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Eindrücke vom Andreas Gabalier-Konzert: Wenn es nur noch Bier gibt…

Eindrücke vom Andreas Gabalier-Konzert: Wenn es nur noch Bier gibt… © Christine Kröning

Mit einem mulmigen Gefühl fuhr man am vergangenen Wochenende nach München. Auf dem Programm stand die «größte Volks Rock’n’Roll-Party» der Welt. Das Konzert war seit Langem ausverkauft, 70.000 Gabalier-Fans wurden erwartet. Getrübt wurde die Vorfreude einzig durch den Amoklauf eine Woche vorher.

Viele Fans stellten sich die obligatorische Frage: “Kann ich bedenkenlos zum Konzert gehen? Sind genügend Sicherheitskräfte vor Ort?” Wohl auch deshalb wurden in der Woche vor dem Konzert auf den sozialen Netzwerken unzählige Karten zum Verkauf angeboten.

Im Olympiastadion angekommen, erwiesen sich alle Sorgen und Ängste als unbegründet. Personen mit zu großen Taschen und Rucksäcken wurden gar nicht erst ins Stadion gelassen, und jeder Konzertbesucher wurde durchsucht. Obwohl Andreas Gabalier auf sich warten ließ, war die Stimmung hervorragend. Auch das technische Problem bei «I sing a Liad für di» änderte daran nichts. Die mehrheitlich in Dirndl und Lederhosen gekleideten Konzertbesucher ließen sich nicht beirren und überbrückten die kleine technische Panne mit Fangesängen.

Andere Probleme waren weniger einfach zu lösen. Beispielsweise das Problem mit den Toiletten. Vor allem für die Besucher mit den Stehplätzen. Denn es waren schlicht und einfach zu wenig Toilettenanlagen vorhanden. Hatte man es geschafft, vor Konzertbeginn einen Platz im vorderen Bereich zu ergattern, war man beim Gang auf die Toilette benachteiligt. Denn zuerst musste man sich durch Zehntausende von Fans hindurch ans andere Ende des Stadions kämpfen. Und dort hieß es dann, sich in Geduld zu üben. Und dies für eine lange, gefühlte unendlich lange Zeit.

Wollte man seinen Durst stillen, gab es zwei Möglichkeiten: Man wartete auf die Helfer, die Caipirinha, Bier und Wasser verkauften, aber selten den Weg bis ganz nach vorne fanden. Oder man übte sich erneut in Geduld und reihte sich in der Schlange bei den Verkaufsständen ein. Doch dort wurde man enttäuscht. Denn der Volks Rock’n’Roller stand noch nicht mal auf der Bühne, als es bereits hieß, dass es keine nicht-alkoholischen Getränke mehr zu kaufen gab. Zwar wurde Nachschub geliefert, aber auch dieser neigte sich irgendwann dem Ende zu. Und da man keine Getränke ins Stadion mitnehmen durfte, blieb nur die Option, auf Bier, also Alkohol, umzuschwenken oder zu warten…

Fazit: Die Organisation vor dem Konzert und um die Sicherheit im Stadion – hervorragend; Konzert und Stimmung hervorragend; Organisation im Stadion – verbesserungswürdig! Und für die Optimierung bleibt jetzt ein Jahr Zeit.

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