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Nik P.: “George Clooney könnte mich spielen”

Nik P.: “George Clooney könnte mich spielen” © Irene Lustenberger / Schlager.de

In unserem exklusiven Schlager.de-Gespräch, erzählt uns Schlagersänger Nik P. von seinem neuen Album und einige lustige, spannende private Anekdoten. Lest hier Teil 2 des großen Exklusiv-Interviews. Zu Teil 1 geht es hier…

 

Schlager.de: Was war früher Dein liebstes Schulfach?

Nik: Deutsch. Würde man jetzt nicht glauben, oder? Aber es war so in der Hauptschule. Ich bin ja heute stolz sagen zu können, dass meine Deutschlehrerin mich vor ein paar Jahren bei einem meiner Konzerte besucht hat und gesagt hat: „Ich habe es immer schon gewusst. Du hast so eine lyrische Ader“. Sie ist mittlerweile jetzt schon weit über 70 Jahre. Immer wenn wir Aufsätze schreiben mussten, waren meine Aufsätze am Ende die, die am häufigsten vorgelesen wurden. Sie hat mich dann einmal gefragt – das weiß ich noch ganz genau – wie ich auf all die Ideen kommen würde. Und ich hab gemeint, aus meiner Fantasie schreibe ich das einfach.

Da war ich wirklich sehr stolz, wo sie da zu meinem Konzert gekommen ist! Ich hätte sie beinahe nicht mehr erkannt, nach all den Jahren. Sie war sehr stolz, hatte meine CD’s dabei und wollte sie alle von mir signieren lassen.

Schlager.de: Wenn Dein Leben verfilmt würde: Welcher Schauspieler sollte Dich spielen?

Nik: Puh – (überlegt) – es gibt sehr viele tolle Schauspieler, aber wer mich spielen könnte? Schwere Frage!

Schlager.de: George Clooney?

Nik: (lacht) Ja, wir sind in etwa im gleichen Alter der George und ich – ich 1962, er 1961 – ich weiß. Er könnte mich jetzt spielen, genau. Aber wo ich jung war? Keine Ahnung…

Schlager.de: Wofür würdest Du mitten in der Nacht aufsteh‘n?

Nik: Wofür? Eigentlich für gar nichts! Ich muss ab und zu aufsteh’n, weil ich „muss“ (lacht), aber wofür würde ich aufsteh’n? Ich liebe meinen Schlaf und ich bin dabei auch gerne ungestört!

Schlager.de: Dein neues Album “Ohne wenn und aber” erscheint ja bereits in wenigen Tagen, am 15.09.2017. Stammen alle Titel darauf aus Deiner eigenen Feder?

Nik: Nein, nicht ganz. Sagen wir 90 %. Es sind 2 Songs drauf, die Willi Ganster geschrieben hat, Den zweiten davon haben wir gemeinsam geschrieben, einen Song habe ich gemeinsam mit meiner Band geschrieben und Der Rest stammt von mir. Also zum größten Teil ja und natürlich bin ich der Produzent und bestimme dann ob und wie das Ganze zu mir passt. Aber da einigen wir uns dann schon immer, nur irgendjemand muss ja das Zepter in der Hand halten.

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Schlager.de: Verrätst Du uns 2 oder 3 Deiner Lieblingstitel daraus?

Nik: Für mich persönlich, als Musiker und Komponist, ist die Nummer „Alles geht vorbei“ sehr schön gelungen. Dann „Spuren von Leben“ – den Song hat der Willi geschrieben – ist für mich ein unglaublich schöner Song geworden und der dritte Song, welcher für mich eine unheimlich große Kraft hat, ist „Sonnenkinder“. Den habe ich zusammen mit meiner Band gemacht. Ein Song der einfach so leichtfüßig ist, so straight und einfach gemacht. Er sticht irgendwie heraus, weil er so akustisch und sehr intim gemacht worden ist.

Nik P.: „Gloria“ war ja mein erster großer Hit

Schlager.de: Du feierst ja heuer bereits Dein 20-jähriges Jubiläum. Wenn Du an die Anfangszeit zurückdenkst – gibt es da ein Erlebnis das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Nik: Aus der Anfangszeit, ja klar. „Gloria“ war ja mein erster großer Hit. Den haben wir damals an alle Plattenfirmen geschickt und alle haben ihn abgelehnt. Der Song ist zu rockig, das braucht keiner, das ist kein Schlager, das ist schon eher Rock… Und dann haben wir es eben selbst gemacht. Wir haben den Song an alle Radiostationen geschickt und alle haben ihn gespielt und auch die Dj’s. Und plötzlich war es ein Hit. Und wo dieser Song zum ersten Mal im Radio gelaufen ist, bin ich echt stehen geblieben, hab die Türen aufgemacht und aufgedreht so laut es ging und hab geschrien „Hey Leute, der Song der da im Radio läuft, das bin ich“. Dieses Gefühl, plötzlich seinen eigenen Song im Radio zu hören, das war für mich schon ein unheimlich großes Gefühl! Zu diesem Zeitpunkt weiß man ja noch nicht wie lange sowas anhält, ob einem das überhaupt nochmal im Leben passiert, dass man im Radio gespielt wird. Vor allem weil die gesamte Branche, quasi die Fachleute, die Plattenfirmen, egal ob Deutschland oder Österreich, eben diesen Song ja im Vorfeld komplett abgelehnt hatten. Und dann habe ich es eben selbst gemacht, einfach weil ich daran geglaubt habe und plötzlich hat es funktioniert. Das war dann schon ein wahnsinnig großes Gefühl von Genugtuung.

Schlager.de: Gab es in Deiner Karriere vielleicht eine besonders lustige Anekdote während eines Auftrittes?

Nik: Da gab es sogar erst vor kurzem etwas. (lacht) Da war Josef zu Auftrittsbeginn noch nicht da und wir alle haben uns gewundert. Man muss noch dazu sagen, dass Josef in all den Jahren noch nie zu spät – geschweige denn einfach gar nicht – zu einem Auftritt gekommen ist. Ausgerechnet er, wo er sonst sowas von eine Pünktlichkeit an den Tag legt. Jemand der, wenn wir sagen, wann fahren wir morgen nach dem Frühstück ab, nicht etwa 08:00 Uhr oder 09:00 Uhr vorgibt, sondern 08:07 Uhr oder 08:03 Uhr. Und dann schaut er nämlich auf die Uhr und wehe jemand von uns ist nicht pünktlich… Da haben wir uns dann aber echt schon alle Sorgen gemacht. Und plötzlich, so 20 – 30 min nach Auftrittsbeginn, „stolpert“ er dann quasi auf die Bühne. Er hatte verschlafen und es war ihm sichtlich peinlich. Aber, dass ausgerechnet ihm das mal passiert ist, das war schon irgendwie amüsant für uns alle mitanzusehen.

Schlager.de: Lieber Nik, wir danken Dir für das ausführliche Gespräch und wünschen Dir für das neue Album alles Gute!

Dany EspaAutor:
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