Primetime-Sieg für „Willkommen bei Carmen Nebel“

Primetime-Sieg für „Willkommen bei Carmen Nebel“ © Manfred Esser

Carmen Nebel hatte es am vergangenen Samstag nicht leicht – sie musste sich gleich mit drei (!) weiteren Showkonkurrenten messen, die sich den Kuchen der TV-Unterhaltung teilen müssen. Die Privaten setzten auf das „Supertalent“ (RTL) und „Schlag den Henssler“ (PRO7). Leider programmierte auch das Erste eine Show gegen Carmen Nebel und stieß genau in die Zielgruppe, die Carmen anspricht – mit Schlager-Superstar Vanessa Mai und dem Urgestein Peter Kraus waren bei Jörg Pilawas „Spiel für Dein Land“ zwei Hochkaräter dabei, die ohne weiteres auch in das Nebel-Schema gepasst hätten. Bei dieser imposanten Programmierung mit 3,86 Mio. Zuschauern den Tagessieg zu erzielen, ist aller Ehren wert. Das ist umso bemerkenswerter, da Carmen schon im vergangenen Jahr gegen Jörg Pilawas Show antreten musste. Am 1. Oktober 2016 holte Pilawa 3,9 Mio. Zuschauer und Carmen 3,3 Mio. – insofern hat Carmen fast auf den Tag genau ein Jahr später offensichtlich Boden mehr als gutgemacht.

Wohin die Reise mit ihrer „ersten Show nach der Sommerpause“ ging, zeigte Carmen Nebel gleich zu Beginn – die „Queen des deutschen Schlagers“ Andrea Berg, die sonst fast immer eher zum Ende präsentiert wird, durfte die Show mit „Diese Nacht ist jede Sünde wert“ beginnen. Was folgte, war der Auftritt von Superstar Howard Carpendale. Diesmal präsentierte er nicht den Titelsong seiner aktuellen CD, sondern seine bemerkenswerte neue Single „Unter einem Himmel“.

Mit „großem Besteck“, einem Sinfonieorchester, präsentierten die Prinzen ein Medley ihrer Hits - im kommenden Jahr wird es dazu eine Tournee geben. Mit dem 2009er Song „Dein Herz, mein Herz“ überzeugte Wencke Myhre, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag gefeiert hat, ihr Publikum. Als Betroffene konnte sie besonders glaubwürdig für die Deutsche Krebshilfe, zu dessen Gunsten die Carmen-Nebel-Show ausgestrahlt wurde, die Werbetrommel rühren.

Schlager-Nachwuchs in Carmen-Nebel-Show

Auch der Nachwuchs bekam bei Carmen eine Chance – gleich im Dreierpack: Ex-VoXXclub-Mitglied Julian David stellte sein „Spektakulär“ vor, die DSDS-Dritte Maria Voskania „Ich seh nur Dich“ und Ex-US5-Sänger Jay Khan „Dein Bodyguard“ vor. Schön, dass auch mal anderen Namen die Möglichkeit gegeben wurde, in einer großen TV-Show mitwirken zu dürfen. Weiter ging es mit dem Tanzensemble von Riverdance, der ehemaligen Krebspatientin Nadja und dem „Bares für Wahres“-Team und Kindergarten-Kindern, die deutsche Schlager sangen, die zu erraten waren.

Darauf folgte so etwas wie ein Déjà-vu. Die nächsten Künstler, David Garrett, Fantasy und Andrea Berg waren nämlich bereits vor 14 Tagen bei Florian Silbereisen zu sehen, die beiden letztgenannten sogar mit exakt den Titeln, die sie auch bei Florian sangen, wobei Andreas „Ja ich will“ einer ihrer stärksten Songs überhaupt ist.

Mit Paul Potts holte man sich einen internationalen Star ins Studio, der live sang – man ist geneigt zu sagen: Warum macht man das nicht öfter?

Nostalgisch wurde es mit den „Rock Legenden“ (Karat, City, Puhdys), die gemeinsam den Klassiker „Über sieben Brücken musst Du gehen“ zum Besten gaben. Bewegend und würdig war Carmens Huldigung der kürzlich verstorbenen Joy Fleming. Schön, dass dieser großartigen Künstlerin gedacht wurde.

Nena präsentierte mit „Liebe ist…“ einen ihrer Hits und sang gemeinsam mit den Rock-Legenden „Wunder geschehen“.

ABBA-Benny begeistert am Piano

Dann kam endlich der Weltstar „Björn“ – äääh, Benny von ABBA, der wirklich für Gänsehaut-Momente in Hannover sorgte. Live am „Piano“ – passend zum gleichnamigen neuen Album des Schweden – bewegte Benny das Publikum, auch wenn die Unterbrechungen mit der Frage „soll ich aufhören?“ etwas schade waren. Wunderschön war dann aber das Duett von Benny mit seiner skandinavischen „Nachbarin“ Wencke Myhre, die mit leiser Stimme den Welthit „Thank You For the Music“ live singen durfte, live von Benny am Piano begleitet – zweifellos eine Fernseh-Sternstunde.

Mit Fernando Varela und seinem Song „Vivere“ bekam ein aufstrebender Star-Tenor seinen Auftritt. Andrea Berg sorgte dann mit einem kleinen Hit-Medley wieder für Stimmung in Hannover. Mit einer überdimensionalen Schwarzwälder Kirsch-Torte endete dann die Jubiläumsparty Andrea Bergs.

Alles in allem kann man Carmen Nebel zu ihrem verdienten Primetime-Sieg gratulieren. Sie hat es im Vergleich zur Konkurrenz mehrfach schwer – der eine oder andere zusätzliche Sendetermin täte der Show sicher gut. Beispielsweise findet die 75. Jubiläumsausgabe der Showreihe erst im kommenden Jahr statt. Das heißt: Die erste Show nach der Sommerpause war zugleich die letzte reguläre Show dieses Jahres. Und wenn sie dann mal an der Reihe ist, muss sich Carmen gegen eine heftige Konkurrenz durchsetzen. Das ist ihr mit dem Primetimesieg gelungen – Schlager.de gratuliert recht herzlich und freut sich auf die erste Show 2018, deren Sendetermin noch nicht bekannt gegeben wurde.

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