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Fredy Broder gibt Statement zum Schlager Open Air vom 31. Juli 2016

Fredy Broder gibt Statement zum Schlager Open Air vom 31. Juli 2016 © Carsten Klick

“Sehr geehrte Festival-Besucher,

Als Veranstalter von “Der Berg bebt” möchte Ihnen die Fredy Broder Productions Anstalt, Vaduz, folgendes Statement abgeben:

Vom Zeitpunkt des Erhalts der Information über den aufkommenden Sturm war ich, Fredy Broder, gezwungen, innert kürzester Zeit, den nur sehr schwer abschätzbaren Umständen entsprechend, besonnene und richtige Entscheidungen zu treffen.

Die Sicherheit aller anwesenden Festival-Besucher, der Helfer und natürlich auch der Künstler war stets mein oberstes Gebot.

Innert weniger Minuten waren die Verantwortlichen der Polizei, der Security, der Sanität, der Verkehrsregelung, der Technik und ich als Festival-Veranstalter gezwungen, sofort den vorliegenden Umständen angemessene Entscheide zu treffen.

Als Festival-Veranstalter trage ich die Gesamtverantwortung für den Grossanlass und es lag an mir, schlussendlich die notwendigen Entscheide zu fällen. In solchen Momenten darf es nicht darauf ankommen, ob die zu fällenden Entscheide populär oder unpopulär sind, sondern die Entscheide müssen im Hinblick auf die vorgenannte Sicherheit richtig sein und verantwortungsvoll gefällt werden. Risiken auf Kosten der Gesundheit einzugehen, lediglich weil der Entscheid allenfalls populärer ist, wäre meines Erachtens nicht verantwortungsvoll gewesen.

Aufgrund der von Fachleuten erhaltenen, klaren Sturmwarnungen bin ich dann sofort zur Bühne gerannt und habe das Konzert meines Freundes Johnny Logan abbrechen lassen. Ich habe die Festival-Besucher über den aufkommenden Sturm informiert und höflich ersucht, Schutz vor dem nahenden Unwetter zu suchen und sich in Sicherheit zu bringen.

Ich habe sofort alle Musiker von der Bühne geschickt und die Künstler gebeten, den unsicheren Catering-Bereich zu verlassen und sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen.

Laut den von Meteo Schweiz erhaltenen Wetterinformationen und den übereinstimmenden Informationen der angrenzenden Wetterstationen war ein Sturm mit einer Stärke von über 80 km/h prognostiziert, der direkt auf unser Festivalgelände zu donnert.

Beim Eintreffen des in Aussicht gestellten Sturmes stand der Entscheid an, die Seitenwände der Bühne zu kappen und dadurch die Millionen teure Technik aufs Spiel zu setzen. Die Umsetzung dieses Entscheides wurde dann zum Glück nicht notwendig.

Die anwesenden Manager der Künstler verlangten von mir in dieser Hektik, mit grossem Druck, schriftliche Garantien, dass aufgrund des prognostizierten Unwetters keinerlei Schäden passieren würden. Aufgrund der vorliegenden Sturmwarnung, der Information des unmittelbar heftig eintreffenden Unwetters, war es mir schlicht nicht möglich, entgegen der Naturgewalt, die mir von den Künstlermanagern abverlangten schriftlichen Garantieerklärungen abzugeben.

Zur Sicherheit der Produktion und der Künstler von PUR haben wir kurz vor 18.00 Uhr gemeinsam mit dem Management von PUR entscheiden müssen, dass das PUR Konzert unter den gegebenen Umständen nicht mit der notwendigen Sicherheit durchgeführt werden konnte. Es war mir schlicht nicht möglich, zu diesem Zeitpunkt die mir schriftlich abverlangten Garantien abzugeben.

Die Produktion PUR war vor Ort und reiste dann schweren Herzens wieder zurück.

Sie können mir glauben, es war mein grösster Traum PUR auf meiner Bühne zu haben. Den Entscheid zum Wohle aller zu fällen, das PUR Konzert abzusagen, traf mich – nebst einigen Dingen, die ich in den letzten Tagen und Wochen erleben musste – mitten ins Herzen.
Auch wenn ich nun von allen Seiten beschimpft und angegriffen werde, bin ich sehr froh, dass nach meiner Information alle Festival-Besucher gesund und ohne körperlichen Schaden nach Hause gekommen sind.

Bedauerlicherweise habe ich mich dann in der Hitze des Gefechtes und auf Grund all der schweren Entscheide, die ich zuvor zu treffen hatte, auf der Bühne leider falsch ausgedrückt, was mir sehr leid tut.

Ich bedanke mich bei allen Helfern und Organen, die meine Entscheide vorbildlich umgesetzt haben. Insbesondere bedanke ich mich auch bei der ganzen Technik-Crew von Pro Sound und Light von Pirmin Moham, die unter diesen widrigen Umständen zu Höchstleistungen gezwungen waren. Ein herzlicher Dank gilt auch meiner Helfer-Crew von Der Berg bebt und der Künstlermedia.

Ich bedauere, dass ich im Zuge all dieser Entscheide und unter der Last, die ich zu diesem Zeitpunkt zu tragen hatte, mich auf der Bühne betreffend die Künstler von PUR falsch ausgedrückt habe. Der Druck war gross und diesbezüglich ist mir in der Kommunikation ein Missgeschick unterlaufen, für das ich mich aufrichtig entschuldigen möchte.

Der Berg wird weiter beben und dies im nächsten Jahr hoffentlich bei besseren Wetterbedingungen.

Fredy Broder Productions Anstalt, Vaduz

2. August 2016″

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