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Chris de Burgh – Offenes Geständnis des Superstars

Chris de Burgh – Offenes Geständnis des Superstars © Agentur Buchholz

Seine braunen Augen blitzen: „Wie schön, Sie wiederzusehen! Wie geht es Ihnen? Was macht Ihr kleiner Sohn?!“ Ach ja, das ist das Besondere an Chris de Burgh (67). Hunderte von Interviews macht der Superstar („Lady in Red“) im Jahr – trotzdem erinnert er sich sofort an mich. Wir plaudern entspannt. Über sein neues Album, die Familie – und seine größte Sehnsucht.

„A Better World“ heißt Ihr neues Album. Auf Deutsch „Eine bessere Welt“. Wünschen Sie sich das?

Natürlich. Ich trau mich ja kaum noch, den Fernseher einzuschalten, nur Tod und Teufel, nur schlechte Nachrichten. Darum hoffe ich darauf, dass die Welt besser wird. Dass die Menschen zur Vernunft kommen. Sonst würde ich ja verzweifeln.

Sie sind ein unverbesserlicher Optimist …

Nein. (Lacht) Ich bin ein optimistischer Realist! Ich weiß, dass es schwer ist, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wenn nicht unmöglich. Trotzdem muss jeder seinen Teil dazu beitragen, dass es besser wird. Helfen Sie, zeigen Sie Mitgefühl, verzeihen Sie – seien Sie ein gutes Vorbild. So verändert sich die Welt langsam, Stück für Stück. Ich versuche das wirklich jeden Tag. Nur nicht aufgeben.

Haben Sie das Ihren Kindern auch mit auf den Weg gegeben?

Das ist schwer zu beantworten. Ich habe es auf jeden Fall versucht. Aber sehen Sie, ich war einfach viel zu selten zu Hause, um ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Darum bin ich meiner Frau Diane umso dankbarer: Sie hat aus unseren drei Kindern großartige Menschen gemacht. Alle drei sind klug, ehrlich – und sie wissen Gut von Böse zu unterscheiden. Und das nur, weil sie eine wundervolle Mutter haben.

Seit 40 Jahren touren Sie durch die Welt – nächstes Jahr schon wieder. Werden Sie nie müde zu reisen?

Nein. Ich liebe es. Immer noch. Aber natürlich hat das wochenlange Reisen auch seine Schattenseiten …

Welche?

Da meine Frau sich seit Jahren weigert, mich auf Tour zu begleiten, fehlen mir ihre Umarmungen. Das klingt total blöd – aber so ist es. Berührungen verbinden zwei Menschen auf eine so intensive Weise. Und manchmal sagen sie viel mehr aus als Worte. Aber Diane will eben nicht mit. Also …

Warum eigentlich nicht?

Das Leben auf Tour ist nichts für sie. Ständig die Sachen packen, rein in den Bus, ins Hotel. Und am nächsten Morgen geht es schon wieder weiter. Sie hat ihr Leben in Irland, ihre Freunde, ihre Hobbys. Dort ist sie glücklich. Das muss ich so respektieren.

Aber Sie telefonieren oft, wenn Sie unterwegs sind, oder?

Nicht nur das! Wir schreiben uns, wir nutzen Video-Telefonie … Ehrlich, ich wüsste nicht, was ich ohne Handy machen sollte. Früher gab es nur Briefe oder Postkarten, um in Kontakt zu bleiben. Heute reicht ein Klick aufs Handy – und Du siehst den anderen. Fast, als wäre ich nebenan. So weiß ich immer, wie es meiner Frau und den Kindern geht. Dafür bin ich dankbar.

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Sukeina Mochkabadi | NEUE POST25.02.2017Sukeina Mochkabadi | NEUE POST

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