Lena Valaitis

Lena Valaitis © Michaela Axer

Lena Valaitis – mit Johnny Blue zum ESC

Das Leben und die Karriere von Lena Valaitis

Seit den 70er Jahren ist Lena Valaitis im Schlagergeschäft und veröffentlicht bis heute erfolgreich Singles und Alben. Ihre größten Erfolge feierte sie in den 70er und 80er Jahren und ist für gefühlvolle und mitreißende Songs bekannt. Seit fast 50 Jahren ist Lena nun dabei und aus dem Business einfach nicht mehr wegzudenken. Das ist die außergewöhnliche Karriere von Lena Valaitis.

Lena Valaitis wurde am 7. September 1943 in Memel, dem heutigen Litauen geboren. Ihr bürgerliche Name lautet Anele Luise Valaityte. Bereits als Kind kam sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Deutschland, denn ihre Heimatstadt Memel wurde im zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört. Die kleine Familie floh nach Fehmarn und lebte später in Memmingen. Der Vater von Lena Valaitis war Soldat und war im Krieg gefallen. Kurz vor dem Abitur brach Lena die Schule ab und begann eine Ausbildung bei der Deutschen Bundespost. Jedoch interessierte sich Lena schon früh für die Musik und nahm während ihrer Schulzeit Gesangsunterricht, um auch auf professionellem Wege Musik zu machen.

Der Beginn der Karriere von Lena Valaitis

In der Anfangszeit nahm Lena Valaitis an mehreren Nachwuchswettbewerben teil. 1970 erhielt sie mit 26 Jahren ihren ersten Plattenvertrag und brachte kurze Zeit später ihre Debütsingle „Halt das Glück für uns fest“ heraus. Danach ging es für die junge Sängerin Schlag auf Schlag. Sie durfte in der Fernsehsendung „Drehscheibe“ im „ZDF“ auftreten. Die folgenden Singles entstanden in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Produzenten Jack White, der Lena verhalf zu einige Hitsingles, wie z.B. „So wie ein Regenbogen“, „Bonjour mon amour“ oder „Wer gibt mir den Himmel zurück“. Mitte der 70er Jahre veröffentlichte sie „Ein schöner Tag“, eine deutsche Coverversion des Songs „Amazing Grace“ und schaffte es erstmals auf die vorderen Ränge der Charts zu kommen. Ein toller Erfolg für Lena Valaitis, die lange den Traum hatte, als Sängerin erfolgreich zu sein.

Lena Valaitis: Eurovision Song Contest

Im Jahr 1976 nahm Lena Valaitis erstmals beim Vorentscheid zum Eurovision Song Congest teil. 1981 sollte es dann endlich klappen und die Sängerin vertrat Deutschland beim Musikwettbewerb in Dublin. Sie trat mit dem Titel „Johnny Blue“ an, der von niemand geringeres als von Ralph Siegel komponiert wurde. Für den Sieg reichte es dennoch leider nicht, sie belegte trotzdem einen beachtlichen zweiten Platz hinter der britischen Band Bucks Fizz. Einige Jahre später im Jahr 1992 nahm sie erneut beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Nach über 20 Jahren im Musikgeschäft zog sich Lena Valaitis ab 1993 vorerst aus dem Business zurück und widmete sich ihrem Privatleben.

Comeback von Lena Valaitis

Nach einer kreativen Pause kehrte Lena Valaitis 2001 zurück auf die Bühne. Denn schließlich ist Musik ihre große Leidenschaft. Sie nahm zwei erfolgreiche Duette mit Hansi Hinterseer auf und spielte sich mit Songs wie „Was kann ich denn dafür“ zurück in die Schlagerliga. Immer noch ist Lena ein gern gesehener Gast in Musiksendungen und gibt regelmäßig Live-Konzerte.

Die Person Lena Valaitis

Lena Valaitis ist eine deutsche Schlagersängerin mit litauischen Vorfahren. Sie wurde am 7. September 1943 in Memel geboren. Diese Stadt ist heute unter dem Namen Klaip?da bekannt. Ihr Geburtsname lautet Anel? Luise Valaityt?. Nach ihrer Hochzeit im Jahr 1979 nahm sie den Nachnamen ihres Mannes an und heißt seitdem Anel? Luise Jüssen. In den 1970er-Jahren schaffte sie ihren Durchbruch als Schlagersängerin in Deutschland und gehört noch immer zu den beliebtesten Künstlerinnen in dieser Branche.

Flucht aus dem Memelland und die ersten Schritte in Deutschland

Lena Valaitis war noch ein kleines Kind als sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Deutschland kam. Das ostpreußische Memel wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und der Vater kam als Soldat ums Leben. Die ersten beiden Jahre lebte die Familie auf Fehmarn in der Ostsee. Anschließend zog Mutter Valaityt? mit ihren beiden Kindern nach Memmingen. Nach dem Besuch der Volksschule wurde Lena auf dem litauischen Gymnasium in Hüttenfeld eingeschult. Sie schloss die Schule jedoch ohne Abitur ab. Die junge Frau verließ das Gymnasium zwei Jahre vor dem Abschluss, um eine Lehre bei der Deutschen Bundespost in Frankfurt am Main zu absolvieren. Bereits als Schülerin hatte sie privaten Gesangsunterricht und machte in Frankfurt schließlich weiter. Außerdem nahm Lena an diversen Nachwuchswettbewerben teil.

Jack und José – zwei Männer als Wegweiser zur großen Karriere

Die Band Frederik Brothers war der Beginn der musikalischen Laufbahn von Lena Valaitis. Im Jahr 1970 bekam Lena Valaitis einen Plattenvertrag beim Label Philips und veröffentlichte im Juli desselben Jahres ihre erste Single „Halt das Glück für uns fest“. Einige Monate später trat sie im Ratgeber- und Boulevardmagazin „ZDF-Drehscheibe“ zum ersten Mal im Fernsehen auf. 1971 coverte sie den „Nickel-Song“ und nahm ihn unter dem deutschen Titel „Ob es so oder so, oder anders kommt“ neu auf. Der erfolgreiche Produzent Jack White stand ihr in den nächsten Jahren zur Seite. „“Bonjour mon amour““, „“So wie ein Regenbogen““ und „“Wer gibt mir den Himmel zurück““ lauten einige der Ergebnisse einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

In den Top 20 der deutschen Charts war Lena Valaitis erstmals 1976 zu finden. „José der Straßenmusikant“ erreichte Position 16, und mit dem „Amazing Grace“-Cover „“Ein schöner Tag““ landete sie auf dem 11. Platz. Außerdem nahm sie in diesem Jahr zum ersten Mal an der Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest teil.

Johnny Blue -– ihr größter Hit

1981 klappte es beim zweiten Anlauf, und die schöne Sängerin wurde als Deutschlands Vertreterin für den Eurovision Song Contest ausgewählt. Der Titel „„Johnny Blue““ ist eine Komposition von Ralph Siegel. Er handelt von einem blinden Jungen und rührte damals zahlreiche Menschen zu Tränen. Lena Valaitis kam nicht nur auf nationaler Ebene hervorragend an. Sie verzauberte auch das Publikum in ganz Europa und belegte bei der Endausscheidung in Dublin hinter den Siegern Bucks Fizz aus Großbritannien einen glänzenden 2. Platz. In den folgenden Jahren gab es weitere Veröffentlichungen und Auftritte, aber auch ruhigere Phasen im Leben der talentierten Frau. Sie trat ein wenig kürzer und bekam ihr zweites Kind. 1992 versuchte sie es wieder bei der Vorausscheidung zum Grand Prix, konnte sich am Ende jedoch nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Ein Jahr später entschloss sich Lena Valaitis zum Rückzug von der Showbühne.

Schicksalsschlag und Comeback im deutschen Fernsehen

Die ersten Comeback-Versuche im neuen Jahrtausend waren diverse Duette mit dem österreichischen Volksmusik-Sänger Hansi Hinterseer. Als Solokünstlerin wurde Lena Valaitis im Jahr 2008 wieder aktiv und präsentierte ihre Single „Du bist nicht allein“ in mehreren Fernsehsendungen. Im gleichen Jahr war die Veröffentlichung eines neuen Albums geplant, die allerdings wegen des Todes ihres Mannes Horst Jüssen auf Eis gelegt wurde. Erst im Mai des Jahres 2009 trat Lena Valaitis wieder im Fernsehen auf und gab in der Sendung „“Willkommen bei Carmen Nebel„“ eine neue Variante von „Ein schöner Tag““ zum Besten. Die Veröffentlichung des neuen Albums „“Liebe ist“…“ ließ bis Februar 2010 auf sich warten.

Willkommen – die Männer im Privatleben der Lena Valaitis

Lena Valaitis war in erster Ehe mit Robert Wiedmann verheiratet. Aus der Verbindung mit dem Stuttgarter Industriellen stammt der Sohn Marco, der 1973 geboren wurde. In den späten 70er-Jahren lernte sie bei einem Auftritt in der Sendung „Klimbim“ den Schauspieler Horst Jüssen kennen. Die Beiden verliebten sich ineinander und die Sängerin verließ nach einiger Zeit ihren Ehemann. 1979 heiratete sie Jüssen und bekam mit ihm noch einen zweiten Sohn. Wunschkind Don erblickte 1983 das Licht der Welt. Nach fast 30 Jahren glücklicher Ehe starb Horst Jüssen am 10. November 2008 an Krebs.

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