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Hubert von Goisern

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern verbindet Alpenmusik mit Südstaatensound

Hubert von Goisern ist ein österreichischer Musiker, der seinen Künstlernamen nach seiner Geburtsstadt Bad Goisern im Salzkammergut gewählt hat und eigentlich Hubert Achleitner heißt. Er wurde am 17. November 1952 geboren. Er gilt als Erfinder des sogenannten Alpenrock, indem er traditionelle Volksmusik und Rockmusik zur Neuen Volksmusik mischte. Hubert von Goisern, gerne auch mit dem Attribut „Weltmusiker“ versehen, wollte bereits als Kind ein Instrument erlernen. Dazu fehlte der Familie allerdings das Geld. Deshalb schloss er sich mit 12 Jahren einer Blaskapelle an, wo er kostenlosen Unterricht erhielt und eine Trompete gestellt bekam.

Von der Blaskapelle über die experimentelle Musik zum Alpenrock

In der Blaskapelle von Bad Goisern nahm er schon mit 16 Jahren den Rang des ersten Trompeters ein. Dennoch musste er die Kapelle drei Jahre später verlassen, Meinungsverschiedenheiten waren dafür ausschlaggebend. Hubert von Goisern brachte sich selbst das Gitarrenspielen bei. Mit 20 Jahren zog es ihn nach Südafrika. Dort engagierte er sich gegen die Rassentrennung, kehrte nach drei Jahren ins Salzkammergut zurück und ging ein Jahr später nach Toronto in Kanada, wo er zwei Jahre lang Gitarre studierte. Von Kanada führte ihn sein Weg auf die Philippinen. Er interessierte sich für die Musiktradition des Landes, vermittelte den Einheimischen österreichische Volksmusik und kam so zum ersten Mal auf die Idee, heimatliche Klänge mit anderen Musikstilen zu mischen.

Im Jahr 1983 begann Hubert von Goisern ein Studium an der Wiener Musikhochschule. Bis 1991 befasste er sich mit Elektroakustik und experimenteller Musik. Während des Studiums gründete er gemeinsam mit Wolfgang Staribacher die Band Original Alpinkatzen. Von da an nahm er auch den bis heute gültigen Künstlernamen Hubert von Goisern an. Die Original Alpinkatzen veröffentlichten 1988 ihr Debütalbum „Alpine Lawine“. Ein Erfolg wurde die CD nicht. Unterschiedliche künstlerische Auffassungen zwischen Hubert von Goisern und Wolfgang Staribacher führten zur Trennung der beiden. Mit neuen Musikern führte Hubert von Goisern das Alpinkatzen-Projekt weiter. Dabei entdeckte er die erst 18-jährige Sabine Kapfinger, die ihm das Jodeln beibrachte.

„Aufgeigen statt niederschiassen“ heißt das zweite Album, das 1992 veröffentlicht wurde. Einzelne Titel daraus wie „Koa Hiatamadl“ und „Weit, weit weg“ wurden von verschiedenen Radiosendern gespielt. Im Februar 1992 kam mit „Omunduntn“ ein weiteres Album auf den Markt. Nur vier Wochen nach Erscheinen wurde die CD mit Platin ausgezeichnet. Für die Band ergaben sich daraus ausgedehnte Tourneen, die bis nach Frankreich und in die USA führten. Das Abschlusskonzert fand am 1. November 1994 in München statt. Aus einer geplanten Auszeit von der Bühne von zwei Jahren wurden am Ende sieben Jahre. Hubert von Goisern war während dieser Bühnenpause nicht untätig. So schrieb er zum Beispiel die Musik für die Literaturverfilmung „Schlafes Bruder“. Ende 2000 erschien das neue Album „Fön“, dem vier Monate später ein Album („Trad“) mit österreichischen Volksliedern folgte. 2011 veröffentlichte er das Erfolgsalbum „Entwederundoder“, auf dem auch der Hit „Brenna tuat’s guat“ zu hören ist. Die Singleauskopplung des Songs erreichte in Österreich in kürzester Zeit Rang eins in den Charts. Dem Erfolg in den Hitparaden schloss sich für Hubert von Goisern 2012 eine ebenso erfolgreiche „Brenna-Tuat’s”-Tour an. Über 100 Konzerte vor mehr als 300.000 Fans gab der Musiker im deutschsprachigen Raum. Daraus entstand das Live-Doppelalbum „Im Jahr des Drachen“, das 2013 veröffentlicht wurde.

Weltmusiker und Modemacher

Auch als Modemacher hat sich der Weltmusiker Hubert von Goisern einen Namen gemacht. Mit seinem Freund Klaus Höller hat er zwei Kollektionen entworfen. Daneben engagiert sich der Künstler für zahlreiche Projekte. Mal als „Star in der Manege“, mal für die Aktion „Licht ins Dunkel“, die in Österreich über 400 soziale Einrichtungen fördert. Aber auch als Fürsprecher für die Anliegen Afrikas und Tibets ist der Musiker aktiv.


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