Hansi Hinterseer –- Exklusivinterview mit Schlager.de

Hansi Hinterseer –- Exklusivinterview mit Schlager.de

Das Jahr 2014 ist ein besonderes Jahr für den Schlagerstar Hansi Hinterseer. Am 2. Februar feierte der sympathische Österreicher seinen 60. Geburtstag und darüber hinaus sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Aktuell befindet sich Hansi Hinterseer auf großer Tournee „Das Beste zum Jubiläum“. Es sind mehr als 40 Auftritte in 7 Ländern geplant und bisher sind die Konzerte ein echtes Spektakel für die Fans. (Schlager.de berichtete)

Wir haben Hansi Hinterseer zum exklusiven Interview getroffen und konnten mit ihm über sein Jubiläum, sein Erfolgsrezept und sein prägendstes Erlebnis sprechen.

 

Herzlichen Glückwunsch zunächst noch nachträglich zum runden Geburtstag, Hansi! 60 Jahre jung und erfolgreich wie nie zuvor, wie erklären Sie sich das?

Danke, gute Wünsche tun nicht nur am Geburtstag gut. Ich habe mich nie verstellt, sondern mich immer präsentiert, wie ich bin. Ob beim Skifahren oder beim Singen. Und ich habe noch immer diese Freude an der Arbeit, wie am ersten Tag, und vielleicht auch daher den Zuspruch der Fans. Das ist ein Wahnsinn, wie die hinter mir stehen. In Höhen und Tiefen stehen sie treu zu mir und auch ich schmeiß' nicht gleich hin, wenn's mal nicht so rund läuft, sondern lass mir was einfallen und bleib der Musik und meinen Fans treu.

Sie stehen seit nunmehr 20 Jahren auf der Bühne, hätten Sie sich das jemals vorstellen können so erfolgreich zu sein?

Ich habe damals nicht mal am ersten Tag daran gedacht, dass es mich als Sänger noch in der nächsten Woche gibt. Denn das ist alles mehr oder weniger aus einem Spaß heraus entstanden, es war vor allem mein Wunsch auch eine CD zu haben, so wie vor mir schon andere Sportkollegen wie der Franz Beckenbauer, Franz Klammer und Toni Sailer. Doch dann ging's los, ich geb ehrlich zu, dass mich das selbst überrascht hat. Und ich bin unglaublich dankbar, das es so gekommen ist, wenn ich auf die 20 Jahre zurückschaue, die ich nun schon mit der Musik unterwegs sein darf. Leitln, wie die Zeit verfliegt!

Derzeit sind Sie auf großer Jubiläumstour mit 40 Auftritten in sieben Ländern. Wie steht man das durch?

Ich fühle mich recht gut beieinander und habe bei dem, was ich mache, einen riesigen Spaß. Ich denke, das spielt alles eine Rolle. Klar ist man heute nicht mehr so gut beieinander wie vor 40 Jahren. Aber in mir drin habe ich nach wie vor diesen Athleten von früher und bin gern in Bewegung, am liebsten draußen in der Natur. Zuhause in Kitzbühel fahre ich in den Wintermonaten Ski. Auf Tournee, wenn wir viel mit dem Tourbus unterwegs sind, gehe ich Laufen, Radl fahren, um den Kopf durchzulüften, eben wie es im Tourablaufs unterwegs gerade passt.

Bei allem Spaß am Singen gehört natürlich auch ein gewisses Maß an Disziplin und eine zuverlässige Mannschaft für die Bühne und Technik dazu. Zum Glück habe ich meine Mander vom Tiroler Echo und meine beiden Chordamen auch wieder mit dabei. Wir sind ein eingespieltes Team, das ist schon wie eine Familie, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Meistens wird es Mitternacht bis wir nach einem Konzert im Hotel sind, da sind wir froh, wenn wir zur Ruhe kommen, denn am Vormittag geht’s dann gleich weiter in die nächste Stadt. Aber da ziehen wir alle am selben Strang. Ich lege großen Wert auf ein gutes und abwechslungsreiches Catering für die gesamte Crew. Deshalb haben wir auch einen eigenen Koch dabei. Wir spielen Karten, schauen Filme an, lesen, machen Sport, jeder wie er’s am liebsten mag. Und wenn’s am Abend dann losgeht, sind wir alle am Start. Denn für uns ist jedes einzelne Konzert gleich wichtig, das bin ich meinen Fans schuldig. Es ist toll, so viele treue Fans hinter mir zu wissen und ich möchte‘ mich für die Unterstützung die vielen Jahre hindurch bedanken!

Haben Sie nach all den Jahren noch Lampenfieber? Wenn ja, was hilft dagegen?

Überhaupt nicht. Ich bin auf der Bühne kein bisschen aufgeregt, sondern freue mich jedes mal aufs Neue, wenn's los geht. Ob auf Tour auf der Konzertbühne oder bei Fernsehauftritten - die Millionen Zuschauer spielen dabei keine Rolle. Diese innere Ruhe hab ich wahrscheinlich vom Sport.

Seit dem 27.1.14 gibt es Sie nun auch aus Wachs bei Madame Tussaud in Wien zu bestaunen. Macht Sie das stolz? Wenn ja, warum?

Es ist für mich eine Ehre, da dabei sein zu dürfen. Denn so eine Auszeichnung ist eine Bestätigung, dass man irgendetwas richtig gemacht hat im Leben und die Leute einen offenbar sehr schätzen.

Sie pflegen einen sehr intensiver Kontakt zu Ihren Fans [-] legendär Ihre Fanwanderungen und Reisen. Liegt darin vielleicht Ihr Erfolgsrezept?

Schon als Skifahrer haben wir uns damals sehr um unsere Fans gekümmert. Mit meiner Musik versuche ich es im Grunde genau so zu machen, wie damals beim Skifahren - ich setze auf Nähe. Denn nur weil wir das seit Jahren miteinander machen, sind wir im zwanzigsten Jahr immer noch gemeinsam unterwegs, feiern gerade auf Tournee gleich in sieben Ländern das Jubiläum und gehen im Mai im zwölften Jahr für eine Woche auf Fanreise.

Ihre beliebten TV Musiksendungen sind ja leider abgesetzt worden. Ärgert Sie das in erster Linie oder verleiht es Ihnen eher Stärke und man versucht neue Projekte zu starten?

Natürlich hätte ich gern weitergemacht. Aber alles hat eben seine Zeit und ich bin dankbar, dass ich über 18 Jahre meine eigenen Sendungen habe machen dürfen. Es tut mir vor allem für die Fans leid, die noch immer nach neuen Folgen fragen. Es gibt im Fernsehen leider immer weniger Formate für volkstümlichen Schlager. Das finde ich sehr schade, da das Publikum doch nach wie vor da ist. Private TV- und Radiosender versuchen diese Lücke zu schließen und sind erfolgreich unterwegs. Ich bin mir sicher, dass unsere Musik ihr Publikum auch weiterhin findet. Uns ist bisher immer noch was Neues, Schönes eingefallen, an dem wir alle miteinander Freude hatten. Ich habe immer wieder Ideen oder ein Bauchgefühl, was ich gerne machen würde.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Leben und leben lassen. Wenn jemand erfolgreich ist, sollte man das anerkennen und nicht mit Neid auf ihn blocken. Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten. Dafür bekommt er meine Hochachtung. Ich sage immer: Wenn es dir gut geht, dann geht es mir auch gut. So einfach ist das.

Was war das schönste oder vielleicht prägendste Erlebnis Ihrer Gesangslaufbahn?

Entscheidend war der "Musikantenstadl" 1994 in Schladming, wo ich schon ein Weltcuprennen gewonnen hatte. Karl Moik gab mir damals als ehemaligem Skiprofi in seiner Sendung eine Chance. Wir kombinierten ein Skifahrvideo von mir mit dem Gesangsauftritt und es gab ein Interview auf der Bühne - das hat perfekt gepasst. Ich war zur echten Zeit am rechten Fleck. Mein erstes Lied "Du hast mich heut' noch nicht geküsst" ging über Nacht auf Platz 1 der Charts. Da begann das Rad sich zu drehen.

Welche Herausforderung würden Sie gerne noch annehmen?

Mein Glück auch weiterhin zu halten. Der Herrgott hat's bisher sehr gut mit mir gemeint.

Vielen Dank für das angenehme Gespräch. Wir von Schlager.de wünschen Ihnen alles erdenklich Gute!

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