Wildecker Herzbuben: „Wir haben gerade ein 108-seitiges Filmdrehbuch vor uns liegen“

Wildecker Herzbuben: „Wir haben gerade ein 108-seitiges Filmdrehbuch vor uns liegen“ © German Popp

Pünktlich zum 25. Bühnenjubiläum erscheint am 30. Mai das neue Album “Sommer, Sonne, Herzilein”, mit dem sich die Wildecker Herzbuben praktisch neu erfinden – ohne sich dabei untreu zu werden. Die neue Scheibe präsentiert sich schon optisch in ungewohnt neuem Look (Schlager.de berichtete). Statt in ihrer typischen Herzbuben-Tracht präsentieren sich die Wildecker diesmal sommerlich-ausgelassen in Hawaiihemden und lachen mit der Sonne um die Wette, während die sanfte Sommerbrise durchs Haar und die Palmen im Hintergrund streicht. Wir haben Wolfgang und Wilfried zum Interview getroffen und mit ihnen über das Album und mögliche Filmpläne gesprochen.

„Sommer, Sonne, Herzilein“ heißt es ab dem 30. Mai – dann erscheint Euer neuestes Album mit diesem Titel. Erzählt uns doch bitte ein wenig darüber.

Wir haben sehr erfolgreiche Schlager- und Volksmusiktitel neu überarbeitet und diese in einen flotten Sound verpackt, wonach sich wunderbar tanzen lässt.

Das Cover verrät es ja schon, da hat optisch gesehen eine enorme Wandlung stattgefunden. Wie kam es dazu?

Nein, eine Wandlung hat es gar nicht gegeben. Ich würde es als Erweiterung bezeichnen. Es gibt uns Herzbuben weiterhin mit unserem ganz normalen Programm, wo wir auch wie gewohnt in Tracht auftreten. Und übrigens haben wir auch schon in Tracht Lieder von Queen gesungen. Es kommt ja auf die Musik an und nicht unbedingt auf das Äußere.

Der Schlager boomt ja derzeit. Außerdem verschwimmen die Grenzen zwischen Volksmusik und Schlager zunehmend, nicht zuletzt durch Interpreten wie voXXclub oder Andreas Gabalier. Wie seht Ihr diese Entwicklung?

Wir sehen natürlich jede Entwicklung positiv, denn alles was gleichbleibend ist, wird irgendwann langweilig und verliert an Reiz. So etwas wie Gabalier gab es ja im Übrigen auch schon vorher, wir denken da an die Klostertaler zum Beispiel, die ja auch Volksmusik eher rockig dargeboten haben. Aber beim Andreas war es eben der richtige Zeitpunkt gepaart mit einem genialen Song.

Ihr feiert in diesem Jahr Euer 25-jähriges Bühnenjubiläum. Was war in all den Jahren Euer schönstes oder unvergesslichstes Erlebnis? Und warum?

Das kann man so leicht nicht sagen. Da gibt es so viele tolle Begebenheiten und es wäre ungerecht zu sagen, das hat uns am meisten berührt. Man muss sich vorstellen, wir singen zum Beispiel unser „Wolgalied“ und Du siehst von der Bühne aus, wie ein älterer Mann vor Rührung weint. Dann bekommen wir natürlich Gänsehaut, aber deshalb lieben wir ja unseren Beruf, weil wir die Möglichkeit haben, Leute mit unserer Musik glücklich zu machen.

Gibt es zum Jubiläum etwas Besonderes von Euch? Zum Beispiel eine Tour?

Im Herbst feiern Judith [&] Mel ihr 25-jähriges Jubiläum und wir werden mit dabei sein. Falls wir es schaffen sollten, unser Goldenes Jubiläum noch feiern zu dürfen, dann denken wir über eine eigene Tour nach.

Laut Umfragen kennen Euch 98 Prozent der Deutschen. Macht so etwas stolz und wie erklärt Ihr Euch diesen Bekanntheitsgrad?

Nein, stolz ist man nicht. Wir nehmen das gerne zur Kenntnis, denn unser Hit „Herzilein“ ist ja schon nahezu ein Volkseigentum, zu dem wir absolut stehen. Wir haben deshalb einen hohen Wiedererkennungswert erlangt, unter anderem mit dem ungewöhnlichen Melonenhut, dem sogenannten „Schwälmer Hut“.

Wir als Online-Portal müssen das natürlich fragen: Wie onlineaffin seid Ihr? Besitzt Ihr ein Smartphone und nutzt es regelmäßig?

Ja, wir besitzen schon Smartphones, aber wirklich in erster Linie beruflich. Zum „daddeln“ reicht die kostbare Zeit einfach nicht.

Welche Musik hört Ihr in Eurer Freizeit?

Ich höre eigentlich alles, aber das hängt auch von der jeweiligen Stimmung ab. Favoriten sind die Beatles und die Carpenters. Wolfgang hört gerne südamerikanisch Musik und gelegentlich auch Blasmusik.

Ihr seid recht vielseitig unterwegs, ward in der Vergangenheit schon „Filmstars“ oder auch Kochbuchautoren. Wie kam es dazu und ist da für die Zukunft etwas Neues geplant?

Ja, wir haben gerade ein 108-seitiges Drehbuch vor uns liegen, für einen Film mit größeren Rollen, als damals beim „Wixxer“. Entdeckt wurden wir damals auch wieder aufgrund unseres Erscheinungsbildes. Wir mussten ja nicht viel tun damals, aber man sagte uns, Jungs ihr passt da einfach perfekt rein. Genauso unsere Titelmelodie bei „Werner Beinhart“ die wir im Walzertakt gesungen haben.

Man sagt Euch nach, dass Euch auch außerhalb der Bühne eine Freundschaft verbindet. Ist das auch ein Grund für Euren Erfolg?

Vordergründig sind wir ja musikalisch verbandelt, da wir sehr unterschiedlich sind, scheint das aber genau der Grund des Erfolges zu sein. Wir waren damals zum Beispiel sieben verschiedene Charaktere in unserer Band „Curocas“ und Leute wie Paul Kuhn oder auch Max Greger waren immer voll des Lobes ob unseres Erfolges.

Wie sehen die weiteren Pläne für 2014 aus?

Im Vordergrund steht jetzt erst einmal die Promotion unseres Albums, dann werden wir am 31.5. bei Florian Silbereisen in der Sendung sein. „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross ruft uns auch wieder. Ehrlich gesagt, wollten wir ein wenig kürzer treten, aber natürlich ist es toll, dass wir so viele Termine vor uns haben, auf die wir uns sehr freuen.

Vielen Dank für das tolle Gespräch und alles Gute für das kommende Album!

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