H&N

H&N ©

H&N – Modern Talking des Ostens

Das Musik-Duo H&N besteht aus den Künstlern Holger Flesch und Norbert Endlich. Die Anfangsbuchstaben beider Vornamen waren die Namensgeber der Musikgruppe. Holger Flesch wurde am 4. Oktober 1958 in Erfurt geboren. Norbert Endlich erblickte am 28. Mai 1958 in Sonnenberg das Licht der Welt. Beide studierten an der Musikhochschule Weimar und lernten sich dort kennen. Im Jahr 1978 fiel der Entschluss, eine Band zu gründen. Holger Flesch agierte als Gitarrist und Sänger, während Norbert Endlich Sologitarre und Klavier spielte und gesanglich die zweite Stimme gab. Die zahlreichen Fans in der damaligen DDR verliehen dem Duo bald den Beinamen Modern Talking des Ostens.

Eine steile Karriere

Nach der Gründung der Band traten die beiden Musiker erstmals 1981 unter dem Namen H&N beim Dresdner Musikfestival „Goldener Rathausmann“ auf. Das Festival war eine Plattform zur Förderung von Nachwuchskünstlern der DDR. Flesch und Endlich gewannen den ersten Preis und konnten mit „Schulfrei“ bald ihre erste Single veröffentlichen. In kurzen Abständen folgten weitere erfolgreiche Single-Veröffentlichungen wie „“Flic, Flac in die Nacht““, „„Baby aus Halle““ und „„Zwei Handvoll Träume““. Dazu kamen Auftritte in beliebten Unterhaltungssendungen des DDR-Fernsehen wie „“Ein Kessel Buntes““ oder „“Silberner Bong““. Letztere Sendung ähnelte der ZDF-Hitparade. Gleich dreimal wurden Titel von H&N von den Zuschauern auf den ersten Platz gewählt. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere absolvierten die Musiker bis zu 300 Konzerte im Jahr. Darunter waren auch gemeinsame Auftritte mit den Pudhys und Frank Schöbel. Später komplettierte der Keyboarder Axel Schulze die Band.

Ab in den Westen

Flesch und Endlich besaßen ein Dauervisum, das es den Künstlern ermöglichte, in der BRD aufzutreten. Aber in der Realität wurden sie von der DDR-Staatsmacht häufig daran gehindert, Einladungen anzunehmen. Verschiedene Repressalien und ein angedrohtes Berufsverbot ließen bei den Künstlern den Entschluss reifen, der DDR den Rücken zu kehren. Eine berufliche Reise im März 1987 nutzten die Künstler, um im Westen zu bleiben. Hier versuchten sie als H&N an die Erfolge in der DDR anzuknüpfen. Später änderten sie den Bandnamen in „Boys Next Door“ um. „Kein Morgen danach“, die letzte Single von Roy Black, ist eine der zahlreichen Kompositionen für andere Künstler aus dieser Zeit. Im Jahr 1988 beschlossen Flesch und Endlich, eigene Wege zu gehen. Während Holger Flesch sich zeitweilig aus dem Musikgeschäft zurückzog, verlegte Norbert Endlich sich ganz aufs Komponieren und Produzieren. Er war unter anderem für Roland Kaiser und Inka Bause tätig. Seit 2009 produziert er auch Titel für seine Tochter Ella Endlich.

Wiedervereinigung nach 25 Jahren

Der Zufall führte Flesch und Endlich 25 Jahre nach der Trennung wieder zusammen. Aus dem Zusammentreffen entwickelten sich ein Comeback und die Veröffentlichung des Albums „“Früher oder später““ im Mai 2013. Dabei handelt es sich kurioserweise um das erste Album der Band überhaupt. In der erfolgreichen Vergangenheit hatten sie ausschließlich Singles veröffentlicht. „“Früher oder später““ wurde kürzlich bei Carmen Nebel vor einem Millionen-Publikum vorgestellt. Norbert Endlich und die Moderatorin sind seit Längerem liiert. Fragen von Journalisten nach den Heiratsplänen des Paares wurden bislang stets mit Schweigen übergangen.


Noch keine Kommentare

Kommentar verfassen

Felder mit * sind Pflichtfelder