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Exklusives Interview mit Claudia Jung

Exklusives Interview mit Claudia Jung

SCHLAGER.DE:

Der Albumtitel „Seitensprung“ klingt ja sehr verheißungsvoll. Wer und wie kam es zu der Idee?

CLAUDIA JUNG:

Ja stimmt. „Rendezvous“ war mal am Anfang im Gespräch. In Anlehnung an andere Songs und Genres, aber das war mir dann am Ende doch zu uninteressant. Es ist ja nun einmal ein besonderes Album, das natürlich einen besonderen Titel braucht; und da fand ich “Seitensprung” sehr passend im Hinblick auf die Presse oder Radiostationen. Das macht einfach neugierig. Man möchte doch gerne mehr darüber wissen – über den “musikalischen Seitensprung”.

SCHLAGER.DE:

Fast drei Jahre mussten die Fans auf Dein neues Album warten. Es gab einige Probleme bezüglich der Veröffentlichung. Denn eigentlich sollte es ja schon im letzten Jahr zu Deinem runden Geburtstag erscheinen. Was waren die Gründe dafür?

CLAUDIA JUNG:

Das ist eigentlich ganz einfach. Es war damals so, dass ich gesagt habe: „Alles nach Plan“. Es war das Wahljahr in Bayern, wofür ich nochmals kandidieren wollte. Nun konnte ich nicht beides gleichzeitig machen, nämlich Wahlkampf und die Produktion eines neues Albums. Ich musste mich also für eines entscheiden. Da mein 50. Geburtstag anstand, dachte ich mir: „Das wäre doch eigentlich der Anlass für mich, das besondere Album mit den Coverversionen zu produzieren.“ So war das für mich beschlossen, und es wurde in der Tat im Winter mit der Produktion angefangen. Dann kamen aber noch zwei Unwegbarkeiten dazu: Zum einen ist meine Schwiegermutter ganz plötzlich verstorben, und dadurch hingen wir natürlich erst einmal zeitlich gesehen hinterher. Und zum anderen kommt erschwerend hinzu, dass wenn man Coverversionen macht, selbst, wenn ich die Kompositionen nicht geändert habe, braucht man Freigaben. Und diese gibt es nur dann, wenn ich die fertige Produktion mit dem deutschen Text dazu und einer Rückübersetzung ins Englische einreiche. Wenn ich Glück habe, ist das in drei Wochen erledigt. Wenn ich allerdings Pech habe, sitze ich in drei Monaten immer noch da und warte, und dadurch hat sich das alles so verzögert. Das war auch mit der Grund, warum wir im Herbst abermals verschieben mussten. Da haben wir immer noch auf 2-3 Freigaben gewartet. Schließlich habe ich gesagt, „Jetzt ist Schluss.“ und einfach zwei Titel vom Album runter geworfen und zwei neue aufgenommen. Und das Ergebnis ist es eben so wie es ist, und ich bin gespannt.

SCHLAGER.DE:

Aber jetzt ist es endlich soweit. 13 Titel erscheinen am Freitag, dem 13.; ein gutes Omen, oder bist Du abergläubisch?

CLAUDIA JUNG:

Ich bin nicht abergläubisch und habe keine Angst vor solchen Zahlen. Die 13 war sogar im ersten Wahlkampf damals mein Listenplatz. Also da bin ich völlig schmerzfrei.

SCHLAGER.DE:

Du hast Dir mit diesem Album einen persönlichen Wunsch erfüllt, nämlich Songs gewählt, die für Dich eine ganz besondere Bedeutung haben. Wie darf man sich das vorstellen? Klärst Du das im Team vor allen Dingen mit Deinem Mann Hans Singer, der gleichzeitig Dein Produzent ist, oder entscheidest Du alleine?

CLAUDIA JUNG:

Die ersten Vorschläge kommen natürlich von mir, weil es ja Titel sind, mit denen ich persönlich etwas verbinde. Dann brauche ich aber meinen Mann als Produzenten an meiner Seite, der dann einfach sagt, „Kann ich mir gut vorstellen. Dieser Song passt zu Dir oder eben auch nicht.“ Oder es ist schwer machbar, weil es zwar mein Lieblingslied ist, es aber kaum jemand da draußen kennt. Wie willst Du das dann den Leuten erklären. Letztendlich verläuft es also schon im Team.

SCHLAGER.DE:

Du hast ja Songs dabei von Grönemeyer, Roxette, Abba, Elvis. Gab es einen Song oder auch mehrere, die für Dich eine besondere Herausforderung darstellten?

CLAUDIA JUNG:

Ja, die gab es schon. Nehme wir zum Beispiel den Titel von Roxette, bei dem ich so dachte, „Ganz schön mutig, sich daran zu wagen. Wird das so, wie ich mir das vorstelle?“ Denn es ist wirklich einer meiner Lieblingssongs. Ich habe den Film dazu etliche Male gesehen. Als der Song damals parallel zum Film herauskam, hat mir mein Freund und Kollege Nino De Angelo schon gesagt „Mensch Claudia! Das wäre ein Song für Dich.“ Auch „Männer“ von Grönemeyer war interessant. Ich werde mir damit eventuell nicht nur Freunde machen. Na, warten wir es ab.

SCHLAGER.DE:

Du feierst in diesem Jahr Dein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Dazu vorab unseren herzlichen Glückwunsch. Wirst Du diesen Anlass besonders feiern? Wir hörten von einem großen Open-Air am 6.6.15, zu dem Du Deine Fans einlädst. Erzähl' doch bitte ein wenig darüber!

CLAUDIA JUNG:

Ja, das mit dem Open Air am 6.6.15 ist einfach eine schöne Gelegenheit, etwas Besonderes zu machen. Zum einen Claudia Jung und das 30-jährige Bühnenjubiläum, dann 10 Jahre Paulihof. Das ist ein Anlass für ein Fanwochenende der anderen Art. Deshalb findet es auch bei mir in meiner Nähe statt. Da bot sich die Idee, zusammen mit der WesternCity in Dasing an, weil das bei uns so ein Gelände ist, auf dem die ganze Familie Spaß haben kann. Zu dem Zeitpunkt werden dort die Karl-Mey-Festspiele noch nicht laufen. Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter, aber selbst wenn nicht, die Sitzplätze sind überdacht, also von daher alles gut.

SCHLAGER.DE:

Du sprichst den Paulihof an, dessen Schirmherrin Du seit vielen Jahren bist. Was macht dieses Projekt so besonders für Dich, und was darf man sich unter dieser Einrichtung vorstellen?

CLAUDIA JUNG:

Ich engagiere mich für den Paulihof, weil ich das Team und die Arbeit dort sehr gut kenne und diese Form der Therapie schätze. (Anmerkung der Redaktion: Auf dem Paulihof helfen Tiere als „Co-Therapeuten“ in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die durch schwere Traumata das Vertrauen in sich, ihre Mitmenschen und die Umwelt verloren haben.

Mehr Infos zum Paulihof: https://www.Kinderschutz.de/angebote/alphabetisch/paulihof)

SCHLAGER.DE:

Du warst politisch sehr aktiv. 5 Jahre als Abgeordnete im bayerischen Landtag prägen sicherlich. Hast Du diesen Schritt jemals bereut? Was machst Du heute nach deiner Zeit im Landtag noch in politsicher Hinsicht?

CLAUDIA JUNG:

Derzeit mache ich recht wenig für die Politik, außer meinem Kreistagsmandat bekleide ich kein Amt mehr. Mit einem Abstand von nunmehr 1 ½ Jahren zum Landtag muss ich sagen, ich habe die Zeit genossen, habe viel gelernt. Es war anstrengend, aber ich bin auch froh, dass ich es loslassen konnte, weil es mir einfach nicht gut getan hat. Beruflich nicht, familiär auch schwierig. Ich muss sagen, ich fühle mich jetzt gelassener, zufriedener. Ich habe wieder Luft zum Atmen.

SCHLAGER.DE:

Wir sind froh, dass Du Dich musikalisch wieder voll und ganz einsetzt. Wie sehen Deine weiteren Pläne in der kommenden Zeit aus?

CLAUDIA JUNG:

Aktuell erst einmal gilt es, das neue Baby ans Laufen zu kriegen, dann das Open-Air, und im Herbst möchte ich eigentlich schön langsam anfangen mit Songs schreiben für ein neues Album im kommenden Jahr. Nicht, dass es wieder drei Jahre dauert!

Schlager.de bedankt sich ganz herzlich für dieses offene Gespräch und wünscht Claudia für den Albumstart und die musikalische Zukunft alles erdenklich Gute!

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Christine Kröning16.02.2015Christine Kröning

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