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Rainhard Fendrich – Hellwacher Begleiter des Zeitgeistes

Rainhard Fendrich – Hellwacher Begleiter des Zeitgeistes © Dominik Beckmann

Nicht wenige sind überrascht, wenn sie in Rainhard Fendrichs neues Album reinhören. Vor allem diejenigen, die ihn über die Jahre etwas aus den Augen verloren haben. Die neuen Songs klingen extrem emotional, die Texte ernst. Hat sich der Sänger plötzlich verändert, ist er ein anderer geworden? „Nein“, sagte er selbst in einem Interview über diesen Wandel. „Es ist die Ernsthaftigkeit der Zeit“.

Rainhard Fendrich, geboren am 27. Februar 1955 in Wien, zählt zu den erfolgreichsten Vertretern des Austropop und prägte dieses Genre entscheidend. Im Alter von 10 Jahren kam Rainhard auf ein katholisches Internat und blieb dort bis zum Alter von 17 Jahren. Auf dem Internat war er Ministrant und sang im Chor. Sein Klavierunterricht wurde damals gestrichen, weil er in Mathematik zu schlecht gewesen sei. Nach eigenen Angaben fand er sich als Kind zu „dicklich“ und „wenig attraktiv“.

„Macho, Macho“ auf der “Strada del sole”

Fendrich trat ab 1980 am Theater auf (in Die Gräfin vom Naschmarkt), und gab 1982 den Judas im Erfolgsmusical Jesus Christ Superstar. 1980 wurde er von Hans Gratzer für eine Aufführungsserie des Hamlet im Schauspielhaus verpflichtet, hatte einen seiner ersten Fernsehauftritte als Sänger in der ORF-Sendung ” Wir”-extra zugunsten von Kindern in der Dritten Welt und bekam den ersten Plattenvertrag. Das Debütalbum „Ich wollte nie einer von denen sein“ erschien im Mai 1980, konnte aber zunächst keine hohen Verkaufszahlen erzielen.

Monate später, im August 1981, landete er mit “Strada del sole” den österreichischen Sommerhit des Jahres. Insgesamt verkaufte sich die Single 99.000 Mal in Österreich, was dem heutigen Status von 3-fach Platin entsprechen würde. Ebenso erfolgreich war das zweite Album „Und alles ist ganz anders word’n“. Mit „Schickeria“ und „Oben Ohne“ folgten 1982 die nächsten Nummer-eins-Hits. Zu dieser Zeit wurde Fendrich bereits als Shooting-Star des Austropop gefeiert. Mit „Macho, Macho“, zum großen Teil auf Wienerisch gesungen, erreichte im Jahr 1988 in Deutschland den großen Durchbruch mit Platz 2.

1993 übernahm Fendrich die Moderation der ARD-Sendung „Herzblatt“ als Nachfolger des legendären Rudi Carrell. Im gleichen Jahr wurde bei der Österreichischen Post eine Sonderbriefmarke für Rainhard Fendrich auf den Markt gebracht. Musikalisch ließ Fendrich Mitte der 1990er-Jahre lange nichts von sich hören. Sein großes Comeback kam mit dem Album „Blond“.

Rainhard Fendrich auf der „Schwarz-oder-Weiss-Tour-2017“

Am 9. Februar 2017 beginnt Rainhard seine „Schwarz-oder-Weiss-Tour-2017“ in der Freiheitshalle in Hof (Saale). 15 Städte in Deutschland und Österreich stehen auf dem Tourplan, u.a. Regensburg, Nürnberg, München und Passau, Kempten. Schlager.de wird von der Tour ebenfalls berichten.

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