Mia Julia

Mia Julia © Gabi Breuer-Konze

Mia Julia – Der Schlager erlebt eine “geile Zeit”

Mia Julia Brückner wurde am 9. Dezember 1986 in München geboren. Aufgewachsen ist sie im ländlichen oberbayerischen Moorenweis. Sie erlernte den Beruf der Friseurin und ging diesem Beruf fünf Jahre nach. Im Jahr 2006 lernte sie den damaligen Versicherungsberater Peter Brückner kennen, der in der Nähe des Friseurgeschäfts arbeitete, in dem Mia Julia tätig war. Im März 2009 läuteten die Hochzeitsglocken. Die Flitterwochen gingen standesgemäß nach Las Vegas, was dem Paar gut gefiel. Man überlegte, die Las-Vegas-Glitzerwelt in Form einer American-Diners-Bar nach Bayern zu importieren und eröffnete im August 2009 im Münchner Vorort Gilching das „Shooters“.

Einstieg ins Pornogeschäft

Das Paar lebte eine offene Sexualität, die auch den Besuch von Swingerclubs nicht ausschloss. Bei einem dieser Besuche lernte das Paar an einem Donnerstag (Werktag, so dass Zeit vorhanden war – am Wochenende musste die volle Konzentration der Gastronomie dienen) bei einer Pornopremiere den Pornostar Wanita Tan kennen. Die inspirierte Mia Julia, sich einfach mal zu bewerben. Gesagt – getan: Mia Julia schrieb ein Bewerbungsschreiben an die Pornoproduktion Magmafilm – nach einem guten bzw. buchstäblich „befriedigen“ ersten Auftritt im Film-Debut „Das Sennenlutschi“ einigte sich direkt auf einen Exklusivvertrag und Mia Julia begann quasi, „Schauspielerin“ zu werden.

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Mia Julia

Mia Julia feat. DJ Mico – Mallorca da bin ich daheim (Official Video)
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Auf Anhieb kam Mia Julia gut an – blond, das „nette Mädchen von nebenan“ – und natürliche Brüste, wie sie damals betonte – das führte zu einem großen Erfolg im Pornobusiness, wobei Mann Peter die administrativen Fäden in der Hand hielt. Der Erfolg konnte sich sehr schnell sehen lassen – 2010 gab es den EroFame Erotixxx Award als beste Porno-Nachwuchsdarstellerin. 2011 gab es den Erotic Lounge Award als beste Darstellerin. Binnen zwei Jahren hat sie nicht weniger als 15 Filme gedreht. Erste bundesweite Popularität erreichte sie dadurch, dass sie vom TV-Magazin „Frau TV“ am 25. November 2010 mit ihren Swinger-Aktivitäten vorgestellt wurde.

2012 zierte sie die Titelseiten von Magazinen wie FHM und Penthouse (bei letzterem sogar zweimal binnen drei Monaten, im Oktober 2012 und im Januar 2013). Neben ihrer Tätigkeit als Model ging sie anderen kuriosen Aktivitäten nach, beispielsweise wurde sie Weltmeisterin im Nacktrodeln – von RTL gekürt. Das Erfolgsrezept Mia Julias fußt auf wenigen Aspekten – sie gibt das „Mädchen von Nebenan“, spielt mit ihren sexuellen Reizen, ist authentisch (ganz wichtig!) – und hat einen Partner im Hintergrund, der sich akribisch um das Administrative kümmert. Nachdem das im Sex-Business gut klappte, lag nahe, mal in die Musik-Branche zu schnuppern.



Einstieg ins Musik-Business

Bereits 2011 agierte Mia Julia im Musik-Business, allerdings als Schauspielerin und nicht als Sängerin. Sie spielte beim Video der „K.I.Z.“-Rapper zu deren Song „Fremdgehen“ mit. Kurz darauf spielte sie in einem weiteren Video mit, nämlich in „Ich will Sex mit Dir, Carmen“ von Ikke Hüftgold und Lorenz Büffel. Eine schicksalhafte Begegnung: Lorenz Büffel holte Mia Julia an den Ballermann, sie hatte im Mai 2012 zur Saisoneröffnung ihren ersten Aufenthalt auf Mallorca und ihren ersten Auftritt im Megapark – damals noch als Tänzerin von Lorenz Büffel.

Beginn einer Karriere als Partysängerin

Kurz darauf begann Mia Julia dann, „umzuschulen“ auf Gesang, was von Beginn an sehr gut funktionierte. Auf Mallorca kam sie mit ihren Auftritten im „Bierkönig“ und „Oberbayern“ gleich sehr gut an. Folglich wurde im September eine erste digitale Single veröffentlicht. „Der Berg kommt“ war ein guter Aprés-Ski- und Oktoberfest-Hit. Ein Autor dieses Liedes ist ein gewisser Matthias Distel, der den Fans eher unter seinem Künstlernamen „Ikke Hüftgold“ bekannt ist. Das Portal „Ballermann-TV“ hatte wohl den richtigen Riecher, als es damals schrieb: „Auch wenn ihre Sangeskünste nicht wirklich traumhaft erscheinen… sie kann es mit anderen Argumenten glattbügeln – und eine Rampensau ist sie mit Sicherheit“. 



Der Sprung ins Musik- und Entertainmentgeschäft funktionierte sehr gut – und zwar so gut, dass Mia Julia sich aus dem Pornogeschäft zurückzog – und das medial sehr geschickt verbreitete: Am 15. Oktober 2012 titelte die Bild-Zeitung „Mia Magma – Karriere-Aus. Aus Mia Magma wird Mia Julia Brückner“.

Gleich mit der zweiten Single startete Mia Julia so richtig durch. „Oh Baby“ ist die deutsche Version des Belinda-Carlisle-Klassikers „Heaven Is A Place on Earth“ – und es wird nicht wenige Männer geben, die bei der Zeile „dann bekommst Du alles, was Du willst von mir“ Fantasien entwickeln… Der erste Etappensieg war erreicht: Mit diesem im Mai 2013 erstmals erschienenen Song schaffte es Mia Julia auf den sehr beliebten Sampler „Ballermann Hits 2013 XXL“ – zwar nur auf CD 3 und damit quasi auf die Bonus-CD, aber der Anfang war gemacht. Schon damals zeigte sich, dass auch Mia Julias Umfeld clever ist – erneut man schaffte es, die Bild-Zeitung für die Videopremiere von „Oh Baby“ mit ins Boot zu bekommen.

Um im Gespräch zu bleiben, war Mia Julia als Expertin in Sex-Fragen medial gefragt. Am 21. Februar 2013 gab sie bei der RTL2-Sendung „Exkluxiv – die Reportage – die heißesten Profi-Tipps für’s Schlafzimmer“ die Expertin, und am 2. Mai 2013 wurde ihr Wechsel vom Porno- zum Schlager-Star in der Doku „Vom Poppstar zum Popstar“ thematisiert. Schon damals brachte RTL2 das vermeintlich einfache Erfolgsrezept Mia Julias auf den Punkt: „Möpse, Männer und Musik“. 



Im Januar 2014 ging es weiter: „Hey Mr. DJ“ wurde erneut gerne auch mal „oben ohne“ präsentiert. 
Viel besser kam das von Mike & the Mechanics („Word Of Mouth“) inspirierte, im Mai 2014 erschienene „Auf die Liebe“ an. In der Zeit trug es sich übrigens zu, dass MICHAEL WENDLER ein Plakat veröffentlichte mit einer Konzertankündigung am Ballermann, auf dem das Publikum Mia Julias zu sehen war. Sein damaliger Manager Markus Krampe orakelte, dass Mia Julia froh sein solle, ins Gespräch zu kommen – schließlich würde sie in ein paar Jahren vielleicht wieder Filme drehen. Wie Krampe als Olé-Manager inzwischen selbst einsehen muss, ist es wohl NICHT Mia-Julia, die sich nach einem neuen Job umsehen muss…

Einzug ins Big-Brother-Haus

Im August 2014 zog Mia Julia als eine von zwölf „prominenten“ Kandidaten ins “Promi Big Brother 2014”-Haus ein. Auch wenn sie „nur“ Achtplatzierte wurde, gab das einen weiteren enormen Popularitätsschub. Besonders der eigens ins Haus geschummelte Vibrator (allerdings ohne Batterien) sorgte für mächtigen Medienrummel. Aus Verbundenheit zu ihrem Mann ließ sich Mia Julia auf ihren rechten Oberschenkel „Jeden Schritt nur mit Dir“ als Tattoo stechen – ihr Mann tat es ihr gleich. Parallel erschien die dritte Single 2014: „Wir retten die Welt“.

Gemeinsam mit dem damals ambitionierten Newcomer Stefan Stürmer sang Mia dann im Dezember 2014 „Scheiß auf Schickimicki“. Für Stürmer gab es keinen Karriereschub – für Mia Julia ging mit ihrem nächsten Song die Post so richtig ab, wobei die Duett-Single erneut auf einem wichtigen Sampler landete, nämlich auf dem Sampler „Apres Ski Hits 2015 XXL“ – erneut auf CD 3….

 


Nach perfektem Krisenmanagement: Großer Hit „Mallorca, da bin ich daheim“.

Bereits im November 2014 hatte DJ Mico mit „Sandy“ einen Hit in der Schweiz. Er besang „seinen“ Kanton Graubünden: „Du bisch dr gailscht Kanton vor Welt. Bisch mini Haimat und allas was zellt. In da Bündner Berga bini nia allai. Graubünda, do bin i dihai!“ – damit ging es in die Top-50 der Schweizer Singlecharts. Das ist auch Mia Julia nicht entgangen und beschloss, mit DJ Mico davon eine Mallorca-Version zu machen: „Mallorca, da bin ich daheim“ – der Erfolg war enorm. Der im April 2015 erschienene Titel schlug auf Mallorca ein wie eine Bombe und etablierte Mia Julia endgültig als A-Elite der Ballermann-Prominenz. 

Interessant ist, dass man in damaliger Zeit einen ganz anderen Titel auf dem Schirm hatte, nämlich einen Song (Fangesang) der Südkurve des FC Bayern München. Der Titel „Wenn ich nachts nicht schlafen kann“ wurde zurückgezogen, weil viele Fußballfans intervenierten. Erneut muss man den Hut ziehen vor dem „Krisen-Management“ und der geschickten Taktik, das Ganze schnell „unter den Teppich zu kehren“ – es scheint gelungen zu sein.

Im Juni gab es dann endlich das erste Album Mia Julias mit dem passenden Titel „Frech – laut – sexy“, auf dem alle ihre ersten Erfolge zu hören waren. Im August wurde daraus die Ballade „Danke“ ausgekoppelt, in der sie sich bei ihren treuen Fans bedankt – ein Titel, der etwas aus Mia Julia sonstigem Repertoire absticht. – 2015 wurde sie das „Gesicht“ der Sex-Messe Venus – passend dazu erschien die offizielle Hymne zur Messe: „Nackt is‘ geil“. Von diesem Motto war die Blondine so überzeugt, dass sie es sich gleich auf den linken Zeigefinger hat tätowieren lassen. Dass Mia Julia es nackt liebt, passte der Sängerin Annemarie Eilfeld nicht. Die ließ am 4. September 2015 einen Auftritt platzen, weil sie direkt nach ihrer blonden Kollegin gebucht war. Mia Julia nahm’s gelassen, schrieb in der Bild-Zeitung einen offenen Brief, in dem sie u. a. erwähnte, dass Frau Eilfeld von niemandem vermisst worden sei und ging unbeirrt ihren Weg fort. 

 

Passend zum „Fest der Liebe“ fand am 2. Weihnachtsfeiertag 2015 im Tanzlokal „Nina“ in Köln die „Weltpremiere“ des Liedes „Schnaxeln“ statt, das Nina im Duett mit Lorenz Büffel sang. Büffel holte Mia Julia damals nach Mallorca – man sollte meinen, dass da das Thema „Schnaxeln“ auf der Hand liegt. Dem ist aber nicht so – in einem Interview erklärte Mia Julia die Logik des Titels: Sie selbst ist Bayerin, Lorenz Österreicher – da liegt die Verwendung des Dialekts auf der Hand…

Im Anschluss musste dann natürlich auch ein Duo mit dem Kollegen Ikke Hüftgold, Songautor und ebenfalls „Mann der ersten Stunde“ von Mia Julia, her. Im April 2016 wurde das Duett „Wir sind Mallorca“ veröffentlicht.

Erfolgreicher als mit ihren Duett-Versuchen ist die „pure“ Mia-Julia, also die solo singende Interpretin. Mit ihrem im Juni 2016 erschienenen Sommerhit hatte sie mal wieder eine gute Idee. Ihre Fans singen immer gerne einen Schlachtgesang „Mia Julia olé“ – genau den hat Mia Julia aufgenommen und geht damit einmal mehr direkt auf ihre Fans ein: „Wir sind die Geilsten“. 



Gemeinsam mit den DORFROCKERN startete Mia Julia ins Jahr 2017. Deren Lied „Dorfkind“ stellte die Gruppe 2014 in Florian Silbereisens Show vor – Grund genug, den Titel noch einmal neu im Ballermann-Style aufzunehmen. Auch diesmal war der Titel authentisch und biografisch gut gewählt – zum Jahreswechsel 2016/2017 zog die beliebte Ballermann-Sängerin nämlich aus Bayern ins dörfliche Werne (NRW) – unter anderem, weil sie lieber ländlich wohnt als in der Stadt. (Von Vorteil ist auch die Verkehrsanbindung an die eher in NRW als in Bayern ansässigen Mallorca-Partys). Mia Julia gefiel der Titel – und sie sagte direkt für ein Duett zu.

Nächster Schritt: Eigenes Plattenlabel

Der Song erschien ebenso im April 2017 wie ihr nächster Solo-Titel: „Endlich wieder Malle“ wurde die nächste Mallorca-Hymne. Der nächste Schritt wurde getan: Als Co-Autoren des Songs werden „Julia Brückner und Peter Brückner“ genannt. Denen, die sich über das große „S“ auf dem Single-Cover wundern, sei gesagt, dass im Dezember 2016 ein neues Plattenlabel entstand: Summerfield Records. Dahinter stecken Mias Songautoren Matthias Distel aka Ikke Hüftgold, Dominik de Leon und eben Mia Julia mit ihrem Ehemann Peter. Ikke Hüftgold erkärte das höchstselbst am 12. Dezember 2016 in einem Facebook-Posting:

Souveräner Umgang mit Pöblern

Die Mallorca-Saison 2017 hat einen neuen Aspekt Mia Julias zu Tage gebracht. Als sie im Bierkönig auftrat und rechte Skinheads „Ausländer raus“ skandierten, forderte sie das partywillige Volk auf, „Nazis raus!“ zu brüllen – mit nachhaltigem Erfolg, was ihr viel Respekt verschaffte, womit sie sich auch politisch positionierte – sollte da die nächste Stufe der Karriereleiter anstehen? In Italien hat es mit Ilona Staller ja ein Beispiel gegeben.

Im Juni 2017 erschien die aktuelle Mia Julia-Single: „M. I. A. – meine Gang“. Damit wurde der nächste Baustein ihrer Karriere gelegt – sie hat es damit tatsächlich in die Top 100 Single-Charts geschafft. Zum Vergleich: Die Singles „Nie wieder“ (Vanessa Mai) und „Ja, ich will“ (Andrea Berg) haben das NICHT hinbekommen. 

Mit ihren Summerfield Records-Kollegen sang Mia Julia die Hymne der Partyreihe „Olé Party – Hymne 2017“. War sie 2012 noch „Special Guest“ und tanzte bei den singenden Kollegen, ist sie nun „DER“ Top-Star dieser Veranstaltungsreihe.

Wenn man Facebook Glauben schenken darf, könnte als nächstes die Neuaufnahme eines Eurovisions-Klassikers anstehen. Man erinnere sich: Anno 1974 gewann nicht nur ABBA den Grand Prix – nein, für Holland traten auch die legendären „Mouth & McNeal“ an. „Mouth“ war ein korpulenter extrovertierter Sänger und „McNeal“ seine hübsche Sangespartnerin. Damals vertraten sie die Niederlande mit dem Song „I See A Star“. Davon wurde eine deutsche Version produziert: „Ein gold’ner Stern“. Die Vorlage kann man sich auf youtube ansehen  – man darf sehr gespannt sein, was Ikke Hüftgold und Mia Julia daraus machen werden.

Mia Julia live in Concert

Ende 2016 ging Mia Julia ein weiteres Projekt an, nämlich das der Solokonzerte. Am 17. Dezember 2016 hieß es „Mia Julia live in Concert“ im Delta Musikpark in Essen. Ihre Show unter dem Motto „Geile Zeit“. Auch das war ein großer Erfolg – die Show war komplett ausverkauft. Das war Ansporn, Ende 2017 eine Mia-Julia-Tour 2017 unter dem gleichen Motto zu starten unter dem bewährten Motto „Geile Zeit“. Zwischen dem 28.11. und dem 16.12. tourt Mia Julia durch Deutschland, einige Konzerte sind schon heute ausverkauft. Nach ihrem fulminanten Auftritt bei der Olé-Party in der Gelsenkirchener Veltins-Arena vor 40.000 Zuschauern wurde bekannt, dass sie im kommenden Jahr sogar ein eigenes Open-Air-Konzert am Nürburgring geben wir unter dem Motto: Mia Julia & Friends. Man darf gespannt sein, wohin diese mehr als beeindruckende Karriere noch führen wird…

So oder so muss man konstatieren, dass die junge Sängerin es innerhalb weniger Jahre geschafft hat, so ziemlich ohne Medienpräsenz mehr oder weniger „aus eigener Kraft“ eine unglaubliche Popularität zu erreichen. Ganz offensichtlich haben sie und ihr Umfeld alles richtig gemacht – das ist aller Ehren wert. Viele Schlagerfans sehen (vielleicht nicht ganz zu Unrecht) kritisch, dass Mia Julias gesangliche Qualitäten eher bescheiden sind und ihr Erfolg eindeutig mehr auf ihrer Bühnenpräsenz fußt. Das gilt aber durchaus auch für andere im Schlagergeschäft erfolgreiche „Sänger“ – insofern ist der Begriff „Schlager“ hier durchaus angemessen – und so gesehen wäre es auch nicht falsch, sie einmal in eine der großen „traditionellen“ Schlagershows einzuladen – das kann für alle Beteiligten eigentlich nur von Vorteil sein.