Vicky Leandros

Vicky Leandros © Walter Kober

Vicky Leandros – von Korfu hinaus in die Welt des Chanson

Das Leben und die Karriere von Vicky Leandros

Vicky Leandros wurde am 23. August 1952 in Paleokastritsa auf Korfu, als Vassiliki Papathanasiou, geboren. Die Sängerin hat griechische Wurzeln, zog aber bereits als Kind mit ihrer Familie nach Hamburg, wo sie bis heute lebt.

Vicky ist die Tochter des griechischen Sängers Leo Leandros, der nebenbei auch als Komponist, Texter und Musikproduzent tätig ist. Bereits vor ihrer Geburt war ihr Vater ein erfolgreicher Sänger in Griechenland und machte sich nach dem Umzug nach Deutschland auch hier einen Namen als Sänger. Vicky Leandros bekam sozusagen die Musik in die Wiege gelegt und erbte das musikalische Talent ihres Vaters. Er war es auch, der für seine Tochter, vor allem in den Anfangsjahren alle Songs schrieb.

Das musikalische Talent von Vicky wurde bereits früh erkannt und so wurde das junge Mädchen schon früh gefördert. Vicky erhielt Gesangsunterricht, ging zum Ballett und lernte das Gitarrespielen. Bereits während der Schulzeit zog es Vicky auf die Bühne und 1965, mit gerade einmal 13 Jahren, veröffentlichte sie ihre erste Single „Messer, Gabel, Schere, Licht“. Der Song wurde zu einem großen Erfolg in Deutschland und der Startschuss ihrer Karriere. Seitdem veröffentlichte Vicky Leandros viele erfolgreiche Singles und wuchs schnell zum gefragten Jungstar in Deutschland heran.

Ab Ende der 60er Jahre weitete Vicky ihr Repertoire aus und nahm fortan ihre Songs nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf ihrer Muttersprache Griechisch, sowie auf Englisch, Französisch, Niederländisch, Japanisch und Spanisch auf. Vicky war die erste Sängerin die ihre Songs in mehreren Sprachen einsang und feierte somit auch in den jeweiligen Ländern große Erfolge. Sie erlangte weltweite Bekanntheit und trat in internationalen Fernsehsendungen auf.

In ihrer Jugend qualifizierte sich Vicky Leandros zwei Mal für den Eurovision Song Contest und vertrat das Land Luxemburg bei dem Wettbewerb. Gewinnen konnte sie jedoch beim ersten Mal nicht, erst im Jahr 1972 in Edinburgh sollte es für sie klappen. Sie gewann mit dem Song „Après toi“, der im Nachhinein in ganz Europa zu einem großen Hit und mehr als 5,5 Millionen Mal verkauft wurde. 2006 versuchte sie es beim deutschen Vorentscheid, musste sich jedoch gegen die Band Texas Lightning geschlagen geben.

Bis heute ist Vicky Leandros eine gefragte Sängerin und veröffentlicht regelmäßig neue Alben und Songs. Das letzte Album trägt den Namen „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ und erschien im Jahr 2015.

Privat war Vicky Leandros zwei Mal verheiratet, aus diesen Ehen gingen drei Kinder hervor. In zweiter Ehe war sie mit Enno Freiherr von Ruffin verheiratet und trägt seitdem den Beinamen Freifrau von Ruffin.

Zur Person

Vicky Leandros wurde am 23. August 1952 als Vassiliki Papathanasiou in Paleokastritsa auf Korfu geboren. Sie besitzt die deutsche und die griechische Staatsbürgerschaft. Im Alter von 10 Jahren kam Vicky Leandros nach Hamburg, wo sie bereits im Kindesalter Gesangs-, Ballett- und Gitarrenunterricht erhielt. Gefördert wurde sie von ihrem Vater Leandros Papathanasiou, der selbst in der Musikbranche als Schlagersänger erfolgreich war.

Der Durchbruch gelang mit dem Eurovision Song Contest

Im Jahr 1965 trat Vicky Leandros mit ihrer Single „Messer, Gabel, Schere, Licht“ erstmalig im deutschen Fernsehen auf. Zwei Jahre später sang sie für Luxemburg beim Eurovision Song Contest in Wien und erreichte mit „L‘amour est bleu“ einen vierten Platz. Der Titel wurde das meistverkaufte Eurovisionslied aller Zeiten und erreichte vierfachen Platin-Status. 1972 trat Vicky Leandros erneut für Luxemburg beim Eurovision Song Contest in Edinburgh an und holte mit dem Titel „Après toi“ den Sieg. Der Siegertitel machte sie mit über 7,8 Millionen verkauften Tonträgern zur „Best-Selling-Artist Worldwide 1972“.

In den 70-ern war Vicky Leandros auch mit einer TV-Show namens „Ich bin“ erfolgreich, die für ihr Format mehrere Auszeichnungen erhielt, unter anderem die Bronzene Rose von Montreux. In der Show trat sie erstmals als „Vicky Leandros“ auf, dem Künstler- bzw. Vornamen ihres Vaters entsprechend. Vorher nannte sie sich schlicht „Vicky“.

Vicky Leandros nahm die meisten ihrer Singles nicht nur auf Deutsch, sondern auch in zahlreichen anderen Sprachen auf, was ihr international große Charterfolge bescherte und Vicky Leandros zu einer bekannten Chansonnière werden ließ. Den größten Erfolg in Deutschland landete Vicky Leandros im Jahr 1974 mit dem Titel „Theo, wir fahr´n nach Lodz“. Das Lied landete auf Platz 1 der Single-Charts und hielt sich mehrere Wochen in den Top 10.

Im Jahr 2010 erschien das Album „Zeitlos“, auf dem Vicky Leandros bekannte Welthits in deutscher Sprache interpretiert. Im darauffolgenden Jahr absolvierte Vicky Leandros eine große Jubiläumstournee durch Deutschland. Unter dem Motto „Ich liebe das Leben“ folgte ab April 2013 eine große Europa-Tournee, die durch Belgien, die Niederlande, Deutschland, Österreich und die Schweiz führte.

Karitatives Engagement

Im Jahr 2003 wurde Vicky Leandros nach einem Benefiz-Konzert in Athen vom Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche der „St. Marco Orden 1. Klasse“ verliehen. Sie wurde im Rahmen dieser Ehrung zur offiziellen Botschafterin der orthodoxen Kirche Alexandrias und Afrikas für „die Kinder Afrikas“ ernannt und war die erste Frau überhaupt, der dieser hohe Orden verliehen wurde. Der Reinerlös der Veranstaltung wurde an eine Organisation der griechisch-orthodoxen Kirche gespendet, die sich schon seit vielen Jahren für die bedürftigen Kinder Afrikas einsetzt.

In den Jahren 2011 und 2012 fungierte Vicky Leandros als Schirmherrin für eine bundesweite Seminarreihe zur Aufklärung von Melanom-Patienten. Außerdem ist sie für die José Carreras Stiftung als Botschafterin aktiv. Die „Goldene Erbse“ erhielt Vicky Leandros für ihr soziales und karitatives Engagement im Jahr 2012.

Auszeichnungen

Vicky Leandros erhielt während ihrer musikalischen Laufbahn bislang zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen:

1966: Auszeichnung als „Beste Newcomer“ von den Lesern der BRAVO

1968 und 1973: Goldene Europa

1969: 1. Goldene Schallplatte für mehr als 1 Million verkaufte Tonträger in Europa

1969: Japanische Auszeichnung „The golden Song Statue“

1971: Bronzener Löwe von Radio Luxemburg

1972: „Prix du Disque“ in Japan und „Goldene Lorbeere“ in Deutschland

1972: ausgezeichnet mit dem „Goldenen Sendeturm“

1973: Auszeichnung „Goldene Label“

1989: „Piretos tou erota“ ist das meistverkaufte Album in Griechenland

2001: Goldene Stimmgabel in der Kategorie „Deutsch Pop“

2001: Internationaler Schlagerpreis als „Beste Künstlerin International“

2003: Xenios-Zeus-Preis – Ernennung zur Botschafterin der griechischen Kultur

2003: Auszeichnung mit dem St. Marco Orden 1. Klasse und Ernennung zur Botschafterin der orthodoxen Kirche Alexandrias und Afrikas

2005: „Woman of the year“ in Griechenland

2008: „Saumagen Orden“ für soziale und musikalische Arbeit

2009: Platin Award für weltweit über 50 Millionen verkaufte Tonträger

2011: „Commandeur de l’Ordre de Mérite du Grand-Duché de Luxembourg“

Vicky Leandros als Privatmensch

Im Jahr 1980 wurde Vicky Leandros zum ersten Mal Mutter, von Sohn Leandraki, der im Jahr 1983 von ihrem damaligen Ehemann Ivan Zissiadis nach Griechenland entführt wurde. Nach langwierigen Verhandlungen wurde das Sorgerecht letztendlich auf Vicky Leandros übertragen. 1986 heiratete Vicky Leandros ihren zweiten Mann, den Freiherrn Enno von Ruffin, mit dem sie zwei weitere Kinder hat: Milana und Sandra. Die Familie lebte vorwiegend auf Gut Basthorst in Schleswig-Holstein. Im Jahr 2005 gab Vicky Leandros die Trennung von ihrem zweiten Ehemann bekannt und lebt seit 2012 in Hamburg, nachdem sie vorübergehend in Berlin gewohnt hatte. Die jüngste Tochter von Vicky Leandros, Sandra von Ruffin, ist als Schauspielerin tätig.

Politische Aktivitäten

Im Jahr 2006 erhielt Vicky Leandros das Angebot als Kultursenatorin im Schattenkabinett des CDU-Politikers Friedbert Pflüger mitzuarbeiten. Sie lehnte dies aber im Hinblick auf ihre gerade laufende Tournee ab.

Im Oktober 2006 kandidierte Vicky Leandros bei den Kommunalwahlen in Piräus für die Partei PASOK und errang ein Mandat. Sie wurde Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen. Das Amt als stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen trat Vicky Leandros 2007 in Piräus an. Nur ein Jahr später erklärte sie ihren Rücktritt von der politischen Bühne, um sich wieder voll ihrer musikalischen Karriere zu widmen.

Vicky Leandros Autogrammadresse

Um Dein ganz persönliches Autogramm von Deinem Star zu erhalten, sende Deinen Autogrammwunsch und einen frankierten Rückumschlag an folgende Adresse:

Vicky Leandros Fanclub
c/o Christian Müller
Hegelring 18
D-04435 Schkeuditz


6 Kommentare

  1. Lamaison Marlyse (23.08.2016 - 22:09 Uhr)

    Viel Gluck und Freude zum Gebusttag und alles Gute für die Zukunft und noch viele so schöne Lieder.

  2. Lamaison Marlyse (23.08.2016 - 22:11 Uhr)

    viele liebe Grüsse zum Geburtstag

  3. Eva-Maria Birkigt (10.05.2017 - 20:04 Uhr)

    Vicky Leandros ist die beste Sängerin die ich kenne.

  4. Helfried Pieske (02.06.2017 - 18:17 Uhr)

    Wenn ich Vicky höre,lebe ich in eine andere Welt.Ihre Stimme ergreift mich immer wieder und geht mir total unter die Haut.Vickys Stimme ist einzigartig ,außergewöhnlich.Ich bin Fan von Ihr mit Haut und Haaren,seit der ersten Stunde.

  5. Vassiliki (06.06.2017 - 20:45 Uhr)

    Viele Glück Vicky

  6. Beat (23.08.2017 - 16:52 Uhr)

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag liebe Vicky! Deine Lieder, Deine Stimme begleiten mich schon mein ganzes Leben lang und ich bin auch schon 60 Jahre alt! Von Herzen alles Gute!!

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