsche Lied und diverse Karnevalsorden. Höhepunkt waren aber sicherlich die Ehrungen mit der Goldenen Stimmgabel 2005 und 2007 in der Kategorie „Erfolgreichste Gruppe – Schlager“. 2006 erhielten sie auch die Krone der Volksmusik in der Kategorie „Beste Karnevalsband“. Sie erhielten mehrere Goldene Schallplatten – zuerst für die Single „Karawane“ im Jahre 2000 – und eine Platin-Schallplatte für die Single „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ im Jahre 2010. Im Jahr 2000 waren sie mit ihrem Album „Best of – 25 Jahre“ für den Deutschen Schallplattenpreis ECHO nominiert.

Unterwegs und engagiert, auch jenseits des Musikalischen…

Dass die Höhner eine enge Beziehung zu „Ihrem“ Fußballclub, dem 1.FC Köln, pflegen, ist kein Geheimnis. 1978 komponierten De Höhner das erste Lied, das diesem Verein gewidmet ist: „Unser Bock es Meister“. Weitere Hits wie „Viva Colonia“ und „Mir stonn zu dir, FC Kölle“ folgten, das letztgenannte Lied wird noch heute vor Spielbeginn im Heimatstadion des 1. FC Köln gespielt.
Doch die Höhner sind auch vielfach sozial aktiv. 1992 nahmen sie an der Aktion „Arsch huh, Zäng ussenander” („Arsch hoch, Zähne auseinander“) teil, die sich – anlässlich einer Reihe von gewaltsamen Vorfällen – gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus wendete. Seitdem haben sich die Höhner immer wieder gegen Rechts engagiert, so auch etwa 2008 gegen den „Anti-Islamisierungskongress” der rechtsgerichteten Partei „Pro Köln”. Zudem hat die Band bereits 1992 die Patenschaft für das Kölner Lobby Restaurant (LoRe) für sozial Benachteiligte übernommen, wo sie unter anderem regelmäßig vor Weihnachten das Festessen mitkochen, um Bedürftigen ein festliches Mahl zu ermöglichen.

Sonst noch gut zu wissen…

… Im Jahr 2006 wurde sogar ein Flugzeug der damaligen Fluglinie HLX mit dem Schriftzug „Viva ab Colonia“ geziert.

Die Höhner Autogrammadresse

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Girlitzweg 30/Tor 4
50829 Köln


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